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Medien-Newsroom
 

Gesundheitsminister Andreas Storm stellt zum Auftakt des Darmkrebsmonats März das neue Darmkrebs-Info-Terminal vor: „Wir wollen unsere Vorreiterposition bei Vorsorgeuntersuchungen weiter ausbauen!“

Pressemitteilung vom 27.02.2013 - 15:15 Uhr
Der Info-Terminal informiert leicht und verständlich über die Erkrankung.
Der Info-Terminal informiert leicht und verständlich über die Erkrankung.

Zum Auftakt des Darmkrebsmonats März präsentierte der saarländische Gesundheitsminister Andreas Storm im Rahmen einer Fachveranstaltung in der Berliner Saarland-Vertretung ein neuartiges, innovatives Darmkrebs-Info-Terminal. Minister Storm: “Das Saarland verschreibt sich bereits zum zehnten Mal im Darmkrebsmonat März dem Kampf gegen die zahlenmäßig häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Um die saarländischen Bürgerinnen und Bürger noch gezielter für die Darmkrebsfrüherkennung zu sensibilisieren, haben wir mit Unterstützung des saarländischen Gastroenterologen Dr. Thomas Stolz, Herrn Prof. Dr. Jürgen Riemann, dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Lebensblicke und dem epidemiologischen Krebsregister ein neuartiges Darmkrebs-Info-Terminal entwickelt. Es ermöglicht, lebhaft und interaktiv leicht und verständlich Antworten auf die häufigsten Fragen zu geben, auf Risiken der Darmkrebserkrankung aufmerksam zu machen und auf die immer verlässlicher werdenden Möglichkeiten der Vorsorge hinzuweisen.“ Großen Dank sprach Minister Storm der Techniker Krankenkasse aus, die durch die finanzielle Unterstützung das Projekt ermöglichte.

"Gerade wenn es um ihre Gesundheit, um Erkrankungen und um deren Vorbeugung geht, wollen Menschen mitreden und mitentscheiden. Das Darmmodell ist ein solcher Schritt auf dem Weg zum mündigen Bürger und informierten Patienten. Dass es damit gelingt, den Menschen ein so sensibles Thema mit modernster Technik näherzubringen, freut mich als Repräsentant einer Krankenkasse, die diesen Begriff im Namen führt, ganz besonders. Gleichzeitig ist dieses Engagement gegen den Darmkrebs ein gutes Beispiel für die Präventionsbemühungen der TK, die seit langem deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen," so Dr. Jens Baas, Vorsitzender des Vorstands der TK.

Erfreulicherweise sind im Jahr 2010 die Erkrankungszahlen an Darmkrebs im Saarland erneut gesunken. Die Zahl der Neuerkrankungen lag mit 844 (468 Männer und 376 Frauen) erstmals seit 1993 wieder unter 900. Konkret bedeutet dies, dass im Jahr 2010 insgesamt 69 Frauen und 41 Männer weniger an Darmkrebs erkrankt sind als im Jahr 2009. Die Saarländerinnen und Saarländer sind auch bei der Teilnahme an Vorsorge-Untersuchungen weiterhin Spitze. Seit dem Jahr 2002 haben mehr als 20 Prozent der teilnahmeberechtigten Frauen und Männer eine Früherkennungs-Darmspiegelung in Anspruch genommen, deutschlandweit lagen die Raten teilweise noch deutlich unter 20 Prozent. „Diese Zahlen bestätigen uns darin, die Anstrengungen im Kampf gegen Darmkrebs fortzusetzen und unsere Vorreiterposition weiter auszubauen“, so Storm. „Denn in einem frühen Stadium erkannt, ist Darmkrebs heilbar, als Vorstufe entfernt, sogar vermeidbar. Und gerade diese Gewissheit, mit einer Vorsorgeuntersuchung Leben zu retten, spornt uns an – künftig mit Unterstützung unseres neuen, bislang einzigartigen technischen Highlights, dem Darmkrebs-Info-Terminal.“

Gesundheitsminister Storm: “Gemäß des gerade beschlossenen „Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz – KFRG“ und den Umsetzungsempfehlungen zum Nationalen Krebsplan, Patienten/-innen und deren Angehörige umfassend und verständlich über Früherkennung und Vorsorge, Diagnosen und Therapien zu informieren, beschreiten wir mit unseren Aufklärungs-Studien, Kampagnen sowie dem Darmkrebs-Infoterminal den richtigen Weg, um Darmkrebserkrankungen im Saarland langfristig keine Chance mehr zu geben.“

Umfassende Informationen zum neuartigen Darmkrebs-Infoterminal, laufenden Studien, aktuellen Terminen, kostenlosem Informationsmaterial, unter www.darmkrebs.saarland.de oder www.sams.saarland.de.

Hintergrund: Von der Idee zum Modell
Es ist bekannt, dass begehbare Darmmodelle bundesweit äußerst beliebte Ausstellungsstücke bei Darmtagen, Gesundheitstagen und ähnlichen Veranstaltungen sind. Es gibt davon in Deutschland aber nur wenige und die Miet- und vor allem die Transportkosten sind relativ hoch. Deshalb wurde nach einer etwas einfacheren Alternative gesucht und den Androiden entwickelt.  Einerseits kann sich der Betrachter nur den „Flug durch den Darm“ ansehen, andererseits kann er gezielt Informationen abrufen oder sein Wissen zu dem Thema in einem kleinen Quiz überprüfen. Ganz Mutige können in der Taststation den Unterschied zwischen einem gutartigen Polypen und Krebs erfühlen. Das Infoterminal kann unkompliziert ausgeliehen werden. Es handelt sich um einen Prototypen, der vom Land gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse finanziert wurde.

Ansprechpartner

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
Frederic Becker
Pressesprecher
Franz-Josef-Röder-Straße 23
66119 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-3097
Telefax
(0681) 501-3169