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Frauen und Gleichstellung
 

Innenministerin Annegret Kramp-Karrenbauer eröffnete Beratungs- und Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt

Pressemitteilung vom 23.04.2007 - 15:01 Uhr

Anlässlich der offiziellen Eröffnungsveranstaltung der Beratungs- und Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt am Montag, den 23. April 2007, informierte Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerin für Inneres, Familie, Frauen und Sport, die Öffentlichkeit über das landesweite Beratungsangebot mit dem der Schutz für Opfer häuslicher Gewalt weiter verbessert wird.

"Bereits im Jahr 2004 haben wir damit begonnen, ein umfangreiches Maßnahmenpaket gegen häusliche Gewalt auf der Interventionsebene der Vollzugspolizei umzusetzen, das einen verbesserten Schutz der Opfer und das konsequente Einschreiten gegen die Täter zum Ziel hat. Diese Maßnahmen in Verbindung mit den rechtlichen Möglichkeiten des Gewaltschutzgesetzes haben zu einer zunehmenden Anzeigebereitschaft der Betroffenen geführt", sagte Ministerin Kramp-Karrenbauer in Saarbrücken.

Viele Opfer häuslicher Gewalt sind infolge jahrelanger Misshandlungen und Einschüchterungen nicht zu dem ersten Schritt der selbständigen Kontaktaufnahme zu einer Beratungsstelle in der Lage. Ministerin Kramp-Karrenbauer: "Wir sind deshalb sehr froh, dass der Sozialdienst katholischer Frauen in Kooperation mit dem Caritasverband für Saarbrücken und Umgebung die Beratungs- und Interventionsstelle, die aus Landesmitteln gefördert wird, eingerichtet hat, um den Betroffenen psychosoziale und rechtliche Erstberatung nach dem pro-aktiven Beratungsansatz anzubieten. Die Interventionsstelle ist damit sozusagen Bindeglied zwischen der polizeilichen Intervention und der Inanspruchnahme gerichtlichen Rechtsschutzes."

Die Mitarbeiterinnen der Interventionsstelle nehmen nach der Information durch die Polizei über einen Einsatz bei häuslicher Gewalt, schnellstmöglich Kontakt zu den Opfern auf, gehen somit aktiv auf diese zu und bieten in der Regel bereits am folgenden Tag spezialisierte und professionelle Unterstützung an. Die Beratungsstelle hat am 2. April ihre Arbeit aufgenommen. Erste Beratungsgespräche haben bereits stattgefunden und wurden von den gewaltbetroffenen Frauen als sehr hilfreich erlebt.

"Ganz besonders wichtig war uns, dass die Beratungsstelle auch ein eigenständiges Hilfeangebot für Kinder und Jugendliche vorhält, die im Haushalt von erwachsenen Opfern häuslicher Gewalt leben und von Gewalt selber betroffen sind oder häusliche Gewalt miterleben mussten. Denn auch das Miterleben häuslicher Gewalt stellt immer eine Gefährdung des Kindeswohls dar. Wir wollen damit erreichen, dass der besondere Schutz- und Hilfebedarf dieser Kinder künftig stärker Beachtung findet. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen soll damit verbessert und ihnen Möglichkeiten zur Bewältigung der Gewalterfahrung aufgezeigt und entsprechend des Hilfebedarfs weiterführende Hilfeangebote vermittelt werden", so die Ministerin.

Von Gewalt betroffene Frauen können sich auch direkt an die Beratungs- und Interventionsstelle im Haus der Caritas, Johannisstraße 2 in 66111 Saarbrücken wenden oder die Beraterinnen unter der Telefonnummer 0681–37 99 610 erreichen.

Ministerium für Inneres, Familie, Frauen und Sport