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Initiative Saarländische Bergbaustraße
 

Die Saarländische Bergbaustraße

Spüren lassen, wie das damals war - das ist eine der Missionen, die sich die Saarländische Bergbaustraße selbst aufgegeben hat. Unser Bild: Szene aus dem Sankt Ingberter Rischbachstollen.  Foto © Delf Slotta
Spüren lassen, wie das damals war - das ist eine der Missionen, die sich die Saarländische Bergbaustraße selbst aufgegeben hat. Unser Bild: Szene aus dem Sankt Ingberter Rischbachstollen. Foto © Delf Slotta

Am 30. Juni 2012 endete mit der Schließung des Bergwerks Saar nach 261 Jahren der industrielle Steinkohlenbergbau. Er hat die Entwicklung des Saarlandes lange geprägt und begleitet. Die Werte, sozialen Errungenschaften und das industriekulturelle Erbe der Bergleute sollen für künftige Generationen bewahrt werden. Diesem Ziel dienen zahlreiche Initiativen und Aktivitäten, die Landkreise, Kommunen, ehrenamtlich organisierte Vereine, Museen und das Land in den vergangenen Jahren begonnen haben, wie zum Beispiel die Landmarke „Saarpolygon“ auf der Bergehalde Ensdorf oder die Landesausstellung „Das Erbe“ in Reden.

Die Saarländische Bergbaustraße ist Teil der Erinnerungskultur. Sie erhebt den Anspruch, den Bergbau umfassend abzubilden und zugleich die räumliche Relevanz des „Phänomens Bergbau“ darzustellen. Teile der Saarländischen Bergbaustraße haben auch eine Funktion als touristische Orte, denn es gibt Etappenorte, die bereits jetzt herausragen. Es sind Orte von großer Bedeutung für das Thema, es sind Orte von besonderer Ausstrahlung, und es sind Orte, die bereits über eine ausreichende touristische Infrastruktur verfügen.

Bergbaugeschichte, exemplarisch erzählt

Die Saarländische Bergbaustraße ist eine virtuelle Route, die reale Orte und Räume miteinander verbindet. Erst in der Gemeinsamkeit der Orte wird die Geschichte des saarländischen Steinkohlen- und Erzbergbaus anhand exemplarischer Themen erzählt. Und aus dieser Geschichte heraus stellt die Straße zugleich den zukunftsorientierten Umgang des Saarlandes mit ehemaligen industriellen Anlagen und Arealen dar.

Die Saarländische Bergbaustraße ist keine reale Route, die alle Etappenorte miteinander verbindet wie etwa die „Route der Industriekultur“ in Nordrhein- Westfalen oder die „Silberstraße“ im sächsischen Erzgebirge. Hier an der Saar liegt der Netzwerkgedanke zugrunde: Es gibt diverse Etappenorte, die der Nutzer individuell je nach Interesse miteinander kombinieren kann. Es lassen sich aus den einzelnen Etappenorten diverse Pakete schnüren, die beispielsweise thematisch (Technik, Gebäude oder Landschaft) orientiert sein können. Ein Etappenort ist in der Regel nicht ausreichend, um komplexe Zusammenhänge zu dokumentieren (zum Beispiel: Wie funktioniert technisch ein Bergwerk?). Mehrere Etappenorte zusammengefasst können das aber leisten und liefern so ein umfassenderes Bild.

Vom Bergbau zur Bergbaustraße