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Vertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin
 

Saarländische Galerie – Ausstellungseröffnungen von Yann Annicchiarico und Franck Miltgen

27.09.2018 -

Anlässlich der Ausstellungseröffnungen der luxemburgischen Künstler Yann Annicchiarico und Franck Miltgen kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher am 27. September in der Saarländischen Galerie in Berlin zusammen.

S.E. Jean Graff mit Jürgen Lennartz und Dr. Bernhard Lohr (v.l.n.r.)
S.E. Jean Graff mit Jürgen Lennartz und Dr. Bernhard Lohr (v.l.n.r.)

Anlässlich der Ausstellungseröffnungen der luxemburgischen Künstler Yann Annicchiarico und Franck Miltgen kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher am 27. September in der Saarländischen Galerie in Berlin zusammen. In ihrer Doppelausstellung befassen sich die Künstler in zwei Installationen mit der Kunst der optischen Wahrnehmung und der Frage, wie Bilder und deren Kontexte unsere Vorstellung von Realität beeinflussen.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Vereins Saarländische Galerie - Europäisches Kunstforum, Dr. Bernhard Lohr, freute sich das fachkundige Publikum zudem über Grußworte des Chefs der Staatskanzlei und Bevollmächtigten des Saarlandes beim Bund, Staatssekretär Jürgen Lennartz, sowie des Botschafters des Großherzogtums Luxemburg, S.E. Jean Graff, bevor Prof. Dr. Friedrich Weltzien von der Hochschule Hannover den Besucherinnen und Besuchern Hintergründe zu den Ausstellungen „yanny or laurel“ (Yann Annicchiarico) und „Pérékop“ (Franck Miltgen) erläuterte.

In einem Spiel mit absurd wirkenden Elementen aus Bühnenbild und Spiegelkabinett leitet Yann Annicchiarico in seiner Installation „yanny or laurel“ Blicke und Bewegungen der Betrachter. An den Wänden einer Staffage-Architektur befinden sich, in Kästen integriert und gespiegelt, Fleckenbilder absichtlichen und unabsichtlochen Ursprungs neben Gegenständen und Materialien, die man zum Kostümieren und Verkleiden nutzt. Die Montage zwischen Traum, Fiktion und Realität bricht mehrfach mit der Vorstellung einer nur allein gültigen Realität.

„Pérékop“ heißt die Felsformation in Luxemburg, von der Franck Miltgen mit Hilfe von Aluminiumblechen Abdrücke genommen hat. Die Zeit hat in geologischer und menschlicher Hinsicht Spuren in dem Felsen hinterlassen. Die Abdrücke hat der Künstler dabei direkt von der Felswand genommen, indem er diese zweimal hintereinander abgeformt hat. Als Betrachter sieht man zwei mal den Abdruck an der gleichen Wand, einmal als Positiv-Abformung und einmal als Negativ-Abformung. Die glänzende Metalloberfläche wird im Galerieraum aus zwei Richtungen verschieden farbig beleuchtet. An der Wand erzeugt eine Neonröhre zart-rosafarbenes Schlaglicht, eine farbige Folie am Fenster bildet eine diffuse zart-türkisene Lichtquelle.

Für interessiertes Publikum besteht noch bis 26. Oktober 2018, jeweils Dienstag – Samstag von 14-18 Uhr, die Möglichkeit die Ausstellungen in der Saarländischen Galerie in Berlin zu besuchen.