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Abfall
 

Das Konzept: Gebühren nach Gewicht

Richten sich die Müllgebühren nach dem Gewicht, werden die Haushalte stärker Müll vermeiden und verwerten, so die Annahme des Abfallwirtschaftsplans.
Richten sich die Müllgebühren nach dem Gewicht, werden die Haushalte stärker Müll vermeiden und verwerten, so die Annahme des Abfallwirtschaftsplans.

Dichteres Netz mit Wertstoffzentren

Der Entsorgungsverband Saar betreibt zur Zeit zwölf Wertstoffzentren, saarländische Kommunen weitere vier.  Das System wird landesweit flächendeckend mit zehn zusätzlichen Zentren verdichtet. Dort können die Haushalte vom Altreifen über Altgeräte bis zu Sonderabfällen und Bauschutt Abfälle zur Wiederverwertung abgeben.


Bioabfälle ortsnah verwerten

Im Saarland können etwa 66.000 t Bioabfälle und 86.000 t Gründschnitt verwertet werden. Die Landesregierung ist der Auffassung, dass Bioabfälle ortsnah zu verwerten sind und zwar durch Vergärung und Nutzung des Gases für die Energiegewinnung. Biomasse ersetzt so fossile Brennstoffe und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz. Der EVS und die Kommunen sind gefordert, eine effizientes Bioabfallkonzept umzusetzen. Für den Standort Vöklingen hat das Umweltministerium die Genehmigung für eine Vergärungsanlage für 60.000 t Bioabfälle erteilt. Es fehlen Anlagen zur Vergärung von Grünschnitt.


Abfallbehandlungsanlagen

Neben den beiden Verbrennungsanlagen in Velsen (Kapazität 255.000 t/a) und Neunkirchen (Kapazität 150.000 t/a) stehen drei Deponien zur Verfügung. Mit dem erwarteten Rückgang des Müllaufkommens wird die AVA Velsen für den saarländischen Müll ausreichen; die MVA Neunkirchen wird nicht mehr benötigt. Damit kann der EVS ab 2017 jährlich 30 Millionen Euro an Verbrennungskosten einsparen und die Müllgebühren stabilisieren. Freie Kapazitäten in Velsen können für die Verbrennung von Abfällen aus dem Grenzbereich genutzt werden, was wiederum die spezifischen Verbrennungskosten senkt. Das Umweltministerium befürwortet diese Zusammenarbeit mit Lothringen. Dort fehlen Einrichtungen zur Behandlung von Restabfällen. So können die in der Vergangenheit im Saarland aufgebauten Überkapazitäten bei der Abfallverbrennung durch grenzüberschreitende Kooperation ("kurze Wege") sinnvoll genutzt werden.

Die hohen Verbrennungskapazitäten und die kostenträchtigen Verträge mit NK haben bisher den ehrgeizigen Einstieg in die Abfallvermeidung blockiert. Insofern ist der neue Abfallwirtschaftplan mit den ehrgeizigen Zielen ein Meilenstein in der Abfallpolitik des Landes.