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60 Jahre Staatskanzlei des Saarlandes
 

Ein neues Zeitalter beginnt

Die Saarregion während der Frühindustrialisierung 1815 - 1850

Die ersten Fabriken, die im 18. Jahrhundert im Saarland entstanden, blieben lediglich eine Episode. Ab 1830 begann sich die industrielle Basis zu verdichten: Zunächst ermöglichte die Dampfmaschine den Betrieb von Gruben im Schachtbau und von Eisenhütten unabhängig von der Wasserkraft. Ein weiterer wichtiger Faktor war die Gründung des Zollvereins 1834. Mit ihm fielen die noch zahlreich existierenden Binnenzollgrenzen weg und schufen einen einheitlichen Wirtschaftsraum.
Den Durchbruch der Industrialisierung brachte allerdings die Eisenbahn. Als Führungssektor beeinflusste sie alle Wirtschaftsbereiche. Die erste Strecke bildete 1849 die „Ludwigsbahn“ vom Rhein bis nach Bexbach. Sie erschloss das Saarrevier mit seiner expandierenden Schwerindustrie und wurde schnell weiter ausgebaut. Es folgten recht bald die Anschlüsse über Metz nach Frankreich (1851) und entlang der Saar nach Trier (1858/60). Die Kanalisierung der Saar ergänzte den verkehrstechnischen Anschluss des Landes an der Saar.
Mit der Eisenbahn entstand auf der einen Seite eine große Nachfrage nach Kohle und Stahl, auf der anderen Seite konnten die saarländischen Industriebetriebe ihre Produkte auf überregionalen Märkten absetzen. Somit wurde die Voraussetzung dafür geschaffen, dass die zahlreichen Kohlegruben und Hüttenwerke ihre Produkte weltweit vertreiben konnten.