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Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 

Bienen schützen heißt Menschen schützen: vier Bienenvölker angesiedelt – neue Blühwiese eingesät – Landtag geht mit gutem Beispiel voran

02.05.2019 -

Landtagspräsident Stephan Toscani und Umweltminister Reinhold Jost setzten ein Zeichen zum Schutz der Bienen. Im Garten des Landtages streuten sie heimisches Saatgut für eine knapp 200m² große Blühwiese. Diese wird Nahrungsgrundlage für vier Bienenvölker sein, die dank des Vorsitzenden des Landesverbandes saarländischer Imker e.V., Dr. Christian Pfeil, heute im Landtagsgarten ihre Heimat fanden.

Landtagspräsident Stephan Toscani und Umweltminister Reinhold Jost streuen heimisches Saatgut für eine Blühwiese im Landtagsgarten.
Landtagspräsident Stephan Toscani und Umweltminister Reinhold Jost streuen heimisches Saatgut für eine Blühwiese im Landtagsgarten.

„Obst- und Gemüseerträge wären bis zu 90 Prozent geringer, wenn die Bestäubung durch Insekten wegfiele. Es gilt, deren Lebensraumbedingungen zu verbessern.  Deshalb geht der Landtag mit gutem Beispiel voran,“ betonte Landtagspräsident Stephan Toscani.
Bienen brauchen vor allem blühende Wiesen, naturbelassene Randstreifen und extensiv beweidetes Grünland. Eine wichtige Maßnahme zur Verbesserung ihres Nahrungsangebotes ist daher das Aussäen spezieller Insektenweidemischungen aus heimischem Saatgut.

Auch das Anlegen von Blühflächen im Stadtraum gilt als unterstützende Maßnahme im Sinne der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). „Blühflächenprogramme wie ‚Dem Saarland blüht was‘ sind gute Beispiele, wie auch in Zukunft saarländische Kommunen zur bienenfreundlichen Gestaltung öffentlicher Plätze bewegt werden können,“ erklärte Umweltminister Reinhold Jost. „Ich freue mich, dass sich der Landtag ebenfalls daran beteiligt.“

„Das Vorkommen und Wohlergehen von Bienen und Bestäuberinsekten allgemein ist ein guter Indikator für eine gesunde und intakte Umwelt. Jeder Einzelne kann zum Wohl der Insekten beitragen, indem er zum Beispiel Grünstreifen und Blühwiesen anlegt. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Insektenvielfalt zu bewahren. Wir möchten als gutes Beispiel vorangehen, indem wir einerseits Blühflächen anlegen und andererseits in die Haltung der Honigbiene einsteigen“, betonten der Landtagspräsident und der Umweltminister.

„Der Landesverband Saarländischer Imker (LSI) e.V. unterstützt den Landtag des Saarlandes sehr gerne beim Start in die Bienenhaltung. Der LSI versteht diesen Schritt als öffentlichkeitswirksames Signal zur Unterstützung insektenfördernder Maßnahmen im Saarland,“ sagte Dr. Christian Pfeil. „Tatsache ist: Bienenschutz ist Insektenschutz. Das Wohl der Insekten ist Imkerinnen und Imkern immer ein Herzensanliegen.“
Auch die Vögel kamen nicht zu kurz: Sebastian Fellinger von der Regionalstelle Merzig des THW überreichte dem Landtag einen Nistkasten, den Jugendliche der THW-Ortsverbände ehrenamtlich gebaut hatten.