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Landwirtschaft und ländlicher Raum
 

Agrarinvestitionsförderung (AFP)

Neubau eines modernen und tiergerechten Stallgebäudes
Neubau eines modernen und tiergerechten Stallgebäudes

Zur Unterstützung einer wettbewerbsfähigen, nachhaltigen, besonders umweltschonenden, besonders tiergerechten und multifunktionalen Landwirtschaft können investive Vorhaben in landwirtschaftlichen Unternehmen als Teil der Maßnahme M04 „Investitionen in materielle Vermögenswerte“ nach Artikel 17 der VO (EU) Nr. 1305/2013 im Rahmen des Saarländischen Entwicklungsplans für den ländlichen Raum 2014-2020 (SEPL 2014-2020) gefördert werden. Die Mittel dafür stammen hälftig aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK).

Gefördert werden materielle und/oder immaterielle Investitionen zur
•Verbesserung der Gesamtleistung und Nachhaltigkeit des Betriebes
•Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen;
•Rationalisierung und Senkung der Produktionskosten;
•Erhöhung der betrieblichen Wertschöpfung;
 
unter besonderer Berücksichtigung der Verbesserung des Verbraucher-, Tier-, Umwelt- und Klimaschutzes.

Eine Effizienzverbesserung der Energienutzung in der Landwirtschaft ergeben sich bei der einzelbetrieblichen Förderung durch:
•Verbesserung der Milchleistung je neu erstelltem Stallplatz
•Anpassung an aktuelle energiesparende Technik (reduzierter Stromverbrauch, bessere Wärmedämmung)
•Verbesserung der Düngerqualität in Verbindung mit verbesserter und effizienterer Dunglagerung
 
Die Unterstützung von Investitionen soll landwirtschaftliche Betriebe darin unterstützen, auf alte und neue Herausforderungen zu reagieren und so ihre Wettbewerbsposition auf dem Weltmarkt zu verbessern. Innovative Techniken, die den Betrieben ökonomische Vorteile bringen, werden um umwelt- und klimafreundliche Aspekte ergänzt. Die Landwirtschaft bleibt als Landnutzer in der Fläche präsent, und es werden neue Beschäftigungsmöglichkeiten in ländlichen Gebieten geschaffen und erhalten.

Mit Blick auf die Viehhaltung ist festzustellen, dass die Zahl der Viehhaltungsbetriebe im Saarland ständig abnimmt. Die frei werdenden Flächen werden von den verbleibenden Betrieben übernommen. Dadurch ist gewährleistet, dass die Investitionstätigkeit in den verbleibenden Betrieben nicht zu einer Intensivierung auf der Fläche führt. Zusätzlich ist festzustellen, dass es in den verbleibenden Betrieben durch verbesserte Haltungsbedingungen und eine höhere Milchleistung zu einer Reduzierung der Methan- und Ammoniakausschüttung kommt.

Die Maßnahme ist in erster Linie auf die EU-Priorität 2 ("Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit aller Arten von Landwirtschaft"), daneben aber auch auf EU-Priorität 5 („Förderung von Ressourceneffizienz und Unterstützung der Bewegung in Richtung einer kohlendioxidarmen und klimaresistenten Ökonomie in der Landwirtschaft") ausgerichtet.

Ziel der Umsetzung der Agrarinvestitionsförderung im Saarland ist es, bei allen geförderten Vorhaben neben der Verbesserung der Gesamtleistung bzw. der Effizienz der Unternehmen gleichwertig die folgenden Ziele zu erreichen:
•Verbesserung des Tierschutzes,
•Verbesserung des Umweltschutzes,
•Verbesserung der Tierhygiene und / oder
•Erhöhung der betrieblichen Wertschöpfung,
•Einführung von neuen und modernen Techniken und Technologie
 
Investitionen landwirtschaftlicher Betriebe schaffen die baulichen und technischen Voraussetzungen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und der Erfüllung besonderer Anforderungen der Gesellschaft an die Landwirtschaft.

Sich ändernde technologische, immissionsrechtliche, düngerrechtliche, wasserrechtliche und tierschutzrelevante Anforderungen machen v. a. Rationalisierungs- und Erweiterungsinvestitionen erforderlich, damit die landwirtschaftlichen Betriebe zukünftig wettbewerbsfähig bleiben. Hierin besteht auch ein Potenzial zur Senkung der Emissionen aus der Landwirtschaft. Z. B. kann durch die Verbesserung der Strom- und Wärmeerzeugung (z. B. Milchkühlung, Klimatisierung) ein Beitrag zum Klimaschutz erwartet werden. Um die landwirtschaftlichen Betriebe im Bereich der Tierhaltung v. a. in ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und um sie den geänderten gesellschaftlichen Anforderungen anzupassen, besteht ein Bedarf, entsprechende Investitionen und damit die Umstrukturierung hin zu wettbewerbsfähigen, tiergerechten und umweltschonenden Unternehmen zu unterstützen.

Bei jedem einzelnen Vorhaben werden die klimarelevanten Aspekte bei der Planung berücksichtigt.

ELER-Logo

Europäische Union - Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER)

Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

Kontakt

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Referat B/2
Rolf Faßbender
Landwirtschaftliche Erzeugung, Agrarmärkte, Regionalvermarktung, Ökologischer Landbau
Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-2283
Telefax
(0681) 501-4314

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