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Interreg Großregion
 

Universität der Großregion (GR)

Grenzüberschreitend studieren und forschen in vier Ländern

Grenzüberschreitendes Studieren und Forschen ohne Hindernisse – dieses ehrgeizige Ziel steht im Mittelpunkt der „Universität der Großregion“.
Grenzüberschreitendes Studieren und Forschen ohne Hindernisse – dieses ehrgeizige Ziel steht im Mittelpunkt der „Universität der Großregion“.

100 Kilometer im Vierländereck, 7 Hochschulen, 4 Kulturen, 3 Sprachen, 1 gemeinsamer Studienabschluss – grenzenlose Möglichkeiten: Mit dem Projekt „Universität der Großregion“ (UGR) entsteht in der Großregion Saarland, Lothringen, Luxemburg, Wallonien und Rheinland-Pfalz in den nächsten drei Jahren ein Verbund von Hochschulen, die alle eine starke Europa-Ausrichtung haben. Beteiligt sind fünf Partnerhochschulen: Universität des Saarlandes, Université de Liège, Université du Luxemburg, Université Paul Verlaine Metz, Nancy-Université sowie die Technische Universität Kaiserslautern und die Universität Trier als strategische Partner. Dieser Hochschulraum in der Großregion soll es den Studierenden ermöglichen, grenzüberschreitend zu studieren, Sprachen zu lernen, die unterschiedlichen Kulturen im Vierländereck kennen zu lernen und einen grenzüberschreitenden Hochschulabschluss zu machen: Ein unschätzbarer Vorteil auf dem Arbeitsmarkt.
Damit soll die Zielprojektion der Bologna-Deklaration von 1999 „bis zum Jahr 2010 einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum (EHR) zu schaffen“ modellhaft in der Großregion verwirklicht werden.

Die Ziele des Projekts

Wichtigste Ziele des Projekts sind die Verbesserung der Mobilität, die Anerkennung von Studienleistungen, das Aufzeigen des gesamten Studienangebots der Partneruniversitäten, die Schaffung und Weiterentwicklung von gemeinsamen Studiengängen sowie die Vernetzung von DoktorandInnen und ForscherInnen.
Von besonderer Bedeutung für den Erfolg und die Nachhaltigkeit des Projekts ist auch die Vernetzung der Expertinnen und Experten aller Partneruniversitäten in vielen zentralen Bereichen (Bibliotheken, Prüfungsämter, Studienberatungen, Forschungsbeauftragte, etc.), die im Rahmen von so genannten Expertenausschüssen der „Universität der Großregion“ versuchen, gemeinsam Lösungen für viele Herausforderungen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu finden.
Der Projektantrag "Universität der Großregion" wurde im September 2008 von der EU im Lenkungsausschuss des Interreg-Programms bewilligt. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von rund sechs Millionen Euro und wird von der EU, den jeweiligen Regionen und den Partneruniversitäten selbst getragen. Am 30. April 2009 fand in Saarbrücken die Auftaktkonferenz statt. Die Teams an den einzelnen Universitäten sind nun komplett und arbeiten mit viel Elan auf dem Weg zu einem Europacampus.

Die Projektaktivitäten

Um die ehrgeizigen Ziele des Projektes in den nächsten drei Jahren zu bewältigen, gibt es wichtige Teilziele, die fünf verschiedenen Modulen zugeordnet sind. Jede Partneruniversität leitet eins der Module und wird dabei zumeist von einem Partner vertreten, der jeweils der anderen Sprachengemeinschaft angehört:

Modul 1: UGR-Gouvernance
Leitung: Universität des Saarlandes
Stellvertretende Leitung: Université de Liège
Modul 1 koordiniert das Gesamtprojekt, stellt einen Strategie- und Entwicklungsplan auf, entwickelt eine Marketings- und Kommunikationsstrategie und ist zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei geht es insbesondere darum, die Vernetzung der beteiligten Universitäten sichtbar zu machen und in der Bevölkerung das Zugehörigkeitsgefühl zur Großregion zu wecken bzw. zu stärken. Dazu wird unter anderem ein Internetportal aufgebaut. Die Projektfortschritte werden regelmäßig intern evaluiert und bereits bestehende Hochschulkooperationen in anderen Grenzräumen werden analysiert und verglichen. Dies sorgt schon während der Projektlaufzeit für eine nachhaltige Struktur.

Modul 2: UGR-MOBILITÉ
Leitung: Université du Luxembourg
Stellvertretende Leitung: Université Paul Verlaine Metz
Modul 2 hat die Aufgabe, die Mobilität von Studierenden und Lehrenden zu erhöhen. Dazu müssen administrative und organisatorische Hindernisse beseitigt werden. Wichtige Handlungsfelder sind u.a. die Harmonisierung und Anerkennung von Studien- und Teilstudienleistungen, die Vereinfachung und Vereinheitlichung von Einschreibeverfahren, die Entwicklung und Förderung von Austauschprogrammen und die Harmonisierung von Studienplänen. Des Weiteren geht es um die ganz praktische Unterstützung der Mobilität, z.B. durch die Einrichtung einer Mitfahrzentrale auf dem Internetportal und durch den gemeinsamen Einsatz für ein Studententicket in der Großregion.

Modul 3: UGR-Éducation
Leitung: Université Paul Verlaine Metz
Stellvertretende Leitung: Universität des Saarlandes
Modul 3 widmet sich der Verbesserung und Erweiterung bestehender grenzüberschreitender Studiengänge, der Entwicklung weiterer gemeinsamer Studienangebote und koordiniert die modularisierten Angebote in den Partneruniversitäten. Dazu gehören auch die wechselseitige Anerkennung von Studienleistungen und das Qualitätsmanagement. Um die wechselseitige Kommunikation zwischen den Partneruniversitäten zu sichern, werden die Studienberatungen und Studierendensekretariate vernetzt. Weitere Aufgaben sind die Weiterentwicklung des E-Learning und die Vernetzung der Bibliotheken und Bibliotheksdienste zu einer virtuellen Bibliothek der UGR. Des Weiteren wird das gesamte Studienangebot der UGR-Partneruniversitäten auf dem Internetportal sichtbar gemacht.

Modul 4: UGR-Recherche
Leitung: Nancy-Université
Stellvertretende Leitung: Université du Luxembourg
Modul 4 entwickelt Maßnahmen, um WissenschaftlerInnen und ForscherInnen in der Großregion besser zu vernetzen. Dazu wird ein gemeinsames Zentrum für grenzüberschreitende Doktorandenausbildung eingerichtet, das als Dachstruktur für bestehende und entstehende Doktorandenkollegs fungieren soll. Eine weitere Aufgabe ist die Förderung gemeinsamer Forschungsaktivitäten z.B. durch Konferenzen, Workshops und Summer Schools für NachwuchswissenschaftlerInnen und durch Maßnahmen, die einen besseren Zugang zur Infrastruktur und den Großgeräten gewährleisten.

Modul 5: UGR-Ouverte
Leitung: Université de Liège
Stellvertretende Leitung: Nancy-Université
Modul 5 hat die Aufgabe, das Projekt über die Partnerhochschulen und die Grenzen der Großregion hinaus bekannt zu machen. Es ist daher zuständig für die Kontakte und die Kommunikation mit allen Hochschulen und Zielgruppen innerhalb und außerhalb der Großregion, die nicht dem Projektkonsortium angehören. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Teilnahme an Messen und die Konzeption und Durchführung von Trainingsprogrammen für Studierende und Lehrende, die für die Schnittstelle Wissenschaft – Wirtschaft sensibilisieren sollen.

Die strategische Ebene: Rat und Steuerungsgruppe
Die sieben Präsidenten und Rektoren der beteiligten Partneruniversitäten bilden gemeinsam mit politischen VertreterInnen der Teilregionen den Rat der Universität der Großregion. Der Vorsitz wechselt in einem festlegten Turnus alle 6 Monate. Der Rat der UGR trifft sich mindestens zweimal pro Jahr.
In der Steuerungsgruppe sind die Mitglieder des Projekt-Führungsstabs aller Partneruniversitäten vertreten. Sie trifft sich mindestens viermal pro Jahr.

Ihre Ansprechpartner

Wolfgang Lorenz
Projektleitung
Telefon: +49 (0)681 / 302-3881
Fax: +49 (0)681 / 302-4270

Sonja Karb
Projektkoordination
Telefon: +49 (0)681 / 302-3316
Fax: +49 (0)681 / 302-4142

Nadja-Jessica Ickert
Bereich Forschung
Telefon: +49 (0)681 / 302-3612
Fax: +49 (0)681 / 302-4142

Tina Schöpfer
Bereich Marketing und Presse
Telefon: +49 (0)681 / 302-2639
Fax: +49 (0)681 / 302-4142

Kristina Weich Hondrila
Bereich Lehre und Mobilität
Telefon: +49 (0)681 / 302-2630
Fax: +49 (0)681 / 302-4142

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