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Frauen und Gleichstellung
 

Arbeitsministerin Bachmann: „Schlecker-Beschäftigte brauchen sofort Unterstützung bei der Suche nach neuer Arbeit und beruflicher Qualifizierung“

Pressemitteilung vom 15.03.2012 - 08:55 Uhr
Nachdem sich jetzt abzeichnet, wie viele Schlecker-Filialen von der Schließung und wie viele Beschäftigte von der Entlassung hier im Saarland betroffen sein werden, hat Ministerin Bachmann sofort die Bereitschaft zur Unterstützung signalisiert: „Wir müssen jetzt sofort handeln und den überwiegend weiblichen Beschäftigten konkrete Hilfe und Unterstützung anbieten.“

Laut Arbeitsministerin Bachmann darf nicht abgewartet werden, ob der Bund bereit ist, das zum Monatsende auslaufende Insolvenzausfallgeld für die Schlecker-Beschäftigten zu verlängern: „Wenn dazu aktuell die Rechtsgrundlage fehlt, nützt uns keine Initiative in Richtung Bundesregierung, die etwa 100 betroffenen Frauen brauchen sofort und unmittelbar konkrete Hilfe.“

Die Arbeitsministerin hat auch klare Vorstellungen, wie diese Hilfe aussehen muss: „Wir dürfen auch nicht tatenlos abwarten, ob und wann eine Transfergesellschaft vom Unternehmen Schlecker in Baden-Württemberg gegründet wird – was wir jetzt brauchen, ist eine Qualifizierungs- und Vermittlungsoffensive für die Frauen.“ Dazu wird neben der Landesregierung auch die Arbeitsagentur gebraucht. „Wir sind schon seit Tagen nicht nur in enger Abstimmung und in Gesprächen mit Verdi-Saar, sondern auch mit der Leitung der Arbeitsagentur. Wir alle stehen Gewehr bei Fuß, um die Beschäftigten individuell zu beraten und zu betreuen.“

Wie die Ministerin ausführt müssen diese Aktivitäten sowohl eine gute Unterstützung zur Vermittlung auf andere Arbeitsplätze ebenso beinhalten wie auch Maßnahmen zur Verbesserung der beruflichen Qualifikation. „Auch wenn die Unternehmensleitung über Jahre hinweg eklatante Managementfehler begangen hat, dürfen wir die Schlecker-Beschäftigten hier im Saarland nicht im Regen stehen lassen. Die Sanierung des Unternehmens darf nicht auf dem Rücken und zu Lasten der Beschäftigten bei Schlecker ausgetragen werden. Wir brauchen eine regelrechte Qualifizierungsoffensive, denn daran hat es in der Vergangenheit in der Firma völlig gemangelt. Dazu bietet die Landesregierung gemeinsam mit der Arbeitsagentur konkrete Unterstützung für alle betroffenen Beschäftigten an.“