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Interreg Großregion
 

INTERREG-Lenkungsausschuss gibt den Startschuss für 21 neue Großregion-Projekte

31.10.2016
Arbeitsmarkt, ÖPNV, Tourismus und Kultur, Umweltschutz und Energieeffizienz, soziale Inklusion und Gesundheit sowie Forschung und Innovation sind die Themen der neu bewilligten INTERREG- Projekte
Arbeitsmarkt, ÖPNV, Tourismus und Kultur, Umweltschutz und Energieeffizienz, soziale Inklusion und Gesundheit sowie Forschung und Innovation sind die Themen der neu bewilligten INTERREG- Projekte

Am 27.10.2016  kam der Lenkungsausschuss des Programms INTERREG VA Großregion zu seiner zweiten Sitzung zusammen. Unter dem Vorsitz des Departement Meuse entschieden die elf Partnerbehörden des Programms über die Genehmigung der zweiten Projektrunde der Förderperiode 2014-2020.

Knapp 45 Mio  € EU-Mittel wurden für 21 Projekte aus den Bereichen Arbeitsmarkt, ÖPNV, Tourismus und Kultur, Umweltschutz und Energieeffizienz, soziale Inklusion und Gesundheit sowie Forschung bewilligt. Mit den Projekten der ersten Bewilligungsrunde sind somit ca. 60 % der Programmmittel bereits gebunden.

13 Projekte mit saarländischer Beteiligung dürfen sich über die Bewilligung eines EU- Zuschusses i.H.v. knapp 8 Mio € freuen. Komplementär dazu stellt das Wirtschaftsministerium Landesmittel i.H.v. 3,4 Mio € für saarländische Partner bereit. Die wichtigsten Projekte mit saarländischer Beteiligung sind:

Die Task Force Grenzgänger 2.0: unter der Federführung des saarländischen Wirtschafts- und Arbeitsministeriums soll die TFG 2.0 im vorliegenden Projekt ihre Aufgaben aus dem Vorgängerprojekt, die juristischen Erarbeitung von Lösungsvorschlägen für Grenzgängerhemmnisse, fortsetzen. Ein Netzwerk aus Beratungsstrukturen und Arbeitsmarktakteuren aus allen Teilgebieten der Großregion sowie eine verzahnte Zusammenarbeit sollen sicherstellen, dass neben der sprachlichen Hindernisse die weiterhin bestehenden rechtlichen und administrativen Hürden auf dem großregionalen Arbeitsmarkt abgeschafft werden und damit die Mobilität der Arbeitskräfte und Auszubildenden gesteigert wird. Das Projektvolumen beträgt bis Sommer 2019 rund 3,6 Mio €. Allein das EU-Programm Interreg steuert  2,15 Mio € bei. Davon kommen 1,4  € dem MWAEV als Lead Partner sowie der Arbeitskammer des Saarlandes zugute. Hinzu kommen knapp 170.000 Mio € aus Mitteln des Wirtschaftsministeriums hinzu.

Ticketing Saar Moselle: das Wirtschafts- und Verkehrsministerium  in Kooperation mit dem Departement Moselle, dem Gemeindeverband Forbach Portes de France sowie dem Euroditrict Saar Moselle will die Interoperabilität verschiedener Ticketing-Systeme der ÖPNV in Moselle Est und im Saarland überprüfen und anschließend technisch umsetzen. Das neu geschaffene Ticketing-System soll nach der Probephase auf die gesamte Großregion erweitert werden. Somit soll die Attraktivität des ÖPNV für Auszubildende und Berufspendler gesteigert sowie eine nachhaltige Verlagerung auf umweltschonende Verkehrsarten in der Großregion herbeigeführt werden. Das Projektvolumen beträgt rund 3 Mio € . Die EU stellt dem Projektkonsortium bis Sommer 2019 knapp 1,8 Mio  €  bei, wovon knapp 400.000 € auf das Wirtschaftsministerium entfallen. Hinzu kommen rund. 260.000 € aus Mitteln des Wirtschaftsministeriums.

Energiewaben der Großregion: das Institut für Zukunfts- und Energiesysteme (IZES) wird zusammen mit Energieversorgern aus Rheinland Pfalz, Moselle, Luxemburg und Wallonien ein innovatives, umweltfreundliches und dezentrales Energieversorgungskonzept unter Nutzung von FEE (fluktuierenden Erneuerbaren Energien) erarbeiten. Es soll getestet werden, Überschüsse aus FEE in Zukunft an anderen Stellen innerhalb und zwischen sog. grenzüberschreitender Energiewaben einzusetzen. Damit sollen flexible Kraftwerke mit fossilem Brennstoff überflüssig werden. Außerdem soll das Konzept zu einer sichereren Energieversorgung in der Großregion führen, die dezentral, grenzenlos und unabhängig von den großen Marktakteuren erfolgt. Das Projektvolumen beträgt rund 1,55 Mio € . Die EU steuert bis Ende 2018 knapp 1 Mio €  bei, wovon knapp 90.000 € dem IZES zugute kommen. Hinzu kommen 45.000 € aus Mitteln des Wirtschaftsministeriums.

Digitales Tourismus Marketing für die Großregion: aufbauend auf dem Erfolg des Vorgängerprojektes wollen nun die Tourismusakteure der Großregion die gemeinsame touristische Marketingsstrategie zeitgemäß gestalten und durch digitale touristische Produkte und Services für Tablets und Smartphones (Apps, Augmented Reality shows, 360° Panorama…) ergänzen. Damit soll das großregionale Destinationsmarketing zielgruppengerecht und zukunftsorientiert ausgebaut werden. Das Projektvolumen beträgt bis Ende 2020 rund 5 Mio €. Das EU-Programms Interreg stellt den Projektpartnern rund. 3 Mio € zur Verfügung, wovon ca. 2 Mio € der Tourismus Zentrale Saarland als Lead-Partner zufließen. Aus Mitteln des Wirtschaftsministeriums kommen knapp 460.000 € hinzu.

GReENEF: von der Notwendigkeit ausgehend, bei Schaffung neuen und Sanierung bestehenden Wohnraums, höchste Standards umzusetzen um die EU-Klimaziele zu erreichen, will das saarländische Wirtschaftsministerium in Zusammenarbeit mit der Arge SOLAR sowie weiteren öffentlichen Partnern aus der Großregion ein Förderprogramm für öffentliche Gebäude und soziale Wohnungsbau aufstellen. Pilotprojekte sollen identifiziert und ein Leitfaden für Best Practices erstellt werden, auf dessen Grundlage Fördermittel vergeben werden, um zu einer signifikanten Zahl an Leuchtturmprojekten zu gelangen. So soll das Projekt mehr Bewusstsein für das Öko- Bauen und die Öko-Sanierung schaffen und die Großregion zur Vorzeigeregion für Energieeffizienz im öffentlichen Raum machen. Das Projektvolumen beträgt bis Mitte 2020 rund 15,6 Mio €. Die EU steuert knapp 6 Mio € wovon 1,6 Mio € den saarländischen Partnern zufließen. 2,4 Mio € kommen aus Mitteln des Wirtschaftsministeriums hinzu.

ptH4GR2ID („Power to Heat“): das IZES sowie weitere Forschungseinrichtungen der Großregion möchten die Möglichkeit untersuchen, durch ein intelligentes grenzüberschreitendes Strommanagement unter Nutzung von stromgespeisten Wärmepumpen lokale Überschüsse an erneuerbaren Energien (EE) aus bestimmten Teilgebieten wie Saarland und Rheinland Pfalz in den Nachbarländern auszugleichen. Auch hier soll das Konzept bei erfolgreicher Umsetzung zu einer effizienteren Nutzung des EE-Stroms und somit zu einer sicheren Energieversorgung in der Großregion führen. Das Projektvolumen beträgt rund 2,6 Mio €. Allein das EU-Programm Interreg steuert  1,5 Mio € bei, davon kommen 160.000 € dem IZES zugute. Aus Mitteln des Wirtschaftsministeriums kommen knapp 80.000 € hinzu.


Der 2. Call des Programms startet am 5. Dezember 2016 und endet am 13. Januar 2017.

Interessierte Projektträger können sich für eine umfangreiche Beratung  an die saarländische Kontaktstelle (s. Navigationspunkt "Antragstellung") wenden. Weitere Informationen zur Antragstellung erhalten Sie auf der unten angegebenen Programmhomepage