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Vertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin
 

Veranstaltung „Jüdische Kultur in der Grenzregionen“ - Vom Schicksal des Saarlands für Europa lernen

03.07.2018 -

Das Jiddische ist für das Zusammenleben von Juden in der Mosel-Saar-Region prägend. Die jüdische Religion, Kultur und Leben haben auch das Saarland mitgeprägt. Dies aufgreifend lud der saarländische Minister für Bildung und Kultur, Ulrich Commerçon, zur Veranstaltung „Jüdische Kultur in der Grenzregionen“ in die Vertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin ein.

Esther Bejarano mit dem saarländischen Minister für Bildung und Kultur, Ulrich Commerçon, Bertram Nickolay, Prof. Dr. Julius Schoeps, Alfred Gulden sowie Hans Bollinger und Sohn.
Esther Bejarano mit dem saarländischen Minister für Bildung und Kultur, Ulrich Commerçon, Bertram Nickolay, Prof. Dr. Julius Schoeps, Alfred Gulden sowie Hans Bollinger und Sohn.

Das Jiddische ist auch für das Zusammenleben von Juden in der Mosel-Saar-Region prägend. Die jüdische Religion, Kultur und Leben haben auch das Saarland mitgeprägt. Die jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner unserer Region sind Teil unserer Geschichte zwischen Krieg, Grenzen und Versöhnung. Und auch die Geschichte des Saarlandes hat umgekehrt das Lebensschicksal vieler Juden mitgeprägt und mitbestimmt. Dies aufgreifend lud der saarländische Minister für Bildung und Kultur, Ulrich Commerçon, zur Veranstaltung „Jüdische Kultur in der Grenzregionen“ in die Vertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin ein.

Kurator des Abends war der gebürtige Saarländer Bertram Nickolay, Abteilungsleiter des Berliner IPK-Fraunhofer-Institutes und Herausgeber einer preisgekrönten Anthologie jiddischer Musik. Nach der Begrüßung durch den Leiter der Landesvertretung des Saarlandes in Berlin, Thorsten Bischoff, begab sich Bertram Nickolay im Gespräch mit Ulrich Commerçon auf Spurensuche jiddischer Kultur im Saarland.

Nach einer Lesung von Gedichten mit jiddischen Themen aus dem Grenzgebiet durch Alfred Gulden, beschäftigte sich das mit Ulrich Commerçon, Prof. Dr. Julius Schoeps, Direktor des Moses Mendelssohn Zentrum und Esther Bejarano, aus Saarlouis stammende Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, besetzte Podium mit der Entwicklung  jüdischer Kultur in der Saar-Mosel-Region seit den 1920er Jahren. Die Besucherinnen und Besucher erfuhren hierbei mehr über die Lebensschicksale der Juden im Saarland und diskutierten die Frage, was das Zusammenwachsen der einstigen Erbfeinde in der Mitte Europas für das jüdischen Leben heute bedeutet.

Der aufschlussreiche Abend endete mit einem musikalischen Finale des saarländischen Musikers Hans Bollinger und Sohn.