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Frauen und Gleichstellung
 

Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur: „Wirtschaft plus Familie gleich Wachstum“ - Stadtwerke Homburg gehen mit gutem Beispiel voran

Pressemitteilung vom 25.03.2009 - 16:00 Uhr

Elf Bundesländer haben zu einer gemeinsamen Aktionswoche aufgerufen – unter der Überschrift „Wirtschaft + Familie = Wachstum“. In dieser Woche sind deshalb bundesweit zahlreiche Tagungen, Diskussionen und Konferenzen vorgesehen. „Eine familienbewusste Personalpolitik trägt nicht nur zum Erhalt, sondern auch zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen bei“, sagt Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Die Stadtwerke Homburg gehen mit gutem Beispiel voran.

Die Homburger Stadtwerke sind nämlich das erste Unternehmen, das die vom Land geförderte Beratung zur Vereinbarkeit und Familie und Beruf in Anspruch nimmt. Die Stadtwerke haben den ersten Förderantrag gestellt und den Zuwendungsbescheid Nummer Eins erhalten. Kramp-Karrenbauer übergab ihn am Mittwoch im Rahmen eines Pressegesprächs und sagte: „Die Vereinbarkeit von Berufs-, Privat- und Familienleben ist zu einer wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Schlüsselfrage geworden.“ Zusammen mit dem Beratungsunternehmen Fauth-Herkner & Partner aus München haben die Stadtwerke ein Konzept zur Umsetzung von familienfreundlichen Maßnahmen entwickelt.

Dabei geht es konkret darum, mit einem speziellen Programm während der Elternzeit Kontakt zur Mitarbeiterin zu halten, die Führungskräfte zum Thema Familie und Beruf zu schulen, eine Projektgruppe „Telearbeit“ zu gründen, einen Mitarbeiter-Gesundheitstag zu organisieren, eine fester Rubrik in der Mitarbeiterzeitschrift zum Thema „Beruf und Familie“ einzurichten sowie am Runden Tisch in Homburg teilzunehmen. Bei diesem Runden Tisch unterstützen sich Unternehmen in Homburg gegenseitig zum Beispiel bei der Kinderbetreuung.

Mit der Phast GmbH hat sich zudem ein weiteres Homburger Unternehmen beraten lassen. Für die junge Belegschaft von Phast steht das Thema Kinderbetreuung im Vordergrund. „Nicht nur Unternehmen wie die Phast GmbH“, so Ministerin Kramp-Karrenbauer, „stehen vor der Frage, wie es gelingen kann qualifizierte Mütter und Väter zügig wieder für den Betrieb zu gewinnen, ohne dass die Eltern vor einem Betreuungsproblem stehen“.

Betriebsnähe und Flexibilität in Bezug auf bedarfsgerechte Betreuungszeiten, das sind die zentralen Anliegen, die in Punkto Kinderbetreuung von der saarländischen Wirtschaft formuliert werden. Für diese, wie auch alle weiteren Fragen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht die Servicestelle „Arbeiten und Leben im Saarland“ als Ansprechpartner zur Verfügung. Sie hat am 1. Oktober letzten Jahres ihre Arbeit aufgenommen. Die Servicestelle beantwortet Fragen zu familienfreundlichen Maßnahmen im Betrieb, stellt Kontakt zu Behörden, Kommunen und Einrichtungsträgern her und unterstützt die Firmen bei der Entwicklung betriebsindividueller Konzepte. Besonders hervorzuheben ist, dass die Unternehmen alle Serviceleistungen kostenlos und aus einer Hand erhalten.

Die ALS geht auf eine gemeinsame Initiative der Landesregierung und der saarländischen Wirtschaftsorganisationen IHK, HWK und VSU zurück. Sie ist bei der Zentrale für Produktivität und Technologie (ZPT) organisatorisch angesiedelt und in Räumen der IHK Saarland untergebracht. Die Aufgaben der Servicestelle ALS werden von Frau Ute Knerr (Tel.: 0681 9520 -460) wahrgenommen.