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Gesundheit
 

Darmkrebsvorsorge verbessern: Helfen Sie mit! – DAHLIE-Studie

Weitere Informationen erhalten Sie in der unten stehenden PDF-Datei

Hintergrund:

Mit jährlich ca. 1,4 Millionen Neuerkrankungen und ca. 700.000 Todesfällen ist Darmkrebs weltweit eine der häufigsten Krebsarten. Da Darmkrebs vermeidbar ist, wirbt unser Haus schon seit vielen Jahren in Kampagnen für die Früherkennung und die Prävention durch die Koloskopie.

Viele Menschen in Deutschland sind dem Aufruf gefolgt und haben sich einer Früherkennungskoloskopie unterzogen. Die Daten der Krebsregister und des Zentralinstituts der KBV verdeutlichen die Wirkung dieser Untersuchungen anhand sinkender Neuerkrankungs- und Mortalitätszahlen bundesweit.  

In den neuen Richtlinien zur Krebsfrüherkennung wird dem durch Verankerung eines Einladungswesens durch die Krankenkassen Rechnung getragen. Außerdem wurde der bisherige Stuhltest durch einen immunologischen Stuhltest ersetzt.

Trotz groß angelegter Kampagnen und Veröffentlichung der Ergebnisse zur Effektivität sind die Teilnahmeraten noch immer relativ niedrig. Vor allem vor der Koloskopie scheuen die Menschen zurück, weil sie Angst vor der Untersuchung haben und die Vorbereitung Unannehmlichkeiten bereitet.

Deshalb wird weltweit daran geforscht, schonendere Verfahren zur Darmkrebsfrüherkennung zu entwickeln, um mehr Menschen zu erreichen, die die Präventionsuntersuchung vernachlässigen, um durch Erkennen früher Stadien wenigstens die Mortalität weiter zu senken.

Eine dieser Möglichkeiten, die Darmkrebsmortalität zu senken ist die Anwendung sensitiver und spezifischer Früherkennungstests, die auf Biomarkern in Blut und Stuhl basieren.

Die DAHLIE-Studie zielt darauf ab, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Great Lakes New England (GLNE) Clinical Validation Center (CVC) des amerikanischen Early Detection Research Networks (EDRN) potentielle Biomarker für die Früherkennung und Risikobewertung von Darmkrebs zu identifizieren und zu validieren.

 

Überblick:

Die Rekrutierung der Studienteilnehmer erfolgt in Kooperation mit ausgewählten gastroenterologischen Praxen in Deutschland.

Potentielle Teilnehmer sind Männer und Frauen ab 50 Jahren, die sich in einer teilnehmenden Praxis zur Durchführung einer Früherkennungskoloskopie vorstellen.

Personen, die bereit sind an der Studie teilzunehmen, wird Blut abgenommen (ca. 50 ml). Ebenso werden die Studienteilnehmer gebeten, eine Urinprobe (min. 20 ml) in der Praxis abzugeben. Blut- und Urinproben werden von den Arztpraxen innerhalb von idealerweise 4 Stunden unter Einhaltung der Kühlkette durch Laborkurier zu den kooperierenden Laboren transportiert, gemäß den standardisierter Protokolle aufbereitet und eingefroren.

Weiterhin erhalten die Teilnehmer einen Fragebogen und Materialien zur Stuhlprobengewinnung, welche von dem Studienteilnehmer selbst an das DKFZ in Heidelberg versendet werden.

Liegt schließlich der Koloskopiebefund bzw. der histologische Befund vor, so wird eine Kopie von diesem von der Praxis zusammen mit der Einwilligungserklärung an das DKFZ in Heidelberg geschickt.