Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche

Statistik

 

Öffentliche Sozialleistungen

Die Statistiken der öffentlichen Sozialleistungen beinhalten die Statistiken des Sozialgesetzbuches und dazu zählen:

die Jugendhilfestatistiken, welche u. a. die personenbezogenen erzieherischen Hilfen, die Maßnahmen der Jugendarbeit und die Kosten der öffentlichen Jugendhilfe darstellen als auch die Statistik der Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege;

die Sozialhilfestatistik, die Angaben zu den Ausgaben und Einnahmen, den Empfänger von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt, der bedarfsorientierten Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie über die Empfänger von Hilfe in besonderen Lebenslagen liefert;

die Pflegestatistik, die zweijährig alle ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie die Pflegegeldempfänger erfasst;

die Schwerbehindertenstatistik, die zweijährig alle schwer behinderten Menschen mit einem gültigen Behindertenausweis und einem Grad der Behinderung von 50 und mehr erfasst; und

die Kriegsopferfürsorgestatistik, die zweijährig die Kosten und Empfänger dieser Leistungen nachweist.

Außerdem werden im Rahmen der öffentlichen Sozialleistungen die folgenden Statistiken nachgewiesen: 

die Asylbewerberleistungsstatistik, die seit 1993 aus der Sozialhilfestatistik herausgelöst, als eigenständige Statistik die Ausgaben und Einnahmen sowie der Personenkreis der Leistungsbezieher erfasst; und

die Wohngeldstatistik, die Angaben über die Anzahl der wohngeldberechtigten Haushalte sowie über die Höhe der Wohnkosten bzw. der Einkommen der Leistungsbezieher liefert.

In den einzelnen Statistiken werden neben personenbezogenen Merkmalen auch Leistungsmerkmale und Zahlbeträge erhoben.

Die Ergebnisse der Ausgaben- und Einnahmenstatistiken sowie die der personenbezogenen Statistiken liefern den öffentlichen Entscheidungsträgern eine Datenbasis, die es ihnen ermöglicht, die Auswirkungen der getroffenen gesetzlichen Maßnahmen zu analysieren und deren Fortentwicklung zu beobachten.


Was geschähe ohne amtliche Daten zum Sozialwesen?

- Ohne die Pflegestatistik ließe sich zum Beispiel die Relation zwischen Pflegekräften und Pflegebedürftigen nicht ermitteln und somit der künftige Bedarf an Pflegekräften nicht schätzen. Vor dem Hintergrund der Bevölkerungsprognosen für die nächsten Jahrzehnte, insbesondere was den Altersaufbau betrifft, ist eine aussagekräftige Datenbasis unerlässlich, um Entwicklungen in der pflegerischen Versorgung und in der Nachfrage nach pflegerischen Angeboten rechtzeitig zu erkennen und angemessen reagieren zu können.

- Ohne die Kinder- und Jugendhilfestatistik würden wichtige Daten über Hilfen und finanzielle Aufwendungen fehlen, die für eine vorausschauende und präventiv wirkende Jugendhilfe von wesentlicher Bedeutung sind.

- Ohne die Statistik über die Tageseinrichtungen fehlten die erforderlichen Grunddaten für eine bedarfsgerechte Planung von Tageseinrichtungen für Kinder auf örtlicher und überörtlicher Ebene (Angebot verschiedener Betreuungsformen, personelle Voraussetzungen, Einrichtungen). Fehlinvestitionen bzw. nur vage Mittelzuweisungen wären die Folge. Bei zu wenig Mitteln würde sich eine Mängelverwaltung etablieren, bei zu viel Mitteln eine Mittelverschwendung mit gegebenenfalls erheblichen Folgekosten.

- Ohne die Wohngeldstatistik stünden keine umfassenden und zuverlässigen Daten über die sozialen und finanziellen Auswirkungen des Wohngeldgesetzes bereit. Das Wohngeldgesetz ließe sich daher kaum sachgerecht fortschreiben und der Wohngeld- und Mietenbericht der Bundesregierung könnte nicht qualifiziert erstellt werden.

- Ohne die Sozialhilfestatistik, Asylbewerberstatistik und die Statistik zur Grundsicherung stünden keine Strukturdaten über die Empfänger der staatlichen Sozialleistungen zur Verfügung. Diese werden jedoch benötigt, um die Gesetzesgrundlagen situationsgerecht weiterzuentwickeln und diese im Zusammenhang mit anderen Sicherungssystemen zu bewerten. Außerdem würden umfassende und zuverlässige Daten über die sozialen und finanziellen Auswirkungen dieser Sozialgesetze als Plandaten für Bund, Länder und Gemeinden fehlen.

- Ohne die Statistik der Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung stünden keine Informationen über Mitglieder sowie die Rechnungs- und Geschäftsergebnisse dieser gesetzlichen Sozialversicherungen zur Verfügung. Damit fehlten aber wesentliche Informationen für eine angemessene Reaktion auf die fortschreitende Alterung der Bevölkerung und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Lohnnebenkosten und damit auch auf die einzelnen Wirtschaftsstandorte.

Auszug aus: "Gesellschaftlicher Nutzen der amtlichen Statistik", Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2005

Öffentliche Sozialleistungen einschl. Kinderbetreuung

Kontakt

Statistisches Amt Saarland
SG A 1 Veröffentlichungswesen, Datenverarbeitung, Bildung u. Soziales, Qualitätssicherung
Wirtschaftsdirektor Heiner Bost
Virchowstraße 7
66119 Saarbrücken
Postfach 10 30 44
66030 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501 5974
Telefax
(0681) 501 5999