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Polizei
 

Der Enkeltrick

Wie Senioren ganz fies betrogen werden - und: Wie man sich dagegen schützen kann!

Gerade viele ältere Menschen leben einsam und haben wenig Kontakte zur Familie oder Freunden. Genau dies nutzen Ganoven aus, um sich in das Vetrauen zu schleichen. Doch sie haben nur eins im Sinn: das Geld der alten Leute!

Der Trick

"Hallo Oma, ich bin´ s..."
"Hallo, wie geht es dir? Rate mal, wer am Telefon ist."
"Ich weiß es nicht. Ich erkenne die Stimme nicht. Bist du es, Hans?"
"Genau. Ich bin es, Hans. Ich rufe dich vom Autotelefon aus an, die Verbindung ist schlecht."

In diesem Dialog zeigt sich ein wesentliches Element des "Enkeltricks". Das potentielle Opfer legt durch die Nennung des Namens die Person des Anrufers quasi selbst fest ("Bist du es, Hans ?"). Eine solche Information nimmt der Täter natürlich gerne auf und spielt seine  Rolle "gestärkt" weiter.
Der Anrufer macht eine bedeutungsvolle Pause und erklärt dann weiter: "Ich habe ein großes Problem. Außer dir darf niemand davon erfahren. Verstehst du, niemand! Ich brauche deine Hilfe...“  An dieser Stelle werden nun finanzielle Notlagen unterschiedlichen Ausmaßes vorgetäuscht.

Beim Enkeltrick werden also zwei Betrugselemente genutzt:

  • Vortäuschen einer verwandtschaftlichen Beziehung
  • Vorgabe einer angeblichen finanziellen Notlage oder eines Unfalls

In einigen Fällen erklärt der Täter, dass er einen sehr wertvollen Gegenstand unglaublich günstig kaufen könnte oder schon gekauft hat. Den Betrug zu durchschauen ist deshalb schwer, weil der Täter äußerst glaubwürdig und professionell vorgeht. Wird die Lügengeschichte als wahr empfunden, begeben sich die Getäuschten zur Bank, um die gewünschte Geldmenge zu besorgen. Oft werden Summen zwischen 500 und 10.000 Euro erbeten.
Der Täter bzw. der angebliche Enkel/Neffe beobachtet die Rückkehr seines Opfers und meldet sich dann erneut telefonisch, um mitzuteilen, dass er aus bestimmten Gründen (z.B. Verkehrsunfall) nicht selbst kommen könne, aber ein Bote für ihn das Geld abholen werde. Nicht selten begleitet der Bote das Opfer zur Bank, wartet aber außerhalb, um sich nicht der Gefahr einer Videoaufzeichnung auszusetzen.

Die Senioren/Seniorinnen, auf die der Anrufer erheblichen Druck ausübt, verlieren dabei nicht nur ihre Ersparnisse! Sie stürzen auch in eine tiefe Krise, weil sie das Vertrauen in die Familie verlieren und sich künftig bei jedem Anruf ängstigen. Häufig schämen sich ältere Menschen auch hinterher, weil sie auf solch einen üblen Trick hereingefallen sind.

 

So können Sie sich schützen!

 

Um selbst nicht Opfer dieser Betrüger zu werden, sollten Sie

• gezielt nach dem Namen des Anrufers fragen!
• dem Anrufer selbst gezielte Fragen oder seiner Dienststelle stellen!
• eine Ihnen vertraute Person verständigen!

Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten oder dazu auffordern, Geld oder Wertsachen herauszugeben. Die Polizei ruft Sie nicht unter der Polizeinotrufnummer 110 an.

 

Und: Verständigen Sie die Polizei! Nutzen Sie dazu den Notruf 110!

 

Kontakt

Landespolizeipräsidium - Dir. LPP 2 Kriminalitätsbekämpfung/LKA
LPP 20 - Zentrale Aufgaben
Graf-Johann-Straße 25-29
66121 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 962-3535
Telefax
(0681) 962-2865