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Verkehr
 

Verkehrsentwicklungsplan ÖPNV: Ländlicher Raum im Fokus

09.11.2018
Eine weitere Fokusgruppe zur Neuaufstellung des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) ÖPNV hat ihre Arbeit aufgenommen. Foto: ©MWAEV
Eine weitere Fokusgruppe zur Neuaufstellung des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) ÖPNV hat ihre Arbeit aufgenommen. Foto: ©MWAEV

Eine weitere Fokusgruppe zur Neuaufstellung des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) ÖPNV hat ihre Arbeit aufgenommen: Am Freitag, 9. November, startete die zweite Gruppe zum Thema Ländlicher Raum im Atrium – Haus der Wirtschaft. Als erste Arbeitsgruppe hatte im Oktober bereits die Fokusgruppe Barrierefreiheit ihre Arbeit begonnen.

„Ein attraktives ÖPNV-Angebot trägt zur hohen Lebensqualität im Saarland bei. Um ein solches Angebot auch im ländlichen Raum machen zu können, müssen wir neue Wege gehen. Unsere Bürgerinnen und Bürger haben einen Anspruch auf ein bedarfsgerechtes Angebot im Nahverkehr, unabhängig davon, wo sie wohnen“, so Verkehrsministerin Anke Rehlinger zur Arbeit der Fokusgruppe. „Mir ist sehr wichtig, dass auch die Menschen, die im dünner besiedelten ländlichen Raum leben, nicht vom öffentlichen Verkehr abgeschnitten sind. Hier sind innovative, ortsspezifische Lösungen gefragt.“ Sie bedankte sich ausdrücklich bei allen, die in den Fokusgruppen mitwirken und damit zum Erfolg beitragen.

Unterstützt wurde die Fokusgruppe von  Experten des Verkehrsministeriums Nordrhein-Westfalen sowie dem Vertreter des Bürgerbus-Vereins Kirkel, Hans-Peter Schmitt: „Der Bürgerbus ist bei uns im Aufbau begriffen. Durch die Veranstaltung erwarte ich mir positive Impulse, insbesondere bezüglich der Rahmenbedingungen, die durch Landesmittel geschaffen werden können, um nicht erschlossene Gebiete zu erreichen“, so Schmitt.

Im Fokus des Arbeitstreffens standen vor allem alternative Bedienungsformen, die den ÖPNV ergänzen können. Andreas Wille, Referatsleiter des Verkehrsministeriums NRW: „Viele Modelle können innerhalb des rechtlichen Rahmens genehmigt werden. Hierfür bedarf es aber des finanziellen Engagements auf kommunaler Ebene. Die Zusammenarbeit von ÖPNV-Unternehmen, Kommunen sowie des Taxigewerbes ist notwendig, um passgenaue Lösungen zu finden.“

Neben Impulsreferaten zur aktuellen Situation im Saarland wurden Arbeitsgruppen gebildet, um gemeinsam Ideen und Ansätze für den Verkehrsentwicklungsplan zu erarbeiten. Hier standen folgende Fragen im Mittelpunkt: Welche alternativen Bedienungsformen sind erfolgreich? Wie funktionieren sie? Was ist genehmigungsrechtlich zu beachten? Wie hoch ist der finanzielle Aufwand?

Weitere Fokusgruppen werden in den nächsten Wochen an die Arbeit gehen. Die Ergebnisse werden ausgewertet und für die weitere Bearbeitung des VEP aufbereitet. Anfang nächsten Jahres werden die in den Fokusgruppen entwickelten Ansätze in öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt und diskutiert.