Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz
 

Das LUA kontrolliert auch in 2018 die Lagerung und den Verkauf der Feuerwerkskörper

Pyrotechnik
Pyrotechnik

Zum Jahresende 2018 kontrollierte das LUA im Rahmen einer Schwerpunktaktion in 71 Supermärkten, bei Einzelhändlern und sonstigen Verkaufsstätten die Lagerung und den Verkauf von pyrotechnischen Gegenständen. In 44 Betrieben wurde im Vorfeld des Verkaufs die Lagerung pyrotechnischer Gegenstände überprüft, in weiteren 27 Betrieben neben der Lagerung auch der Verkauf.

Bei der Schwerpunktaktion wurden in 42 Betrieben insgesamt 85 Mängel festgestellt. Lediglich 29 aller kontrollierten Betriebe waren mängelfrei.

Im Jahr 2017 war nur rund ein Viertel der kontrollierten Betriebe mängelfrei und drei Viertel wiesen einen oder mehrere Mängel auf.

2018 waren 41 % der Betriebe mängelfrei. Fast 60 % aller Betriebe hatten mindestens einen Mangel zu verzeichnen.

Einen deutlichen Schwerpunkt stellten in diesem Jahr erneut die organisatorischen Mängel dar. Hier waren es insbesondere Mängel bei der Gefährdungsbeurteilung im Umgang mit pyrotechnischen Gegenständen. Diese war in mehr als der Hälfte der organisatorischen Mängel nicht bzw. nicht ausreichend erfolgt. Ein weiterer Punkt ist die fehlende Unterweisung der Mitarbeiter beim Umgang mit den pyrotechnischen Gegenständen und in zwei Fällen war keine Verantwortliche Person für den Umgang benannt.

Bei den Kontrollen der Lagerung und des Verkaufs vor Ort tauchten immer wieder Probleme bei der fehlenden Hinweisbeschilderung zum Rauchverbot bzw. zum Verbot im Umgang mit offenem Feuer sowie bei der Lagerung neben entzündlichem Material auf.

Nach wie vor ist auch die nicht sachgerechte Lagerung der pyrotechnischen Gegenstände ein Themenschwerpunkt., da immer wieder brennbare Materialien im direkten Umfeld gelagert werden. So fanden sich im Lager direkt neben pyrotechnischen Gegenständen Paletten mit Papier / Papiertüchern oder Kartonagenabfall, häufig auch eingelagerte Grillkohle aus dem Sommerverkauf. Im Verkauf wurden direkt neben pyrotechnischen Gegenständen Kerzen, Feuerzeuge bzw. Druckgaskartuschen mit Feuerzeuggas angeboten.

Auch bei der Bereitstellung geeigneter Feuerlöschgeräte fanden sich immer wieder Mängel. Generell ist in den letzten Jahren jedoch ein geringes Niveau dieser Mängel zu erkennen. Bei den Kontrollen fehlten in sechs Betrieben geeignete Feuerlöscheinrichtungen. In einigen Fällen ist eine geeignete Feuerlöscheinrichtung vorhanden, jedoch war der direkte Zugriff durch gelagerte Waren erschwert.

In zwei Fällen wurde die maximal zulässige Nettoexplosivstoffmasse (NEM) im Verkaufsraum geringfügig überschritten. Die sofortige Räumung des Verkaufsraumes auf die maximal zulässige Menge ist angeordnet und von den Betriebsverantwortlichen umgehend veranlasst worden.

Die meisten Mängel konnten noch während der Kontrollen vor Ort beseitigt werden. Dies betraf z.B. das Anbringen einer fehlenden Beschilderung oder das Bereitstellen eines Feuerlöschers.

Bei organisatorischen Mängeln, wie eine nicht ausreichende Gefährdungsbeurteilung oder der fehlende Nachweis einer Unterweisung der Mitarbeiter, sind die notwendigen Unterlagen im Rahmen eines Revisionsschreibens im Nachgang eingefordert und überprüft worden. In den Fällen der Überschreitung der Lagermenge wurde die umgehende Reduzierung auf die maximal zulässige Menge angeordnet.