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Landwirtschaft und ländlicher Raum
 

Dorferneuerung und Dorfentwicklung

Südwestdeutsches Bauernhaus in Erfweiler-Ehlingen (Bild: MUV)
Südwestdeutsches Bauernhaus in Erfweiler-Ehlingen (Bild: MUV)

Die Herausforderungen, die sich an den ländlichen Raum stellen sind vielfältig. Einige Entwicklungen wirken sich bereits seit Jahrzehnten aus, andere vollziehen sich seit längerem, sind aber wie der demographische Wandel oder der Klimawandel erst seit wenigen Jahren ins Bewusstsein der Tagespolitik gedrungen. Als wesentliche aktuelle Herausforderungen für die ländlichen Räume gelten:
- Strukturwandel in der Landwirtschaft
- Strukturwandel in Handwerk, Gewerbe und Wirtschaft
- Globalisierung und EU- Osterweiterung
- der demographischer Wandel mit seinen Komponenten Geburtenrückgang, Alterung, Migration und Abwanderung
- gesellschaftlicher Wertewandel
- sich verändernde finanzwirtschaftliche Rahmenbedingungen der Kommunen
- Stadt-Land Beziehungen
- Klimawandel und Bedarf an neuen Energien

Von diesen aktuellen Veränderungen sind nahezu alle Lebensbereiche betroffen: Arbeiten, Wohnen, die öffentliche und private Versorgung, der kulturelle Bereich, das kirchliche und soziale Leben, das Vereinswesen etc.
Die Dorferneuerung dient im Rahmen der angestrebten ländlichen Entwicklung der nachhaltigen Verbesserung der Lebens-, Wohn-, Arbeits- und Umweltverhältnisse auf dem Lande, insbesondere der agrarstrukturellen Verhältnisse und städtebaulich unbefriedigender Zustände. Durch die Dorferneuerung sollen die örtlichen Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft verbessert, das Bewusstsein für die dörfliche Lebenskultur vertieft, die ökonomischen, ökologischen, sozialen und kulturellen Potenziale der ländlichen Räume gestärkt, die Innenentwicklung der Dörfer gefördert sowie der eigenständige Charakter ländlicher Siedlungen und die Kulturlandschaft erhalten werden. Damit sollen die Dörfer auf künftige Erfordernisse vorbereitet werden.

Die Dorferneuerung setzt dabei auf die aktive Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger und die Stärkung der vorhandenen Potentiale. Das bürgerschaftliche Engagement, das Vereins- und Gemeindeleben, der soziale Zusammenhalt und die Dorfkultur werden als wesentliche Triebkräfte für eine eigenständige Entwicklung gefördert.

Die Maßnahmen der Dorferneuerung und Dorfentwicklung lassen sich nach öffentlichen und privaten Vorhaben unterscheiden. Im öffentlichen Bereich zielt die Förderung auf eine Verbesserung der Infrastrukturausstattung, der Lebensqualität sowie des Umweltzustandes ab. Grundlage für investive Vorhaben im Rahmen der Dorferneuerung ist der Dorfentwicklungsplan. Diese Planung umfasst eine Stärken-Schwächen-Analyse, die Definition eines dorfspezifischen Leitbildes und Aufstellung des Maßnahmenprogrammes zur zielgerichteten Weiterentwicklung des Dorfes. Die Förderung beträgt im Regelfall 55% der zuwendungsfähigen Ausgaben, kann aber auf 65 bzw. sogar 75% erhöht werden.

Im privaten Bereich steht insbesondere der Erhalt ortsbildprägender Bausubstanz als Teil des ländlichen kulturellen Erbes im Fokus. Hier wird insbesondere die stilgerechte Restaurierung historischer Bauernhäuser gefördert. Die Förderung beträgt hier 35% der zuwendungsfähigen Ausgaben, wobei sich die Förderung nur auf die äußere Gebäudehülle bezieht.

Die eingesetzten Fördermittel stammen mindestens zur Hälfte von der Europäischen Union. Hinzu kommen Mittel aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK).  

 

Antragsverfahren:
Die Anträge sind vor Beginn der Vorhaben beim Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz einzureichen, wobei erst nach Genehmigung des Vorhabens mit dem Vorhaben begonnen werden darf.

Stichtag für die Antragstellung sind der 15.12. und 31.07. des jeweiligen Jahres. Zweimal jährlich werden die bis zu diesen Stichtagen eingegangenen und als grundsätzlich förderfähig eingestuften Zuwendungsanträge in das Auswahlverfahren zur Bewertung der Förderwürdigkeit einbezogen.

Die benötigten Formulare und weitere Informationen zur Förderung finden Sie unten.


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Europäische Union - Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER)

Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

Kontakt

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Referat B/4
Michael Burr
Ländlicher Raum, Flächenrevitalisierung, ELER-Verwaltungsbehörde
Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-4336
Telefax
(0681) 501-4314
Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Referat B/4
Ellen Petersheim-Miroll
Ländlicher Raum, Flächenrevitalisierung, ELER-Verwaltungsbehörde
Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-4334
Telefax
(0681) 501-4314