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Europawoche
 

Grußworte

Minister für Finanzen und Europa

Peter Strobel - Minister für Finanzen und Europa des Saarlandes

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die Europäische Union steht wie bislang kaum in ihrer Geschichte vor großen und schwierigen Herausforderungen. Themen wie die Eurokrise, der bevorstehende Brexit oder die Flüchtlingskrise haben die EU und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in sie kräftig erschüttert.

Das europäische Miteinander wird in dieser turbulenten Zeit immer wieder aufs Neue auf die Probe gestellt. Viel zu oft entstand in der Öffentlichkeit der Eindruck, dass nicht mehr das „Wir“ sondern das „Ich“ und die Abschottung die Antwort auf Fragen, Ängste und Themen unserer Bürgerinnen und Bürger waren. Stimmungen von europafeindlichen Gruppen treten immer stärker zu Tage. Populismus, Gewalt, Fremdenhass und EU-Skepsis sind aufkommende Phänomene, die oftmals Resultat dieser Verunsicherung sind.

In einer Zeit, in der Grenzen sowohl zwischen Menschen als auch Ländern wieder bedrohlicher erscheinen, ist es ein schönes Zeichen, dass die Europawoche auch in diesem Jahr wieder mit einem facettenreichen Programm stattfindet.

Wir müssen den Menschen erklären, dass die komplexen Herausforderung, die zweifelsfrei noch vor uns liegen, nur im europäischen Verbund zu lösen sind. Nationale Alleingänge, Abschottung und Misstrauen gegenüber Nachbarn können keine Lösung sein.

Das Saarland liegt im Herzen Europas. Gerade hier wissen wir, was nachbarschaftliches Miteinander heißt. Unsere Historie und geografische Lage verbindet uns eng mit der Idee der Europäischen Union. Viele Partnerschaften und Projekte zum Beispiel zwischen Frankreich, Polen und dem Saarland machen den europäischen Gedanken lebendig und konkret für die Menschen vor Ort spürbar.

Ich bin fest davon überzeugt, dass das Projekt „Europa“ und die damit einhergehenden Errungenschaften eine wahre Erfolgsgeschichte ist. Auch in Zukunft müssen wir uns gemeinsam als Europäer den Herausforderungen stellen.

Die anstehende Europawoche im Saarland (02. bis 15. Mai) ist eine gute Gelegenheit, um darüber zu sprechen, wie wir unsere gemeinsame Zukunft gestalten wollen. Trotz der Krisen und Unsicherheiten, die unsere Union erschüttern, müssen wir vollen Mutes unsere Gemeinschaft vorantreiben und allen Kritikern und Zweiflern zum Trotz entgegentreten und klar bekennen: Nur das „Wir“ gewinnt!

 

Peter Strobel

Minister für Finanzen und Europa des Saarlandes

 


JEAN-CLAUDE JUNCKER - Präsident der Europäischen Kommission

Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission

Liebe Bürgerinnen und Bürger unserer Europäischen Union,

Europa hat im vergangenen Jahr wieder Rückenwind gehabt und diesen auch genutzt. Mit vereinten Kräften konnten wir Ergebnisse erzielen, die spürbare Verbesserungen für viele Menschen auf unserem Kontinent mit sich bringen – allen Herausforderungen und globalen Unsicherheiten zum Trotz. Was mich am meisten freut ist, dass das Gefühl einer gemeinsamen europäischen Identität und einer Zusammengehörigkeit wieder stärker wird. Gerade in Deutschland haben Bürgerinitiativen wie "Pulse of Europe" der EU-Skepsis und dem verbreiteten Pessimismus eine mächtige positive Kraft entgegengesetzt.

Das Projekt Europa gewinnt zunehmend an Stärke. Daher werden wir unseren Blick weiter nach vorne richten und das Meiste aus diesem Schwung herausholen. Europa ist eine Union gemeinsamer Werte. Und wenn wir gemeinsam und in Solidarität miteinander agieren, kann Europa alle Hürden überwinden und Großartiges erreichen. Mit mehr als 235 Millionen Erwerbstätigen hat die Beschäftigungsquote in Europa einen neuen Höchststand erreicht. Wohlstand und Kaufkraft nehmen in ganz Europa zu. Gerade die deutsche Wirtschaft kann von diesen Entwicklungen sehr profitieren. Um diesen Aufschwung fortzusetzen, gilt es auch im Jahr 2018 neue Impulse für Wachstum, Investitionen und Arbeitsplätze zu schaffen.

Das Jahr 2018 steht für Europa aber auch unter dem Motto "sharing heritage". Das Europäische Jahr für Kulturelles Erbe ist eine gute Gelegenheit, unsere miteinander verflochtenen kulturellen Wurzeln zu entdecken und die europäischen Kulturgüter zu schützen, die uns Europäer einen. Lassen Sie uns die enormen Chancen dieses Themenjahres ergreifen, um das Bewusstsein für unser reiches kulturelles Erbe und die Verbindung aller Europäer zu stärken. Denn Europa vereint nicht nur Staaten, sondern vor allem die Menschen. Jetzt haben wir in der Europäischen Union die Gelegenheit, den Wind in unseren Segeln zu nutzen und eine noch enger vereinte, stärkere und demokratischere Union aufzubauen. Diese Gelegenheit dürfen wir nicht verpassen.

In Anbetracht des globalen Wandels wünsche ich mir, dass wir füreinander einstehen und Krisen und Herausforderungen gemeinsam meistern. Die Europawoche bietet eine wunderbare Möglichkeit für einen angeregten, aufgeschlossenen, kritisch-konstruktiven Austausch rund um das Thema Europa, der alle Europäer zum Mitdenken und Mitmachen motivieren soll. Alle Bürgerinnen und Bürger unserer Union, Sie alle, sind herzlich eingeladen, sich an dieser Diskussion zu beteiligen. Gestalten Sie die Zukunft Europas mit – es ist unsere gemeinsame Zukunft!

 

Jean-Claude Juncker,

Präsident der Europäischen Kommission