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Ministerium für Bildung und Kultur
 

Bildhauer Ralf Werner gewinnt Wettbewerb zur Kunst im öffentlichen Raum

Pressemitteilung vom 12.04.2019 - 11:55 Uhr

Der Neubau des Praktikumsgebäudes der Pharmazie (Geb. C1 7) mit rund 250 studentischen Labor-Praktikumsplätzen und einem Hörsaal für 100 Personen wird derzeit nach Plänen der Planungsgruppe Prof. Focht+Partner GmbH aus Saarbrücken gebaut. Der gemeinsame Bereich mit Eingang, Foyer und Hörsaal soll nach Fertigstellung künstlerisch gestaltet werden. Dazu wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Eine Jury hat sich jetzt für den Entwurf „Molekülarchitekturen“ des Bildhauers Ralf Werner entschieden.

„Ich freue mich sehr, dass mit Ralf Werner ein herausragender Bildhauer diesen Wettbewerb gewonnen hat. Den Reiz seines Entwurfes machen die vexierenden Formen seines Werkes aus. Die Formen verändern sich je nach Perspektive und laden den Betrachter ein, immer den Blickwinkel zu ändern. Das wünschen wir uns auch von den jungen Menschen, die hier täglich ein- und ausgehen“, sagt Kulturminister Ulrich Commerçon.

„Der Neubau des Praktikumsgebäudes ist ein wichtiger Baustein für die bauliche Entwicklung am Campus Saarbrücken. Das Gebäude selbst ist das Ergebnis eines Architektenwettbewerbs und hat einen hohen Qualitätsanspruch. Durch die Kunst soll dieses Gesamtwerk abgerundet werden“, so Bauminister Klaus Bouillon.

Die Jury begründete ihre Entscheidung mit dem unmittelbaren Bezug des Künstlers auf einen zentralen Studiengegenstand der Pharmazie, nämlich die räumliche Struktur von Molekülen. Zwei Wände im Eingangsbereich des Praktikumsgebäudes sollen Wandreliefs aus farbig gefassten Aluminiumprofilen tragen, deren struktureller Aufbau sich aus den Strichformeln einzelner Neurotransmitter herleitet. Neurotransmitter sind Botenstoffe des Nervensystems, die die biochemische Grundlage für unsere Wahrnehmungen und unser Bewusstsein bilden. Menschen, die den Eingangsbereich durchqueren, nehmen auf ihrem Weg die Reliefs wie ein Vexierbild wahr, das aus wechselnden Betrachtungswinkeln immer wieder neue Erscheinungsformen annimmt.

Für die Realisierung des Projekts stellte das Land im Rahmen von Kunst im öffentlichen Raum 65.800 Euro zur Verfügung.

Zur Person
Ralf Werner, geboren 1969 in Göppingen, absolvierte von 1993 bis 1999 ein Studium der Freien Kunst mit Schwerpunkt Bildhauerei bei Prof. Magdalena Jetelovà an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Seit 1999 arbeitet er als freischaffender Künstler im Bereich Rauminstallation, Architektur, Skulptur und Fotografie. Seit 2009 nimmt Ralf Werner eine Professur an der Hochschule der Bildenden Künste Saar wahr und betreut Studienanfänger*innen im Atelier für Bildnerische Grundlagen.