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Aktionstag Handy für weiterführende Schulen im Saarland

Das Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.V. (NES) bietet im Rahmen der Handy-Aktion: „Hol die Gruftis raus!“ einen Aktionstag für Schulen an

20.10.2014 -

Die Handy-Kampagne bietet in idealer Weise eine Plattform, um Jugendliche an komplexe Themen heranzuführen. Am Beispiel „Handy“ können Aspekte wie zum Beispiel „Ökologischer und sozialer Rucksack“, „Ressourcenverbrauch“ und „Klimawandel“, „Gerechtigkeit bei Arbeitsbedingungen und Lebenschancen für alle Menschen“  oder „Fairer Handel“ und vieles mehr konkret, anschaulich und praxisorientiert von den Schülerinnen und Schülern bearbeitet werden.

Eine global nachhaltige Entwicklung ist nicht erreichbar ohne eine Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Eine global nachhaltige Entwicklung ist nicht erreichbar ohne eine Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Das Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.V. bietet im Rahmen der Kampagne einen Aktionstag für Schulen an. Ausgehend von der persönlichen Betroffenheit beim Thema Handy können die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Schwerpunkte verfolgen und kreative Aktionen entwickeln. Von der Produktion, über den Handel, Nutzungsformen und Entsorgung werden von den Schülern die wichtigsten Probleme identifiziert sowie Ursachen und Symptome beleuchtet. Zentral ist jedoch die Frage, wie das Thema persönlich und kreativ aufgearbeitet und anderen Menschen zugänglich gemacht werden kann. Daher steht im Mittelpunkt des Aktionstages die Ausarbeitung und/ oder Umsetzung von Aktionsideen an Schulen, in der Öffentlichkeit oder im persönlichen Umfeld der Schülerinnen und Schüler.

Der Aktionstag orientiert sich an kreativ-emanzipatorischen Aktionsformen mit dem Ziel, Diskussionen zu eröffnen und Handlungsoptionen zu entwickeln.

  • Zeitrahmen:  6 Unterrichtsstunden

  • Gruppengröße: bis 30 Schüler

  • Klassenstufen: 7-13

  • Schulform:  alle weiterführenden Schulen

Kontaktmöglichkeiten und ausführliche Informationen finden Sie in den Informationskästen rechts.

Projekte für Entwicklungszusammenarbeit vorschlagen

Projekte für Entwicklungszusammenarbeit vorschlagen

Der Erlös der Sammelaktion im Rahmen der Handykampagne kommt zwei Projekten der Entwicklungszusammenarbeit zugute. Damit unterscheidet sich unsere saarländische Aktion von anderen, weil sie den im Motto formulierten Anspruch, Nachhaltigkeit und Verantwortung miteinander zu verbinden, einlöst. Der Erlös aus der Weiterverwertung der Handys soll nämlich Projekten von örtlichen Nicht-Regierungs-Organisationen in sog. Entwicklungsländern zufließen und damit die Übernahme von Verantwortung ermöglichen. Die Schulen sind aufgefordert, entsprechende Projekte, die sie unterstützen möchten, dafür zu nominieren. Die Auswahl erfolgt durch eine Jury.

Darüber hinaus können die Schulen/Klassen/Einzelteilnehmer ihre Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Thema der Kampagne dokumentieren und beim Kreativ-Wettbewerb einreichen (s. Infokasten rechts). Für die besten Beiträge werden Preise ausgelobt.

Nachhaltigkeit und Verantwortung – wir freuen uns, wenn Sie und Ihre Schulen mitmachen!


Mobil, smart und verantwortungsbewusst. Handys nachhaltig nutzen!

Logo EZ Hände Global

Die sogenannte Handy-Kampagne, die die Landesregierung unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer am 25. September auf den öffentlichen Weg gebracht hat, thematisiert zwei Anliegen, die im Ministerium für Bildung und Kultur von zentraler Bedeutung sind, nämlich die Bildung für nachhaltige Entwicklung und damit verbunden auch das Thema „Entwicklungszusammenarbeit“.

Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit hat das Ministerium sich zum Ziel gesetzt, im Dialog mit den entwicklungspolitisch tätigen Nicht-Regierungs-Organisationen dazu beizutragen, weltweit Armut zu bekämpfen, Frieden zu sichern, Demokratie zu verwirklichen und die Globalisierung gerechter zu gestalten. Leitbild des Handelns ist eine global nachhaltige Entwicklung. Die Millenniumserklärung der Vereinten Nationen und die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenzen von 2008 und 2014 bilden dafür den programmatischen Rahmen.
Eine global nachhaltige Entwicklung ist nicht erreichbar ohne eine Bildung für nachhaltige Entwicklung. Wenn man die Frage „Wie wollen wir leben, damit globale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit keine Utopien bleiben?“ nicht nur beantworten können, sondern die Antwort auch ins Handeln münden soll, dann benötigt man

  1. Wissen, um etwas „in Gang“ setzen zu können und um teilhaben zu können an der Planung und Umsetzung lokal und global zukunftsfähiger Lebensentwürfe. Erforderlich sind
  2. ein verändertes, ein vernetztes Denken, um die verschiedenen Optionen des Handelns im Hinblick auf ihre Nachhaltigkeit einschätzen zu können, sowie
  3. nachhaltigkeitstaugliche Normen und Werte, aber auch
  4. Eigenschaften wie Offenheit, Empathie und Kreativität.

Professor Gerhard De Haan, Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, fasst dieses Wissen und diese Fertigkeiten mit dem Begriff „Gestaltungskompetenz“ zusammen. Bildung für nachhaltige Entwicklung dient dem Erwerb von Gestaltungskompetenz.
Schule hat den Anspruch und die die wichtige Aufgabe, Kompetenzen zu vermitteln, die für eine Teilhabe an der Planung und Umsetzung nachhaltiger und damit lokal und global zukunftsfähiger Lebensentwürfe erforderlich sind.

Die geschilderten zahlreichen Facetten und die beschriebenen Ziele, die wir mit der Kampagne verbinden, machen deutlich, dass die Aktion über eine reine Sammelaktion von gebrauchten Handys hinausgeht.
Eine wirksame Bildung für nachhaltige Entwicklung und zum Globalen Lernen muss die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler einbeziehen. Das Handy bzw. das Smartphone ist für viele Menschen, insbesondere für Jugendliche, inzwischen längst zum unverzichtbaren Begleiter, zum Massenkulturgut, geworden. Es erfüllt nicht mehr nur das Grundbedürfnis, damit mobil telefonieren zu können. Das Smartphone bestimmt, wann, auf welche Weise und mit wem Jugendliche kommunizieren, es ist darüber hinaus ein Unterhaltungsgegenstand, ein Statussymbol, steht für die Gruppenzugehörigkeit und sorgt für Gemeinsamkeit und Abgrenzung. Es ist ein Mittel, mit dem Jugendliche sich organisieren, schlimmstenfalls Gewalt ausüben, aber auch Konflikte bereinigen.

Hilfe und Unterstützung bei der Umsetzung von Inhalten der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und des Globalen Lernens in der Schule erfahren Lehrkräfte durch das beim Landesinstitut für Pädagogik und Medien eingerichteten Zentrums Bildung für nachhaltige Entwicklung. Lehrerinnen und Lehrern aller Schulformen und aller Fächer erhalten Unterstützung in Form von Informationen und Beratung, durch Fortbildungsveranstaltungen und pädagogische Tage und indem geeignete Materialien, Medien und Literatur zur Verfügung gestellt werden. Viele Schulen tauschen sich regelmäßig in dem BNE-Netzwerk der Schulen aus.


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Kontakt NES

Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e. V.
Haus der Umwelt
Jean-Philippe Baum
Projekt Globales Lernen macht Schule
Evangelisch-Kirch-Straße 8
66111 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 938 52 35

Kreativ-Wettbewerb

Kreativ-Wettbewerb

Schulgemeinschaften, Klassen oder einzelne Schüler können eigene Beiträge zur Kampagne erarbeiten und zur Prämierung einreichen. Eine Jury wählt die besten Beiträge aus.