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Saarforst Landesbetrieb
 

Brennholz selber im Wald machen (Selbstwerber)

Gespaltenes Holz Foto: SFL
Gespaltenes Holz Foto: SFL

Selbstwerber können beim SaarForst Landesbetrieb am Weg gerücktes Holz kaufen und es auch vor Ort mit der Motorsäge aufarbeiten. Ferner besteht  in den Revieren zum Teil auch die Möglichkeit, liegendes Holz in der Fläche (Stammteile und/oder Kronenholz) aufzuarbeiten. Die Selbstwerber wenden sich diesbezüglich an die örtlichen Revierleiter von SaarForst.

Selbstwerber haben im Interesse des Waldes und der Natur einige Pflichten:

  • Vom 1. April bis zum 15. Juli befinden sich viele Wildtiere in der Brut- und Setzzeit, einer der empfindlichsten Zeitabschnitte im Jahr. In dieser Phase ist daher die Aufarbeitung von Brennholz durch private Selbstwerber im Waldbestand nicht gestattet.
  • Bei besonderen witterungsbedingten Situationen kann aus Naturschutzgründen die private Selbstwerbung auch außerhalb des benannten Zeitraumes unterbunden werden. Nicht betroffen von dieser Regelung sind private Selbstwerber, die ihr Brennholz am Waldweg bereit gestellt gekauft haben und dort aufarbeiten sowie gewerbliche Brennholzkunden.
  • Im Flächenlos dürfen nur Äste und Stämme, die einem Durchmesser über 10 cm aufweisen, aufgearbeitet werden. Das dünnere Holz bleibt als Biotopholz und damit als Lebensraum für Kleinorganismen, Pilze, Moose und Flechten sowie als Bodennährstoff im Wald liegen.
  • Aufarbeitung und Transport von Brennholz sind nur in der Zeit von 8:00 bis 19:00 Uhr gestattet. Befahren werden dürfen nur die ausgewiesenen Waldwege und die gekennzeichneten Rückegassen. Beim Befahren ist darauf zu achten, dass der Boden ausreichende Trägfähigkeit besitzt. Fahrzeuge dürfen weder Öl noch Treibstoff verlieren. Für die Motorsäge sind nur biologisch abbaubare Kettenöle zugelassen!
  • Private Selbstwerber dürfen aus Sicherheitsgründen nur liegendes Holz bearbeiten und selbst keine Fällung von stehendem Holzes vornehmen.
  • Bei der Holzaufarbeitung mit der Motorsäge ist die komplette persönliche Körperschutzausrüstung zu tragen.
  • Alleinarbeit mit der Motorsäge ist verboten.
  • Ab 1. Januar 2009 ist ein von der Gesetzlichen Unfallversicherung anerkannter „Motorsägenführerschein“ Voraussetzung, um im Staatswald Holz als privater Selbstwerber aufzuarbeiten.
  • Die Belastung der Umwelt ist auf das nach dem Stand der Technik unabwendbare Maß zu reduzieren.
    Insbesondere ist zu beachten:
    - Es ist Sonderkraftstoff auf Alkylatbasis und biologisch schnell abbaubares Kettenschmieröl, das mit dem "Blauen Engel" ausgezeichnet ist, zu verwenden.
    - Abfälle und Leergut sind vorschriftsmäßig zu entsorgen.
    - Betriebsstoffe sind fachgerecht zu lagern und zu transportieren.
    - Beim Betanken der EMS ist ein Verschütten von Kraftstoff oder Kettenöl zuverlässig zu
      verhindern.

Im Rahmen seiner Kontrollaufgaben wird SaarForst die Einhaltung der vertraglich vereinbarten Regeln überprüfen. Bei Zuwiderhandlungen kann dem Selbstwerber die Arbeit im Wald untersagt, für eventuelle Schäden kann er haftbar gemacht werden. SaarForst sieht in diesem klaren Regelwerk die Grundlage für einen möglichst konfliktfreien Ablauf der Brennholzselbstwerbung im Staatswald.

Kundeninformation "Brennholz in Selbstwerbung"

Das Faltblatt "Brennholz in Selbstwerbung" kann als pdf abgerufen werden oder unter poststelle@sfl.saarland.de bestellt werden.

Motorsägenführerschein

Motorsägenführerschein

Seit dem 1. Januar 2009 wird der SaarForst im Interesse der Unfallverhütung Brennholz an Selbstwerber/innen nur noch dann abgeben, wenn der Nachweis über einen absolvierten zweitägigen Motorsägenlehrgang (Grundlehrgang) geführt wird.

Brennholztelefon

Brennholztelefon

Wenn Sie mehr zum Thema Brennholz wissen wollen oder an welchen Revierleiter Sie sich als Selbstwerber wenden müssen, kontaktieren Sie uns über das Brennholztelefon:

06 81 / 97 12 166