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Waldbild des Monats

Das Eichhörnchen

Bauernregel: Wenn's im Hornung (Februar) nicht schneit, kommt die Kält zur Osterzeit.

Waldbild des Monats Februar
Waldbild des Monats Februar
Eichhörnchen

Eichhörnchen sind tagaktive Baumbewohner und leben bevorzugt in Nadel, Laub- und Mischwäldern, aber auch in Gärten und Parks. Wichtig ist das Vorkommen von fruchttragenden Bäumen für eine abwechslungsreiche und stabile Nahrungsgrundlage. Im Herbst verstecken Eichhörnchen Vorräte für den Winter.
Um die Nahrung wiederzufinden, nutzen die Tiere ihren Geruchsinn – an die genaue Lage des Verstecks erinnern sie sich nämlich nicht, auch wenn dies oft vermutet wird. Aus diesem Grund legen Eichhörnchen mehrere Verstecke an. Häufig werden die Vorräte nicht gefunden, sodass die eingegrabenen Samen im Frühjahr zu keimen beginnen. Beim Waldaufbau besetzen die Eichhörnchen damit eine wichtige ökologische Rolle.
Sie leben hauptsächlich einzelgängerisch und kommen nur zur Fortpflanzung zusammen. Eichhörnchen sind bekannt für ihre flinken Bewegungen, sie legen mit im Sprung Entfernungen von vier bis fünf Metern zurück. Die Nagetiere bauen kugelige Nester aus Zweigen, die Kobel genannt werden, dass immer ein Tier hineinpasst. Dort schlafen sie und ruhen tagsüber. Meist sind mehrere Kobel in Gebrauch.

Im Januar und Februar beginnt die Paarungszeit, die mit wilden Verfolgungsjagden eingestimmt wird. Dabei wird ein Weibchen oft von mehreren Männchen durch die Bäume gejagt. Die Paarung selbst findet bis zu zwei Mal jährlich statt: ab Ende Januar und im Spätsommer bis Ende August. Für die Jungenaufzucht wird ein Wurfkobel gebaut. Es werden mindestens zwei Aus- bzw. Eingänge gebaut, um bei Gefahr einen Fluchtweg zu haben.
Nach der Paarung wird das Männchen vom Weibchen vertrieben, denn Eichhörnchen sind „polygyn“. Das bedeutet: Männchen paaren sich mit mehreren Weibchen und die Jungenaufzucht ist „Frauensache“. Wenn im Winter zu wenig Nahrung zur Verfügung steht, kann sich der erste Wurf auch bis in den Sommer verschieben.
Jeder Wurf umfasst circa 5 Junge, die nach 4 Wochen Tragezeit nackt und blind auf die Welt kommen. Nach der Geburt werden die Jungen noch etwa. 8 Wochen im Nest versorgt und gesäugt, bevor sie dann noch einige Monate bei der Mutter leben. Mit frühestens zwölf Monaten werden die Tiere geschlechtsreif. Das erste Jahr überlebt nur etwa jedes vierte oder fünfte Junge. Grund dafür sind vor allem Fressfeinde wie der Baummarder, für den die Jungtiere leichte Beute sind.


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