Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Entwicklungszusammenarbeit
 

Durchblick an saarländischen Schulen

Wenn wir schlecht sehen, gehen wir zu einem Augenarzt und können oft mit Hilfe einer Brille wieder gut sehen. In vielen Teilen der Welt ist dies nicht so. Nicht nur, dass Ärzte fehlen, die Menschen haben kein Geld für den Kauf einer Brille. Eine Brille kostet in vielen Ländern zwischen sechs und acht Monatslöhnen. Bei uns schlummern aber Millionen von ausgemusterten Brillen aus den unterschiedlichsten Gründen in Schubladen.

Symbolbild Brillensammelaktion Unesco Bild: Feichtner/Löffler
Symbolbild Brillensammelaktion Unesco Bild: Feichtner/Löffler

Manchmal entsprechen sie nicht mehr dem Geschmack, die Brille wird zum Teil als Ersatz für eine neuere aufbewahrt, die Brille ist zu klein geworden oder die Sehstärke hat sich verändert. Selten, dass Brillen entsorgt oder abgegeben werden. Oft liegen sie in Etuis für viele Jahre ungenutzt herum.

Was können wir tun? Wir können Durchblick beweisen, indem wir Brillen, die noch funktionstüchtig sind – mit oder auch ohne Etui – sammeln und dafür sorgen, dass sie zu Menschen in aller Welt  gelangen, die auf diese Brillen angewiesen sind, damit diese wieder den Durchblick haben oder auch das erste Mal im Leben diese Chance auf Durchblick erhalten.

Im November 2015 startete in Geislautern eine groß angelegte Brillensammelaktion; Schüler Lehrer und Eltern legten sich dabei kräftig ins Zeug. Und das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen: Exakt 651 Brillen, davon 358 mit Etui, wurden am 6. Juni 2016 Juni zur Firma „Möbel Müller“ in Dillingen gebracht, deren LKW einmal jährlich im Saarland gesammelte Brillen in das elsässische Hirsingue zum Verein „Lunettes sans Frontières“ (auf Deutsch: Brillen ohne Grenzen) transportieren.

Ohne Zweifel ist die französische Organisation, die sich in ihrer Namensgebung an den bekannten Verein „Ärzte ohne Grenzen“ anlehnt, ein idealer Partner. Der Verein „Lunettes sans Frontières“ besteht seit mehr als 20 Jahren, verfolgt keine kommerziellen Interessen und hat sich zum Ziel gesetzt, bedürftige Menschen mit Brillen zu versorgen. Im französischen Hirsingue arbeiten deshalb viele ehrenamtlichen Helfer: Sie säubern und sortieren die Sehhilfen und messen ebenso die Dioptrienzahl. Ungefähr 100 Pakete pro Woche werden dann in alle Welt verschickt.

Und die Erfolgsgeschichte ist noch nicht zu Ende, denn neben dem Warndt-Gymnasium sammelten die übrigen UNESCO-Projektschulen im Saarland ebenso viele Brillen. Insgesamt haben alle neun saarländischen UNESCO-Projektschulen 4317 Brillen zusammengetragen. Nun soll die Sammelaktion für alle saarländischen Schulen über das Ministerium für Bildung und Kultur zugänglich gemacht werden!

Die gesammelten Brillen können zur Firma Möbel Müller in Dillingen gebracht werden. Alternativ kann ein Transport von Ihrer Schule zur Firma Möbel Müller organisiert werden. Von dort werden einmal jährlich im Saarland gesammelte Brillen nach Hirsingue zum Verein Lunettes sans Frontières im Elsass transportiert, wo sie von circa 40 ehrenamtlichen Helfern gesäubert, sortiert und vermessen werden. Dabei wird die  Dioptrienzahl gemessen und nach Damen-, Herren- und Kinderbrillen getrennt. Es werden circa 100 Pakete pro Woche in alle Welt verschickt.  Der Verein Lunettes sans Frontières besteht seit mehr als 20 Jahren und geht auf eine Idee des Kapuzinerpaters Francois-Marie Meyer zurück. Diesen Verein möchten wir gerne unterstützen.

Im Download-Bereich rechts befinden sich Informationsmaterialien und ein Plakat zur weiteren Verwendung.

Kontakt

Ministerium für Bildung und Kultur
Entwicklungszusammenarbeit
Katrin Frey
Trierer Str. 33
66111 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-7923
Telefax
(0681) 501-7442
Landeskoordinatorin der UNESCO-Projektschulen des Saarlandes
Christine Löffler
E-Mail-Kontakt

Download