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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

LED-Displays warnen vor Wildunfällen

Pressemitteilung vom 26.04.2018 - 11:00 Uhr

Mit einem neuen Pilotprojekt reagiert Verkehrsministerin Anke Rehlinger auf die kontinuierlich ansteigende Zahl von Wildunfällen im Saarland. An der L131 auf Höhe der Einfahrt zum Marienkrankenhaus St. Wendel nahm die Ministerin zwei Wildwarn-Dialogdisplays offiziell in Betrieb. Mit 182 Wildunfällen im ersten Quartal dieses Jahres kam es im Raum St. Wendel laut zuständiger Polizeidienststelle zu deutlich mehr Zwischenfällen mit Wildtieren als im ersten Quartal 2017 mit 138 Unfällen.

Rehlinger: „Der Wildunfall ist ein durchaus schwerwiegendes Problem für die Verkehrssicherheit auf saarländischen Straßen. Mit dem neuen Pilotprojekt wollen wir die Kfz-Fahrerinnen und -Fahrer auf einer Strecke mit hoher Wildunfallgefahr durch optische Impulse eines dynamischen Displays gezielt ansprechen, sie für die Gefahren von Wildunfällen sensibilisieren und sie zu einer angepassten Fahrweise im Gefahrengebiet motivieren. Dabei haben wir uns den technischen Fortschritt zu Nutze gemacht.“

Das Projekt beruht auf einer Empfehlung der im Verkehrsministerium angesiedelten Landesunfallkommission. Für jede Fahrtrichtung wurde ein dynamischer LED-Dialogdisplay im Wert von rund 4.000 Euro angebracht. Auf den Displays blinken das Verkehrszeichen für „Wildwechsel“ und der Hinweis „Achtung“ auf, sobald ein Kfz in den Erfassungsbereich der Displays einfährt. Das Projekt basiert auf der Annahme, dass Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf dynamische Warnsignale besser reagieren als auf herkömmliche Verkehrsschilder, also ihre Fahrweise in einem höheren Maße der Gefahr anpassen.

Mindestens für ein Jahr werden die Warnschilder an der L131 stehen. „Wir hoffen, die Zahl der Wildunfälle durch die neuen Displays reduzieren zu können. Daher werden wir uns die Ergebnisse am Ende der Pilotphase ganz genau ansehen und prüfen, ob der gewünschte Effekt erzielt worden ist und wir die Maßnahme auf andere belastete Strecken ausweiten können“, so Anke Rehlinger.