Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Vertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin
 

„Flucht und Exil – Flucht und Asyl“ – Beginn der Veranstaltungsreihe in der Landesvertretung

01.03.2018 -

„Flucht und Exil – Flucht und Asyl “. So lautet das Motto einer Veranstaltungsreihe des Fördervereins Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V. in  Zusammenarbeit mit den Landesvertretungen des Saarlandes, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die Vertretung des Saarlandes beim Bund war hierbei Gastgeber der Auftaktveranstaltung.

Die Autorin und Publizistin Lea Rosh erläuterte die Hintergründe, Inhalte und Ziele der Veranstaltungsreihe
Die Autorin und Publizistin Lea Rosh erläuterte die Hintergründe, Inhalte und Ziele der Veranstaltungsreihe

„Flucht und Exil – Flucht und Asyl “. So lautet das Motto einer Veranstaltungsreihe des Fördervereins Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V. in  Zusammenarbeit mit den Landesvertretungen des Saarlandes, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Die Vorsitzende des Fördervereins, die Fernsehjournalistin, Autorin und Publizistin Lea Rosh sowie die Historikerin Dr. Sophie Hingst führten im Zeitraum zwischen dem Jahr 2014 bis Ende 2017 mit dem Förderkreis „Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V.“ eine Veranstaltungsreihe „Weltweites Exil“ durch. In insgesamt 37 Veranstaltungen wurden die Lebensschicksale und Werke  von im Nationalsozialismus ins Exil getriebenen Schriftstellerinnen und Schriftstellern behandelt. Literaturexpertinnen und Literaturexperten stellen dabei jeweils das Lebens- und Fluchtschicksal der Schriftstelleinnen und Schriftsteller dar. Mit Bildern und Filmmaterial werden die vorgetragenen Schicksale und Texte ergänzt und  untermalt. Es war und ist dabei dem Förderkreise ein besonderes Anliegen das Thema „Exil“ anhand ausgewählter Biographien begreiflich zu machen: Heimatlosigkeit, Leben in der Illegalität, Verständigungsschwierigkeiten, existentielle Not und die verzweifelte Suche nach Identität. Das  prägte und prägt auch heute das Leben von Vertriebenen.

Seit 2015 ist das Thema Flucht in neuer Weise für Deutschland und Europa aktuell geworden. Im Nationalsozialismus war Deutschland das Land, das über sechs Millionen Juden ermordete und viele Menschen zur Flucht und ins Exil trieb. Heute suchen viele Flüchtlinge bei uns Asyl. Aktuell richtet sich die Frage an uns: Wie gehen wir hier und heute mit  Zuflucht suchenden Menschen um? Dafür wurde die bisherige Veranstaltungsreihe „Weltweites Exil“ mit dem Ziel weiterentwickelt Brücken zwischen den Exilerfahrungen unter dem Nationalsozialismus und den Asylerfahrungen im heutigen Deutschland zu schlagen. Die Veranstaltungsreihe richtet sich dabei  gezielt an Schüler- und Jugendgruppen.

Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe begrüßte die stellvertretende Dienststellenleiterin der Vertretung des Saarlandes beim Bund, Kerstin Kowol, Schülerinnen und Schüler des Berufsbildungszentrums Merzig/Saar sowie von Berliner Schulen. Die erst vor kurzem zur „Bloggerin des Jahres“ ausgezeichnete Historikerin Dr. Sophie Hingst stellte dabei das Leben, die Werke und das Exilschicksal von Hannah Arendt dar. Im darauf folgenden Podiumsgespräch diskutierte der Sprecher der Aktion „Freiwillige helfen“ und Autor des Buchs 'Wir machen das - Mein Jahr als Freiwilliger in einer Unterkunft für Geflüchtete', Holger Michel, mit der syrischen Lehrerin und Mitarbeiterin bei DialogBereiter, Hend AlRawi, sowie dem aus Afghanistan stammenden Auszubildenden, Javad Azizi, über deren Erfahrungen, Hoffnungen und Ängste als nach Deutschland Geflüchtete.