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Landesbetrieb für Straßenbau
 

Rettungsübung im Pellinger Tunnel – 200 Einsatzkräfte trainieren den Ernstfall

Medieninformation vom 25.04.2018

25.04.2018

Vier havarierte Personenkraftwagen, einer von Ihnen umgestürzt. Verletzte Personen in den Fahrzeugen, zum Teil regungslos. Umherirrende Unfallbeteiligte auf der Suche nach Hilfe. Das ist das Szenario, das sich vergangenen Sonntag auf der A 8 im Tunnel Pellinger Berg bot und den Rahmen für eine große Rettungsübung unter der Federführung der Kreisordnungsbehörde des Landkreises Merzig-Wadern bildete. Neben 16 Personen der realistischen Notfalldarstellung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) waren 6 Übungspuppen eingesetzt, um den Einsatzkräften ebenso komplexe, wie realistische Einsatzbedingungen zu bieten.

An der Übung teilgenommen haben rund 200 Einsatzkräfte aus folgenden Einheiten:

- Feuerwehren Merzig und Perl
- Fernmeldedienst des Landkreises, zusammengesetzt aus allen Feuerwehren des Landkreises
- Führungseinheiten des DRK-Kreisverbandes Merzig-Wadern und der Kreisgruppe des Malteser Hilfsdienstes
- Sanitätsgruppen Merzig und Mettlach / Perl des DRK
- Sanitätsgruppen des Malteser Hilfsdienstes Stadtgliederung Merzig
- Verpflegungsgruppen des DRK und des Malteser Hilfsdienstes
- DRK Rettungwachen Merzig, Mettlach und Perl
- Hubschrauberstandorte Christoph 16 Saarbrücken und Luxemburg Air Rescue
- Polizeiinspektion Merzig und Führungs- und Lagezentrale der Saarländischen Polizei
- Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar
- Ambulanzdienst Frisch, Erbringen
- Landesbetrieb für Straßenbau

Ziel der Übung war es, die Abläufe bei einem schweren Verkehrsunfall im Tunnel Pellinger Berg zu trainieren und die Abstimmung zwischen den beteiligten Fachdiensten Rettung und Versorgung von Verletzten zu üben. Dabei lag ein besonderes Augenmerk auf der Umsetzung der Führungsorganisation unter Einbindung von Einsatzleitfahrzeugen aus dem gesamten Landkreis.

Nach der Neuorganisation der Zusammenarbeit des Rettungsdienstes mit den Einheiten des sanitätsdienstlichen Katastrophenschutzes wurden erstmalig auch Aufbau und Betrieb eines Behandlungsplatzes (BHP) für die Versorgung von 25 Verletzten pro Stunde geübt.

Unter den Augen kritischer Beobachter -unter Ihnen für Rettungsdienste und Feuerwehr Verantwortliche wie Landrätin Daniele Schlegel-Friedrich und Bürgermeister Marcus Hoffeld- entwickelte sich im von Blaulicht zerrissenem Halbdunkel des Tunnels ein realistisches, nahezu bedrückendes Szenario.

Organisation und Abläufe von Absicherung der Unfallstelle bis hin zu Bergung, Rettung und Behandlung der Unfallbeteiligten wurden akribisch dokumentiert. Im Laufe der auf die Übung folgenden Woche sind die Aufzeichnungen Basis für eine kritische Analyse sowie für die Ausarbeitung von Verbesserungspotenzialen in den Bereichen Organisation, Ausbildung und Ausstattung bei allen Beteiligten.

Ein erstes, positives Fazit konnte bereits am Übungstag gezogen werden: die Übungsziele wurden erreicht, zu erwartende Problemstellungen konnten identifiziert werden, und die Beteiligten gehen deren Lösungen kurzfristig an.