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Wissenschaft
 

Neue Professorin für Anatomie an der Universität des Saarlandes

12.10.2016 -

Prof. Dr. Gabriela Krasteva-Christ, zurzeit Universitätsprofessorin an der Universität Würzburg, erhielt am Mittwoch (12.10.16) in der Staatskanzlei die Ernennungsurkunde zur Professorin für Anatomie.

Prof. Dr. Gabriela Krasteva-Christ (links im Bild) erhielt in der Staatskanzlei die Ernennungsurkunde zur Professorin für Anatomie von Dr. Susanne Reichrath.
Prof. Dr. Gabriela Krasteva-Christ (links im Bild) erhielt in der Staatskanzlei die Ernennungsurkunde zur Professorin für Anatomie von Dr. Susanne Reichrath.

Gabriela Krasteva-Christ studierte Tiermedizin an der Thrakischen Universität in Stara Zagora, Bulgarien. Nach Abschluss des Studiums promovierte sie im Graduiertenkolleg „Biologische Grundlagen der vaskulären Medizin“ zum Thema „Untersuchung der Lokalisation und Interaktion von Caveolin im Endothel und Atemwegsepithel mittels indirekter Immunfluoreszenz und CLSM-FRET-Analyse“ an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Für ihre Dissertation wurde ihr eine Auszeichnung der Universität Gießen verliehen. Ihre Forschungsprojekte, die u. a. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), vom Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System, vom Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL) sowie von der von Behring-Röntgen-Stiftung gefördert wurden, führte sie an der Justus-Liebig-Universität durch.

Forschungsaufenthalte an der Johns-Hopkins-University Asthma and Allergy Center in Baltimore (USA) ergänzten ihre Arbeiten. Seit dem Jahr 2006 ist sie durchgehend in der anatomischen Lehre tätig. Im Jahr 2014 habilitierte sie sich und erhielt die „Venia legendi“ für das gesamte Fach Anatomie und Zellbiologie. Im gleichen Jahr wurde sie als Universitätsprofessorin an die Julius-Maximilians-Universität, Würzburg, berufen.

In der Forschung von Gabriela Krasteva-Christ geht es um die Untersuchung der Barrierefunktion des Epithels in verschiedenen Organen bei Infektion und die Entstehung von lokaler Entzündung. In ihren Forschungsarbeiten konnte sie die Funktion von respiratorischen Bürstenzellen identifizieren und dadurch ein neues Konzept für die Wahrnehmung von schädlichen Substanzen in den Atemwegen aufstellen. Mehr noch, die Bürstenzellen sind den Geschmackszellen der Zunge sehr ähnlich. Viele Zusammenhänge dieses komplexen Wechselspiels sind heute noch nicht verstanden und deren Entschlüsselung möchte sich Gabriela Krasteva-Christ an der Universität des Saarlandes widmen.

Ein zweiter Forschungsschwerpunkt von Gabriela Krasteva-Christ ist die Steuerung der Funktion der Atemwege. Kommt es zu Störungen, können schwerwiegende Erkrankungen, wie Asthma bronchiale und chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) die Folge sein.

Für ihre Arbeiten wurde Gabriela Krasteva-Christ mehrfach ausgezeichnet.

Gabriela Krasteva-Christ wird ihren Dienst als Professorin an der Universität des Saarlandes am 15. Oktober 2016 aufnehmen.