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Saarländische Ehrenamtskarte erfreut sich hoher Akzeptanz. Die Landkreise Neunkirchen und Merzig-Wadern ziehen positive Bilanz. Weitere Landkreise sollen hinzukommen.

Pressemitteilung vom 07.08.2013 - 16:30 Uhr

Im Dezember 2012 unterzeichneten Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und die beiden Landrätinnen der Kreise Merzig-Wadern und Neunkirchen, Daniela Schlegel-Friedrich und Cornelia Hoffmann-Bethscheider, eine Kooperationsvereinbarung zur Einführung der Saarländischen Ehrenamtskarte. In diesen Landkreisen wurde die Ehrenamtskarte im Rahmen eines Modellprojekts erstmals eingeführt. Die Karte ist ein Zeichen der Anerkennung für alle, die sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl einsetzen.

Ein halbes Jahr nach Einführung der Ehrenamtskarte können die Beteiligten eine durchweg positive Bilanz ziehen: Das Modellprojekt hat sich bewährt. Die Saarländische Ehrenamtskarte wird von der Öffentlichkeit akzeptiert und von den Empfängern als besondere Auszeichnung wahrgenommen. Die Ausgezeichneten genießen bestimmte Vorteile wie die Freizeitcard und erhalten Ermäßigungen in verschiedenen Einrichtungen wie Museen.

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer: „Ich freue mich sehr, dass die Saarländische Ehrenamtskarte so gut angenommen wird. Sie ist eine besondere Auszeichnung für Bürgerinnen und Bürger, die sich im Rahmen ihrer Möglichkeit ehrenamtlich für das Gemeinwohl und ihre Mitmenschen einsetzen. Ehrenamtliches Engagement genießt in unserem Land einen hohen und beeindruckenden Stellenwert. Fast 400.000 Ehrenamtliche leisten jährlich viele Millionen Arbeitsstunden für das Allgemeinwohl – das ist unbezahlbar und nötigt Respekt und Anerkennung ab. Freiwilliges Engagement hilft allen. Ohne dieses Engagement würde unser Gemeinwesen nicht funktionieren. Ehrenamtlich Tätige sind bereit, Verantwortung zu übernehmen und an der Gestaltung unserer Gesellschaft mitzuwirken. Aus diesem Grund sind die Stärkung des Ehrenamts und die Unterstützung derjenigen, die im Ehrenamt tätig sind, ein wichtiges Anliegen. Die Saarländische Ehrenamtskarte ist dabei ein richtiger und wichtiger Impuls zur Förderung der Anerkennungskultur im Ehrenamt. Ich würde mich deshalb freuen, wenn sich möglichst viele private Unternehmen und Betriebe im Land als Vergünstigungsgeber engagieren würden.“

Auch Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich zeigte sich sehr erfreut über die positive Resonanz der Ehrenamtskarte: „Unser Anliegen, außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement auf diese Weise anzuerkennen und wertzuschätzen, scheint mit dieser Initiative auf gutem Wege zu sein. Mit dem Projekt “Ehrenamtskarte“ ist das Ehrenamt selbst wieder mehr in das Bewusstsein unserer Bürgerinnen und Bürger gerückt. Man redet wieder mehr darüber und das ist doch die beste Werbung, Motivation und Anerkennung für bürgerschaftliches Engagement.“

Landrätin Cornelia Hoffmann-Bethscheider ist ebenfalls mit dem Ergebnis des Modellprojektes sehr zufrieden: „Bürgerschaftliches Engagement wurde im Landkreis Neunkirchen schon immer groß geschrieben. Das macht unsere Region aus. Indem Bürgerinnen und Bürger Freizeit, Wissen und Erfahrung für die verschiedensten Projekte einbringen, wird unser Landkreis liebens- und lebenswert. Dies ist nur möglich, weil ehrenamtlich Aktive ihre Freizeit nutzen, um für andere da zu sein. Die Bereitschaft zum Ehrenamt ist nicht selbstverständlich, sondern muss gepflegt werden. Ich freue mich daher, dass die Ehrenamtskarte des Saarlandes im Landkreis gut angenommen wird. Ich wünsche mir, dass noch weitaus mehr Vereine, Initiativen usw. engagierte Mitglieder für die Ehrenamtskarte vorschlagen. Auch die über 70 beteiligten Unternehmen im Landkreis zeigen, welche Unterstützung das Ehrenamt in unserer Gesellschaft erfährt.“

Aufgrund der hohen Akzeptanz der Ehrenamtskarte ist geplant, sie im kommenden Jahr im Licht der bisherigen Erfahrungen auch in den Landkreisen St. Wendel, Saarlouis, im Saarpfalz-Kreis sowie im Regionalverband Saarbrücken einzuführen.

Hintergrund:
Vorbereitet wurde die Einführung der Ehrenamtskarte von einer Koordinierungsgruppe, bestehend aus Vertretern der beiden Modelllandkreise, der LAG „Pro Ehrenamt“, dem Landesjugendring sowie der Staatskanzlei. Im Mittelpunkt stand dabei u.a. die Erarbeitung der Richtlinien zur Verleihung der Karte. Diese orientieren sich im Wesentlichen an der klassischen Definition des Ehrenamtes: Freiwillig, unentgeltlich, gemeinwohlorientiert.

Die ersten 20 Ehrenamtskarten wurden Anfang des Jahres im Rahmen von zwei Kick-off-Veranstaltungen im Landkreis Merzig-Wadern (28. Januar 2013) und Neunkirchen (19. Februar 2013) an jeweils zehn ehrenamtlich Tätige aus den beiden Modell-Landkreisen verliehen.

Bilanz nach sechs Monaten Pilotphase:
Bis dato wurden im Landkreis Merzig-Wadern 67 Ehrenamtskarten ausgegeben, im Landkreis Neunkirchen 135 (zusammen: 202 Karten).

Neben den Landeseinrichtungen (Saarländisches Staatstheater, Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Weltkulturerbe Völklinger Hütte), die Vergünstigungen anbieten, sowie den Vorteilen, die die Karteninhaber durch die 3-Tages-FreizeitCARD der Tourismuszentrale genießen (freier Eintritt in über 200 Einrichtungen in der Saar-Lor-Lux-Region), ist es dem Landkreis Neunkirchen gelungen, bislang rund 74 Vergünstigungsgeber bzw. Akzeptanzpartnerstellen zu akquirieren, der Landkreis Merzig-Wadern konnte bisher 26 gewinnen. Alle Inhaberinnen und Inhaber der Karte können von diesen Ermäßigungen profitieren.

Für die Einführung der Ehrenamtskarte stehen 100.000 Euro im Haushalt zur Verfügung, davon wurden bisher 53.000 Euro im Rahmen des Modellprojekts verausgabt.

 

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