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Kultur
 

“LAND OF MEMORY“ - Kolloquium zur Bedeutung von Kunst und Kultur in der Gedenkstätten- und Erinnerungsarbeit

Donnerstag, 19. April 2018, in Saarbrücken.

15.03.2018

Das Projekt „Land of Memory“ setzt sich mit der Zeit des NS-Terrors im Saarland, in Rheinland-Pfalz, im Grand Est (Lothringen, Elsass, Champagne-Ardenne), Luxemburg, Wallonien und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens auseinander. Heute eignet sich die Großregion als eng verflochtener Kooperationsraum in besonderer Weise zum Vergleich und zur Diskussion der unterschiedlichen nationalen Ansätze der Erinnerungsarbeit. Hier wurde 2016 erstmals eine interregional besetzte Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um Möglichkeiten der Vernetzung der Gedenk- und Erinnerungsorte zu erarbeiten und Perspektiven der Darstellung und Vermittlung zu diskutieren.

Ein Ergebnis der intensiven Zusammenarbeit ist die interaktive Website „Land of Memory“- Gedenk- und Erinnerungsorte in der Großregion.
Mit dem Kolloquium soll nun eine öffentliche Diskussion mit Expertinnen und Experten zur Bedeutung von Kunst und Kultur in der Gedenkstätten- und Erinnerungsarbeit angestoßen werden. Die zentrale Frage dabei ist, wie man mit innovativen künstlerischen Konzepten neue Wege findet, die Bevölkerung - und hier insbesondere die Jugend - anzusprechen.

Programm:
10.00 Uhr: Eröffnung durch Ulrich Commerçon, Minister für Bildung und Kultur des Saarlandes

10.15 bis 10.30 Uhr: Präsentation Internetseite „Land of Memory“

10.30 bis 11.30 Uhr: „Kunst in Gedenkstätten und an Erinnerungsorten“
Vortrag: „Im Auftrag der Erinnerungsarbeit“ - Gedanken zur Kunst in Gedenkstätten und an Erinnerungsorten“
Prof. Dr. Stefanie Endlich, Universität der Künste Berlin
Diskussion: „Gut gemeint, auch gut gemacht? Zum Verhältnis von Kunst und Alltag an Erinnerungsorten und Gedenkstätten“
Volker Gallé, Vorsitzender des Kunst- und Kulturbeirats zur politischen Bildung in Rheinland-Pfalz und Frédérique Neau-Dufour, Direktorin Centre européen du résistant déporté (CERD) sowie  der Gedenkstätte und Museum KZ Natzweiler-Struthof

11.30 bis 11.45 Uhr: Kaffeepause

11.45 bis 12.45 Uhr: „Erinnerung in der Generation Postmemory“
Vortrag: „Über das Zeitalter des Zeitzeugen hinaus. Postmemory und Intermedialität heute“
Prof. Sébastien Fevry, Universität UC Louvain (Belgien), Schule für Kommunikation, Leiter GRICAM (Gruppe für interdisziplinäre Wissenschaft der Künste und Kulturen im Wandel)
im Wechsel mit
Rückreise. Szenen aus „Palatschinken“ („Palacinche“) von Caterina Sansone und Alessandro Tota nacherinnert mit Text (deutsch/französisch), Bild und Geräusch
Liquid Penguin Ensemble (Katharina Bihler, Élodie Brochier, Stefan Scheib), Saarbrücken

13.00 bis 14.00 Uhr: Mittagspause

14.00 bis 15.00 Uhr: „Künstlerische Techniken in der Erinnerungsarbeit“
Vortrag: „…geht auch mit Kunst“ - Erinnerung ohne Erinnerung – künstlerische Vermittlungsansätze“
Juliane Heise, Institut für Kunst und visuelle Kultur, Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg
Diskussion: „Erfahrungen und Herausforderungen der Erinnerungsarbeit mit Formen künstlerischer Vermittlung“
Frank Schroeder, Direktor Musée national de la Résistance, Esch-sur-Alzette und Luisa Lehnen, Mitarbeiterin Lernort Zivilcourage & Widerstand e.V., Projekt Lernort Kislau

15.00 bis 16.00 Uhr: „Aspekte der Erinnerungsarbeit in der Großregion“
Diskussion:  „Perspektiven und Projekte“
Prof. Dr. Mechthild Gilzmer, Romanische Kulturwissenschaften und Interkulturelle Kommunikation, Fachbereich Romanistik, Universität des Saarlandes und Studierende des Fachbereichs Romanistik der Universität des Saarlandes sowie Studierende des Fachbereiches Romanische Kulturwissenschaften und Interkulturelle Kommunikation an der Universität des Saarlandes

Tagungsmoderation: Barbara Renno (SR2 Kulturradio)

Die Veranstaltung wird simultan (Deutsch/Französisch) übersetzt.

Anmeldung bis zum 12. April 2018 unter: grossregion@kultur.saarland.de.

Kontakt

INTERREG-Programm Großregion