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Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 

Landwirtschaftsminister Jost übt Kritik an Jamaika-Sondierern: Bessere Bedingungen für Landwirte statt Ideologie

Pressemitteilung vom 03.11.2017 - 14:15 Uhr

„Das war kein guter Tag für die Landwirtschaft“, kommentiert der saarländische Landwirtschaftsminister Reinhold Jost den medial geführten Streit der Grünen und der CSU nach den Sondierungsgesprächen in Berlin am Donnerstag. „Die Art des hier gezeigten Umgangs miteinander lässt für die weiteren Verhandlungen nichts Gutes ahnen.“
Jost fordert, „auf beiden Seiten die ideologischen Scheuklappen abzulegen und die Rahmenbedingungen für die Landwirte – ob sie nun konventionellen oder öko-logischen Anbau betreiben – zu verbessern“. Dazu gehöre: verlässliche Vorgaben und Planungssicherheit für die Landwirte, Schluss mit dem Gießkannenprinzip bei der Förderung und mehr Unterstützung für Betriebe, die auf benachteiligten Standorten wie im Saarland wirtschaften.
Der Minister plädiert im Sinne einer zukunftsfähigen Landwirtschaft dafür, den Tier- und Umweltschutz zu stärken, „natürlich müssen die Landwirte dafür einen angemessenen Ausgleich erhalten“.
Keinesfalls zielführend sei es in diesem Zusammenhang, vorhandene Gräben zwischen konventionellen und Öko-Landwirten zu vertiefen, betont der Landwirtschaftsminister. „Das Saarland hat bereits gezeigt, wie ein guter Weg aussehen kann. Fast 16 Prozent unserer landwirtschaftlichen Fläche wird ökologisch bewirt-schaftet. Damit liegen wir bundesweit an der Spitze. Bis zum Jahr 2022 soll dieser Flächenanteil auf 25 % ausgeweitet werden. Und wir haben in langen Verhandlungen mit der europäischen Kommission im letzten Jahr viel erreicht. Von den rund 88.000 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche im Saarland wurden von der Kom-mission rund 82.000 ha als von Natur aus benachteiligte Gebiete – also Standorte mit schwierigen Produktionsbedingungen und vergleichsweise niedrigem Ertragspotenzial – anerkannt. Mit der Anerkennung der neuen Gebietskulissen können wir die Landwirtschaft im Saarland seit diesem Jahr fördern.“