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Frauen und Gleichstellung
 

Familienminister Andreas Storm: der Sozialdienst katholischer Frauen ist unverzichtbarer Bestandteil und verlässlicher Partner der sozialen Infrastruktur im Saarland

Pressemitteilung vom 10.06.2012 - 11:30 Uhr

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) im Saarland am 11. Juni 2012 unterstreicht der saarländische Familienminister Andreas Storm die hervorragende Arbeit des Frauen- und Fachverbandes. „Der Sozialdienst katholischer Frauen ist ein unverzichtbarer Bestandteil der sozialen Infrastruktur im Saarland. Den Frauen, die all die Jahre Verantwortung getragen haben, danke ich sehr für ihr großes Engagement. Sie haben es verstanden, sich den jeweiligen sozialpolitischen Herausforderungen ihrer Zeit zu stellen. Damit ist es ihnen immer wieder gelungen, vielen Menschen, die ihrer Hilfe bedurften, eine verlässliche Stütze zu sein“, so der Minister.

„Der Sozialdienst katholischer Frauen hat es verstanden, seine Dienstleistungsangebote ständig den Anforderungen der sich wandelnden Gesellschaft anzupassen und die Hilfeangebote entsprechend zu erweitern. Als jüngstes Beispiel sei die vor fünf Jahren begonnene landesweite Arbeit der Beratungs- und Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt genannt, mit der sich der SkF wieder einer neuen Herausforderung gestellt hat und deren Arbeit wir erst vor wenigen Wochen mit einer Jubiläumsveranstaltung gemeinsam gewürdigt haben. Aber nicht nur in diesem Bereich, auch in den anderen Arbeitsfeldern wie dem Adoptions- und Pflegekinderdienst, dem Bereich der Betreuungen, den Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen oder der Allgemeinen Sozialberatung war und ist uns der Sozialdienst katholischer Frauen stets ein verlässlicher Partner“.

Hintergrund
Der Sozialdienst kath. Frauen wurde 1899 von Agnes Neuhaus in Dortmund gegründet, mit dem Ziel Frauen und ihren Familien in Not- und Konfliktsituationen zu helfen. 1903 wurde der Verein in „Katholischer Fürsorgeverein für Mädchen, Frauen und Kinder“. Agnes Neuhaus erkannte bald, dass neben ehrenamtlicher Arbeit, die auch Schulung verlangte, fachliche Hilfe für die komplizierten Nöte erforderlich war. In unermüdlicher Arbeit hat sie viele Ortsverbände gegründet - bis 1919 waren es 112 -, die von ehrenamtlichen Vorständen verantwortet und mit beruflichen Fachkräften ausgestattet wurden. Bereits 1903 gründete Agnes Neuhaus den "Zentralverband der katholischen Fürsorgevereine".

In Alt-Saarbrücken kam es am 11. Juni 1912 zur Gründung des „Katholischen Fürsorgevereins“ in den der „Verein für Frauenbestrebungen“ mit aufgenommen wurde. Heute ist der SkF ein selbständiger Frauen- und Fachverband im Deutschen Caritasverband. Seine Arbeitsfelder sind: Kinder- und Jugendhilfe, Hilfe für Gefährdete, Hilfe für Frauen in Not. Er setzt sich ein für Frauen und Familien, sowie Kinder und Jugendliche, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Ihnen sowie Frauen, die benachteiligt sind, und solchen, die sich ausgegrenzt fühlen, bietet der SkF Beratung, Unterstützung und konkrete Hilfe an.

Die Tätigkeit des SkF im Saarland umfasst folgende Bereiche:
• Betreuungen für Erwachsene nach dem BtG
• Adoptions- und Pflegekinderdienst
• Schwangerschaftsberatung
• Allgemeine Sozialberatung
• Beratungs- und Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt
• Therapeutische SchülerInnengruppe
• Aufnahmeeinrichtung für Frauen in Not- und Konfliktsituationen (Elisabeth-Zilken-Haus)
• Frauenhaltepunkt für wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen