Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Kreativwirtschaft
 

Creative Business Award ,,Kreativsonar 2018‘‘: Barke und Schmitt zeichnen fünf Unternehmen aus

21.09.2018
Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke und seine rheinland-pfälzische Kollegin Daniela Schmitt zeichneten die Gewinner in Mainz aus. Foto: © Kristina Schäfer
Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke und seine rheinland-pfälzische Kollegin Daniela Schmitt zeichneten die Gewinner in Mainz aus. Foto: © Kristina Schäfer

Tweed von der Mosel, eine innovative Anlage zur Züchtung von Meeresfisch oder Lampen aus Origami – die Preisträger des vierten Kreativsonar aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland bilden die große Vielfalt der Kreativwirtschaft ab. Insgesamt fünf Unternehmen zeichneten Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke und seine rheinland-pfälzische Kollegin Daniela Schmitt aus.

„Anhand des Kreativsonars wollen wir das Potenzial der saarländischen und rheinland-pfälzischen Kultur- und Kreativwirtschaft für die Öffentlichkeit sichtbar machen – indem wir es gezielt orten und ihm eine Plattform bieten. Mit dem Wettbewerb helfen wir besonders den Kreativen, die noch am Anfang des Unternehmertums stehen, ihre Geschäftsidee weiter voranzutreiben und auszuarbeiten. Die Zusammenarbeit der beiden Länder bringt den Kreativschaffenden dabei wichtige Kontakte über die jeweiligen Landesgrenzen hinaus“, sagte Jürgen Barke anlässlich der Preisverleihung am Donnerstag, 20.September, in Mainz.

Mit dem Kreativsonar 2018 wurden fünf Unternehmen ausgezeichnet, insgesamt gab es 34 Bewerbungen. Die Gewinner erhalten ein individuelles Coaching durch das Kreativzentrum Saar und das Business + Innovation Center Kaiserslautern (BIC).

„Die Preisträger haben herausragende Unternehmensideen entwickelt und zeigen, warum die Kreativwirtschaft so wichtig ist: Sie ist die Schnittstelle zwischen Kultur, Wirtschaft und Technologie und damit ein wichtiger Innovationstreiber. Ich wünsche mir, dass das Kreativsonar die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer mit ihren Innovationen sichtbar macht und sie in ihrem Tun bestärkt“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt.

Der Zwei-Länder-Wettbewerb ,,Kreativsonar‘‘ wird bereits zum vierten Mal durch die Wirtschaftsministerien des Saarlandes und von Rheinland-Pfalz ausgelobt und gefördert. Gesucht werden Unternehmerpersönlichkeiten aus der rheinland-pfälzischen und saarländischen Kultur- und Kreativwirtschaft, die durch ihre innovativen Konzepte, Ideen und Projekte herausstechen. Etablierte Unternehmen wie auch der kreative Nachwuchs können sich mit ihren Arbeiten beim Kreativsonar bewerben. Idee oder realisiertes Projekt – beides ist möglich.

Durchgeführt wird das Kreativsonar durch das KuBa – Kulturzentrum am EuroBahnhof e. V. mit dem Projekt kreativzentrum.saar. Kooperationspartner sind das Business + Innovation Center Kaiserslautern GmbH, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) die Wirtschaftsjunioren des Saarlandes sowie die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft hat nicht nur ein eigenes hohes Innovationspotenzial, sondern ist zugleich eine wichtige Triebkraft für Innovationen und Wachstum in zahlreichen anderen Wirtschaftszweigen. Rund 7.200 Menschen sind im Saarland in der Branche bei fast 2.300 Unternehmen beschäftigt. 

Die Gewinner:

Faltlabor – Matthias Wiebel, Mainz, Rheinland-Pfalz
Im Faltlabor entstehen mittels Origami-Technik kunstvolle Objekte und Lampenschirme.
Papier bearbeiten ohne Schere oder Kleber: Das verbirgt sich hinter der japanischen Kunst des Origami. Traditionell entstehen so aus einem einzigen Stück Papier kleine Tierfiguren oder abstrakte Objekte. Matthias Wiebel hat die Technik weitergedacht und fertigt in seinem Faltlabor Lampenschirme und Leuchtobjekte mit einzigartigen Mustern. Die nötigen Holzrahmen wurden von ihm speziell für die Lampen entwickelt und werden mit dem Laser geschnitten. Darüber hinaus konzipiert der Software-Entwickler Matthias Wiebel auch eigene Faltdesigns, die er mittels eines maschinellen Prägesystems aufs Papier bringt. Die schier unendlichen Möglichkeiten des Prägens und Faltens ermöglichen individuelle Gestaltungen und machen jedes Objekt zu einem Unikat.
www.faltlabor.de

Equality – Kathleen Späth, Saarbrücken, Saarland
Equality bietet jungen Eltern praktische Produkte, deren Farbe und Funktionalität aufeinander abgestimmt sind.
Nur wenige Alltagsgegenstände für Kleinkinder und Babys sind genderneutral gestaltet. Bei der Farbauswahl der Produkte von Equality steht jedoch nicht das Geschlecht des Kindes, sondern die Funktion des jeweiligen Gegenstands im Vordergrund. So umfasst die erste Kollektion neben einem faltbaren Babybett in beruhigendem Blau auch ein Spucktuch in appetitanregendem Grün. Für die Produktdesignerin Kathleen Späth spielte bei der Konzeption der Gegenstände auch die praktische und flexible Anwendbarkeit eine große Rolle. Um sowohl auf die Bedürfnisse der Eltern als auch der Kinder einzugehen, sind die Produkte an den modernen Alltag angepasst und mobil verwendbar.
www.kathleenspaeth.com


MoselTweed – Brigitte Pappe, Moselkern, Rheinland-Pfalz
Gefertigt aus der Wolle regionaler Schafe und ausschließlich lokal produziert, steht der MoselTweed für hochwertiges Tuch aus der Mosel-Region.
Früher ein bedeutender Rohstoff zur Kleiderherstellung, hat Schafwolle mittlerweile kaum noch einen Wert. Doch die Tiere müssen geschoren werden und Wolle gibt es somit genug. Mit MoselTweed möchte die Schneidermeisterin Brigitte Pappe aus den ungenutzten Schaf-Vliesen der Mosel-Region ein einzigartiges, regionales und hochwertiges Produkt erschaffen. Davon profitieren auch die Schäfer, die Wollwäscherein, die Wollkämmer und -Spinner und zuletzt die Weber/innen aus der Region. Die Produktion des MoselTweed lässt so eine traditionelle Wertschöpfungskette wieder aufleben. Individuell designt und gefärbt, entsteht ein fair und nachhaltig produzierter Stoff. Das fertige Tuch kann zu Kleidung oder Accessoires verarbeitet und als regionale Besonderheit vermarktet werden.
www.moseltweed.de

Seawater Cube – Carolin Ackermann, Christian Steinbach, Kai Wagner, Saarbrücken, Saarland
Der Seawater Cube ist die erste kompakte, standardisierte und vollautomatisierte Fischzuchtanlage, mit der nachhaltig und regional im Inland Meeresfisch ohne Meer produziert werden kann.
Weltweit steigt die Nachfrage nach Fisch, doch die Meere sind längst überfischt und umweltverträgliche Aquakultursysteme bisher wenig vorhanden. Der Seawater Cube ermöglicht die nachhaltige, regionale Produktion von frischem Meeresfisch (z.B. Wolfsbarsch und Dorade). In recycelten Kühlcontainern untergebracht, bietet er auf einer Fläche von nur 100m² einen Fischertrag, mit dem der Bedarf im Umkreis von ca. 50km gedeckt werden kann. Durch das kontinuierlich aufbereitete Seewasser stellt die Anlage den Tieren einen stressfreien und artverträglichen Lebensraum bereit. Der Endverbraucher erhält ein qualitativ hochwertiges Produkt, das roh verzehrt werden kann. Anlagenbetreiber haben durch die Automatisierung und Fernüberwachung einen minimalen Arbeitsaufwand und ein geringes Ausfallsrisiko.
www.seawatercubes.de


stuffi – Lisa-Maria Schröter, Landau, Rheinland-Pfalz
stuffi, Jacke und Decke in Einem, sorgt für wohlige Wärme und Geborgenheit bei Babys und Kleinkindern.
Wird es draußen mal kälter, müssen Eltern neben der Babydecke und einer Jacke auch noch einen Fuß- oder Schlafsack parat haben. Diese Packerei hat nun ein Ende: stuffi verbindet all diese Textilien zu einem wärmenden und praktischen Kleidungstück, das vielseitig und unkompliziert einsetzbar ist. Die Kapuze hält die Ohren warm, die Ärmchen garantieren Bewegungsfreiheit und im integrierten Fußsack können die Kleinsten ungehindert strampeln, ohne dass die Kälte Einzug nimmt. Zudem ermöglicht die schlitzförmige Öffnung an der Rückseite das Anschnallen in einer Babyschale. Ein weiterer Vorteil von stuffi: Die pflegeleichten Textilien aus Bio-Baumwolle können problemlos bei hohen Temperaturen gewaschen werden.
www.stuffi.eu