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Landesinstitut für Präventives Handeln
 

Fachtagung Pädagogische Prävention

Konfrontative Pädagogik in Erziehung und Unterricht

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr in der Hermann Neuberger Sportschule Saarbrücken

Fachtagung Konfrontative Pädagogik
Fachtagung Konfrontative Pädagogik

Am Vormittag

Vorstellung der Qualifizierungsreihe des Landesinstituts für Präventives Handeln „Konfrontative Pädagogik in Erziehung und Unterricht“ und Einführung in das Konzept der Konfrontativen Pädagogik. Die Qualifizierungsreihe richtet sich an Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter saarländischer Schulen und beginnt voraussichtlich im März 2014. Um einen Einblick in die Arbeitsweise der Konfrontativen Pädagogik zu erhalten, werden am Vormittag vier Workshops zu verschiedenen Modulen der Qualifizierungsreihe
angeboten.

Referenten: Rainer Gall, Markus Brand, Torsten Schumacher, Simone Kriebs
(Deutsches Institut für Konfrontative Pädagogik, Hamburg)

Am Nachmittag

Vortrag: Gerade Linie mit Herz – Konfrontative Pädagogik in der schulischen Praxis, Prof. Dr. Jens Weidner
(Deutsches Institut für Konfrontative Pädagogik, Hamburg)

Informationen

Ansprechpartner LPH: Bernhard Schmitt – Fachbereich Pädagogische Prävention
Telefon: 0681/501-3870 - Fax: 0681/501-3890 - Mail: b.schmitt@lph.saarland.de
Anmeldung erforderlich! Das Anmeldeformular finden Sie rechts unter 'Download'

Teilnehmerbeitrag: 10,00 Euro, mit Mittagessen 20,00 Euro.

Workshop 1 – Referentin Simone Kriebs:Umgang mit Regelverstößen und Konflikten

In dem Workshop befassen wir uns mit der inneren Haltung und der eigenen Führungsrolle bei Regelverstößen und Konflikten. Inhalte sind sowohl die eigene Präsenz und Körpersprache, sowie Methoden und Techniken zur präventiven Deeskalation und kontrollierten Eskalation zur Norm- und Regelverdeutlichung. Dabei werden sowohl gruppendynamische Aspekte einer Klasse und herausfordernde Situationen mit Einzelnen berücksichtigt.

Die Referentin: Simone Kriebs, Herne

Diplom-Pädagogin– im Jugendamt der Stadt Oberhausen tätig.

Coolness-Trainerin(CT)® und Anti-Aggressivitäts-Trainerin(AAT)® am Deutschen Institut für Konfrontative Pädagogik (IKD, Hamburg) abgelegt.

Theaterpädagogin, KRESCH-Theater in Krefeld.

Papilio-Trainerin®(beta-Institut, Augsburg)

Weiterbildung zur systemischen Familientherapeutin am Institut für Familientherapie, Systemische Supervision und Organisationsentwicklung (IFS) in Essen.

Freiberufliche Dozentin und AAT®/CT® -Ausbilderin am Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) in Frankfurt/Main sowie beim Deutschen Institut für Konfrontative Pädagogik (IKD) in Hamburg.

 

Workshop 2 – Referent Torsten Schumacher: Konfliktkompetenz für Lehrer und Lehrerinnen

Nicht erst seit der Inklusionsdebatte stellt der schulische Umgang mit sogenannten „schwierigen“ Schülerinnen und Schülern für Lehrerinnen, Lehrer und pädagogische Fachkräfte eine zunehmende Herausforderung dar. Dabei haben sich unabhängig von der Schulform Methoden und Techniken aus dem Bereich der Konfrontativen Pädagogik als wirkungsvolle Ergänzung des Handlungsrepertoirs für Pädagogen erwiesen.

Dabei geht es weniger um methodisch-didaktische Herangehensweisen sondern um konkrete Präventions- und Interventionstechniken bei Unterrichtsstörungen, Aggressionen und Gewalt. Der Workshop ermöglicht einen Einblick in den Fragenkontext: Was brauchen Lehrerinnen und Lehrer, was brauchen Schülerinnen und Schüler für eine tragfähige Beziehung und eine produktive Arbeitsbasis.

In der zur Verfügung stehenden Zeit können folgende Themenkomplexe angerissen werden:

•       Konfliktkulturen von LehrerInnen und SchülerInnen

•       Innere Haltung: Klare Linie mit Herz

•       Halt und Orientierung: Regeln – Rituale – Struktur

•       Antiseptische Durchsetzung: Kommunikation und Körpersprache im Konflikt

Der Referent: Torsten Schumacher, Köln

Diplomsportlehrer DSHS-Köln, Lehrer für Sonderpädagogik (ES), Anti-Aggressivitäts-Trainer® (ISS), 
Coolnesstrainer® (ISS), Schulmediator (Kurt Faller), Mediator in Wirtschaft und Arbeitswelt (BMWA) i.A. (Kurt Faller)

Dozent, AAT/CT® Ausbilder und Referent zum Thema Konfrontative Pädagogik:

  • Deutsches Institut für Konfrontative Pädagogik (IKD), Hamburg
  • Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS), Frankfurt/Main

Workshop 3 – Referent Markus Brand: Gesprächsführung mit gewaltaffinen Kindern und Jugendlichen

Nach Gesprächen mit  gewaltaffinen Kindern und Jugendlichen  bleibt bei den pädagogischen Fachkräften häufig der Eindruck zurück, die jungen Menschen nicht erreicht zu haben. Pädagogen haben im Gespräch oft das Gefühl gegen Wände  zu laufen.

In der Interaktion mit Pädagogen sind  Täter sehr geschult.

Für die Täter ist die klassische Gesprächsführung von Pädagogen berechenbar. In den häufigen Konfliktgesprächen konnten sie den Verlauf des Gespräches oftmals voraussehen und übernahmen im Gespräch die Führung.

Der Workshop zeigt Ihnen Methoden und Ideen  wie Sie zukünftig Gespräche entspannter und effektiver führen können.

Die Themen sind:

  • Grundhaltungen
  • Impact Techniken
  • Interaktionen auf nonverbaler Ebene
  • Körpersprache
  • Eigene Interaktionsmuster
  • Paradoxe Interventionen
  • Intuition und Spontaneität
  • Inszenierungen

 

Der Referent: Markus Brand, Kindsbach

Dipl.Sozialarbeiter, Deeskalationstrainer in Fällen häuslicher Gewalt.

1994    Ausbildung zum AAT Trainer

Mehr als 17 Jahre AAT Praxis in den Bereichen Strafvollzug, Bewährungshilfe und Jugendhilfe

Seit 1998 Ausbilder für das AAT und CT

 

Workshop 4 – Referent Reiner Gall: Verstehen – aber nicht einverstanden sein

Wenn Menschen Gewalt ausüben – nicht nur körperlich, sondern gerade auch psychisch/verbal - sind klare Grenzen angemessen. Denn herausforderndes Verhalten verletzt nicht nur Regeln, sondern oft auch Menschen. Aber wie entscheiden, wann „Schluss“ ist? Dieses Seminar zeigt, wie konfrontative Pädagogik auf Grenzüberschreitungen und Provokationen antwortet - ohne mit einem klaren Nein zum Verhalten das eindeutige Ja zum Klientel aufzugeben. Ich stelle in diesem Seminar die grundlegende Haltung des Ansatzes und ausgewählte Techniken vor, als Impuls und Ergänzung zum persönlichen und institutionellen Umgang mitgewaltbereiten Menschen.

Die Themen:

Regeltransparenz– einheitlicher institutioneller Ordnungsrahmen - 

der zivilisatorische Standard in Ihrer Einrichtung - Erziehung ist Teamarbeit - Grenzziehung zur Normverdeutlichung.

Frühe Intervention- Interveniere bei geringfügigen Regelverletzungen - 

Benehmen, das du ignorierst, ist Benehmen das du erlaubst!

Statusorientierung– Anerkennungs- und Aufmerksamkeitszerfall für unsere Kinder und Jugendlichen – die Alternative? – entgegenkommende Verhältnisse!

Selbstverständnis- als Pädagoge/Pädagogin ist man – und braucht man „Führungs-Kraft“ - Die innere Haltung und deren Kongruenz nach Innen und Außen

Konfrontative Pädagogik

Denkmuster von Kindern und Jugendlichen hinterfragen -  kurze Interventionen zur Emotionalisierung und Verhaltensänderung mittels heilsamer Konfrontationen.

 

Der Referent: Reiner Gall, Oberhausen/Rhld.

Dipl. Sozialarbeiter - Anti-Aggressivitäts-Trainer® - Coolness-Trainer® - Theaterpädagoge

Referent und AAT-Ausbilder beim Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, ISS e. V., Frankfurt.

Mitbegründer, Referent und Ausbilder des Deutschen Institutes für konfrontative Pädagogik – IKD-GbR, Hamburg

 

Kontakt

Landesinstitut für Präventives Handeln
Fachbereich I - Pädagogische Prävention
Bernhard Schmitt
Fachbereichskoordinator
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-3870
Telefax
(0681) 501-3890

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Vortrag Prof. Weidner