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Kreativwirtschaft
 

Konferenz sondierte Chancen der Kreativwirtschaft

03.10.2013
Staatssekretär Jürgen Barke sieht auf dem Gebiet der Kultur- und Kreativwirtschaft im Saarland noch ungenutzte Potentiale. Ihm schwebt eine Art "Think Tank" vor, über den Kreative an den Gestaltungsprozessen stärker beteiligt werden.
Staatssekretär Jürgen Barke sieht auf dem Gebiet der Kultur- und Kreativwirtschaft im Saarland noch ungenutzte Potentiale. Ihm schwebt eine Art "Think Tank" vor, über den Kreative an den Gestaltungsprozessen stärker beteiligt werden.

Ein seltener Anblick bot sich Anfang Oktober im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr: Im "Kreativparcours" präsentierten Designer, darstellende und bildende Künstler, Texter, Musikmanager und Filmemacher sich und ihre Arbeit. Die Aktion war Auftakt zur „Impulskonferenz Kultur-und Kreativwirtschaft Saarland“, zu der das Kompetenzzentrum Kultur-und Kreativwirtschaft eingeladen hatte, und die vom saarländischen Wirtschaftsministerium unterstützt wurde. Ziel der als Teil einer bundesweiten Veranstaltungsreihe stattfindenden Konferenz war es, in dem Panel "Status Quo Vadis" zunächst über die aktuelle Situation der Kultur-und Kreativwirtschaft im Saarland zu sprechen, bevor im zweiten Panel Zukunftsperspektiven der Branche aufgezeigt und diskutiert wurden. Staatssekretär Jürgen Barke machte bei der Eröffnung auf bislang noch ungenutzte Potentiale der Kultur- und Kreativwirtschaft aufmerksam. Im Bundesvergleich liege das Saarland noch leicht zurück, es sei also noch "Luft nach oben", das Ministerium unterstütze alle Aktivitäten, die das Geschäftsfeld voranbringen. Im Saarland werden in diesem Bereich jährlich etwa 1 Milliarde Euro umgesetzt. Der Wirtschaftszweig mit seinen rund 2.400 Unternehmen stelle – je nach Abgrenzung – zwischen 8.000 und 9.000 Arbeitsplätze. Barke: "Gründungen im Bereich der Kreativwirtschaft sind beständiger als in der Gesamtwirtschaft. Es kommt nun darauf an, die Vernetzung der Branche mit den Kompetenzzentren des Bundes und der Länder sowie den Industrie- und Handelskammern weiter auszubauen."

Peter Grafe, Referatsleiter Kultur- und Kreativwirtschaft beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, erläuterte in seinem einführenden Beitrag die politischen Hintergründe und Intentionen der 2007 ins Leben gerufenen „Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft“ mit besonderer Bezugnahme auf das Saarland. Im ersten Panel waren anschließend Oliver Jungmann, grafik design & fotografie / Ligatura Coworking, Matthias Tinnemeier, Kreativnetzwerk Saar/SQUILD GmbH, Barbara Wackernagel-Jacobs, Carpe Diem Film und TV Produktion GmbH sowie Walter Winter vom Wirtschaftsministerium auf dem Podium. Matthias Tinnemeier betonte, wodurch sich die saarländische Kreativszene auszeichne, und wie sie vom Kreativnetzwerk Saar unterstützt werde: "Im Saarland garantieren verschiedenste Akteure für eine sehr lebendige, abwechslungsreiche und überaus spannende Kultur-und Kreativszene – ein Umstand, auf den wir als ehemalige Montanregion stolz sein dürfen! Das Kreativnetzwerk Saar trägt mit Fachvorträgen, Raum für Diskussion und Networking zur Wertschätzung unserer kreativen Arbeit bei. Dies ist für Kreativschaffende wichtig, um sich im Saarland zu gründen und nicht abzuwandern."

Saarland als Impulsgeber

In der zweiten Diskussionsrunde sprachen Nicole Franke, Citinic GbR (Frankfurt/Main), Dr. Mathias Hafner, IHK Saarland, Dr. Lothar Kuntz, Amt für Wirtschaftsförderung, Arbeitsmarkt und grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Stadt Saarbrücken, und Tamay Zieske, Kreativzentrum Saar, mit den beiden Moderatoren Stephanie Hockund Harm Wurthmannvom Kompetenzzentrum Kultur-und Kreativwirtschaft des Bundes. Tamay Zieske resümierte die bisherigen Leistungen des Kreativzentrums: "Seit der Gründung vor einemJahr wurden über 120 Beratungsgespräche durchgeführt und zahlreiche Veranstaltungen organisiert. Daraus konnte ein starkes Netzwerk aufgebaut und etabliert werden. Einen Teil davon sieht man heute bei der Konferenz. Es ist besonders in der Kultur-und Kreativwirtschaft wichtig, die Akteure aktiv in die Strategieentwicklung einzubinden –die Impulskonferenz bietet hierzu einen perfekten Rahmen.“

Zur aktuellen Situation der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land äußerte sich auch Christoph Backes vom Bremer u-institut für unternehmerisches Denken und Handeln, der sowohl in seiner Keynote als auch in der Zusammenfassung am Ende der Veranstaltung thematische Schwerpunkte der Diskussion aufzeigte: "Mit Tamay Zieske verfügt das Saarland über einen überregional angesehenen Experten der Kultur- und Kreativwirtschaft, der in kürzester Zeit die richtigen Impulse von außen für das Saarland fruchtbar gemacht hat. Das Saarland verfügt über noch viele weitere zu entwickelnde kultur- und kreativwirtschaftliche Potentiale, um selbst als Impulsgeber für andere Regionen zu wirken."

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