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Statistik
 

Inflationsrate im Saarland bei 1,4 Prozent

Pressemitteilung vom 31.05.2019 - 10:00 Uhr

Die Verbraucherpreise im Saarland lagen im Mai 2019 um 1,4 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahresniveau. Gegenüber dem Vormonat April hat sich der Verbraucherpreisindex nach Angaben des Statistischen Amtes um 0,1 Prozent auf einen Wert von 105,1 (Basis 2015=100) erhöht.

Im Jahresvergleich sind die Wohnungsmieten um 1,3 Prozent und die Preise für Haushaltsenergie um durchschnittlich 4,1 Prozent gestiegen. Während sich die Heizölpreise im Schnitt um 4,4 Prozent über dem Vorjahreslevel bewegten, fiel der durchschnittliche Preisanstieg bei Gas mit 5,5 Prozent höher aus. Noch kräftiger war der Anstieg bei der Fernwärme (+ 7,4 %), wohingegen die Strompreise um 2,4 Prozent angezogen sind. Die Kraftstoffpreise an den Tankstellen lagen im Schnitt um 4,0 Prozent höher als im Mai vergangenen Jahres. Diesel verteuerte sich mit 1,4 Prozent weniger stark als Benzin mit 5,0 Prozent.

Eine unterdurchschnittliche Preisentwicklung konnte bei Nahrungsmitteln beobachtet werden, die sich binnen Jahresfrist um 0,4 Prozent verteuert haben. Fleisch- und Fleischwaren (-0,1 %) sowie Fische, Fischwaren und Meeresfrüchte (+ 0,2 %) lagen ebenso wie Molkereiprodukte und Eier (+ 0,2 %) auf Vorjahresniveau. Obst war sogar um durchschnittlich 8,0 Prozent preiswerter, wohingegen Gemüse um 6,5 Prozent teurer war. Ursache war ein Anstieg der Kartoffelpreise um 29,8 Prozent.

Während Pauschalreisen dieses Jahr um 9,0 Prozent günstiger gebucht werden konnten als noch vor 12 Monaten, stiegen die Preise in Gaststätten und in der Beherbergung um 2,4 bzw. 3,7 Prozent an.


Die Presseinformation enthält vorläufige Ergebnisse der Berechnungen zum saarländischen Verbraucherpreisindex. Endgültige Ergebnisse werden mit dem Statistischen Bericht MI2 im Internet veröffentlicht (www.statistik.saarland.de).
Erläuterung: Eine Inflationsrate (Veränderung des Verbraucherpreisindexes) von 2,0 Prozent bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein Verbraucher für einen unveränderten Warenkorb, der vor einem Jahr z. Bsp. 1.000 Euro gekostet hat, heute 20 Euro oder 2,0 Prozent mehr ausgeben müsste. Dieser Warenkorb beinhaltet nahezu alle Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten gekauft werden. Neben Nahrungsmitteln und Getränken sind Wohnungsmieten ebenso enthalten wie Bekleidungsartikel, Urlaubsreisen oder Friseurdienstleistungen. Preissteigerungen bei einer Reihe von Gütern stehen stets auch Preissenkungen bei anderen gegenüber. Die Preisentwicklung der einzelnen Güter wird bei der Ermittlung des Verbraucherpreisindexes entsprechend der jeweiligen Ausgabenanteile eines Durchschnittshaushaltes berücksichtigt.