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Landwirtschaft und ländlicher Raum
 

Absatzförderung

Die Agrar- und Ernährungswirtschaft kann ihre Waren bundesweit, im Binnenmarkt der EU sowie auf den Drittlandsmärkten international absetzen. Dabei können sie durch verschiedene Wege der Absatzförderung von der öffentlichen Hand unterstützt werden. Die Maßnahmen sollen geeignet sein, das Ansehen der in der europäischen Gemeinschaft erzeugten landwirtschaftlichen Produkte zu steigern und den Verbraucher über qualitative und ernährungswissenschaftliche Aspekte sowie die Sicherheit der Lebensmittel und ihre Produktionsweise zu informieren.

Förderung auf regionaler Ebene

Auf regionaler Ebene bietet das Saarland  seit Oktober  2015 den anerkannten Erzeugerorganisationen und Interessengemeinschaften der regionalen Erzeugung in Landwirtschaft und Gartenbau finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung eigener Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen an. Die vollständige  „Richtlinie zur Förderung der Vermarktung regionaler oder ökologischer Erzeugnisse“ SANI Nr: SA.43217 ist unter „Förderung“ zu finden. Über diese Richtlinie können „Aktionstage“ der ökologischen oder konventionellen Landwirtschaft, Messebeteiligungen und Ausstellungen von Vereinen und Verbänden von Landwirtschaft und Gartenbau, Öffentlichkeitsarbeit, Wettbewerbe, aber auch Marktforschung für neue Wege in der regionalen Vermarktung unterstützt werden. Dazu passende Beratungsangebote für Erzeugerbetriebe können zusätzlich gefördert werden.


Förderung auf nationaler und internationaler Ebene

EU-Absatzförderungsprogramme können europäischen Erzeugern im harten weltweiten Wettbewerb helfen, indem sie den Verbrauchern die Qualität und die Normen bewusst machen, denen europäische Erzeugnisse genügen müssen.   Absatzförderungsmaßnahmen sind zum Beispiel Werbekampagnen in Presse, Fernsehen und Rundfunk oder im Internet, Information an den Verkaufsorten (VKF/POS), Öffentlichkeitsarbeit, Beteiligung an Ausstellungen und Handelsmessen.   Branchen- und Dachverbände können ab 1.12.15 einmal im Jahr sowohl Anträge für Programme im Binnenmarkt als auch in Nicht-EU-Ländern (sog. Drittländern) direkt bei der EU vorlegen. Die Zuschüsse der EU können bei Einzellandprogrammen im Binnenmarkt 70%, bzw. bei Einzellandprogrammen in Drittländern sowie bei Mehrländerprogrammen 80% betragen. Ansprechpartner für diese Programme ist in der Bundesrepublik Deutschland die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Operationelle Programme anerkannter Erzeugerorganisationen für Obst und Gemüse

Im Rahmen der „gemeinsamen Marktorganisation der Agrarmärkte“ unterstützt die EU den Obst- und Gemüsesektor durch marktlenkende Maßnahmen. Erzeugerorganisationen sind die wichtigsten Akteure in der Obst- und Gemüseregelung.  Angesichts der stetig zunehmenden Nachfragekonzentration stärkt eine derartige Bündelung des Angebots die Marktstellung der Erzeuger. Die Obst- und Gemüseregelung der EU unterstützt operationelle Programme anerkannter Erzeugerorganisationen (EO) durch Finanzhilfen für ihren Betriebsfonds. Weiterführende Informationen sind den entsprechenden Links in der rechten Spalte zu entnehmen.


Kontakt

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Dorothee Wehlen
Referat B/2
Agrarpolitik, Landwirtschaftliche Erzeugung, Ernährung
Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-4349
Telefax
(0681) 501-4314