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Bauminister Bouillon stellt Bauprojekte und Bauplanungen an der Universität des Saarlandes vor

Strategische Planungen, Infrastruktur und neue Gebäude: Der Campus der Saarbrücker Universität wird sich in den nächsten Jahren erheblich verändern. Bauminister Klaus Bouillon gab am Dienstag, 19.03.2019, einen Ausblick auf die neuesten baulichen Entwicklungen.

Bauminister Bouillon stellt Bauprojekte und Bauplanungen an der Universität des Saarlandes vor
Bauminister Bouillon stellt Bauprojekte und Bauplanungen an der Universität des Saarlandes vor

Neben einem Hochschulstandort­entwicklungsplan (HSEP), der die strategische Entwicklung der Universität für die nächsten Jahre vorzeichnen soll, sind eine Reihe konkreter Sanierungs- und Neubaumaßnahmen in Vorbereitung und Umsetzung.


„In der Bundesrepublik Deutschland wurden die meisten Universitätsgebäude in den 1960-1980er Jahren gebaut, diese Gebäude haben nun ihre Standzeit weitgehend hinter sich. Deshalb besteht in allen Ländern ein massiver Sanierungsstau“, so Klaus Bouillon. Um die Planung für die Saar-Uni zu strukturieren, wurde ein Konzept, der „Hochschul­standort­entwicklungsplan“ (HSEP) erstellt. Durch das HIS-Institut für Hochschulentwicklung (HIS-HE) soll in einem ersten Schritt Zustandsanalysen, Flächenbilanzierungen und Flächenbedarfsermittlungen vorgenommen werden. Diese Grundlage dient der Fortschreibung der konkreten Standortentwicklung.

„60 Jahre alte Gebäude entsprechen in der Regel nicht mehr den Ansprüchen an zeitgemäße Hochschulgebäude. Durch die strukturierte Planung kann künftig besser entschieden werden, wann, wo und welche Gebäude saniert, angepasst oder abgerissen und durch neue Gebäude ersetzt werden sollen“, so Klaus Bouillon zu dem Hochschulstandort­entwicklungsplan, dessen Erstellung und Fortschreibung auch als Auftrag im aktuellen Koalitionsvertrag festgehalten ist.

Die Weiterentwicklung des Campus wartet aber nun nicht, bis die Ergebnisse des HSEP vorliegen. Eine Reihe von Maßnahmen ist bereits in Vorbereitung oder am Laufen. So sollen in einem 3. Bauabschnitt die technische Infrastruktur im Süden des Campus-Ovals erneuert werden. Straßen, Wege, Kanäle, Fernwärme, Elektroversorgung werden saniert und auf einen aktuellen Stand gebracht. Hierzu werden derzeit die Ausführungspläne zur Durchführung der Baumaßnahme erstellt. Zwischen 2020 und 2022 sollen nach derzeitigem Stand rund 6,3 Mio. Euro verbaut werden.

Klaus Bouillon weiter: „Wir sind kurz vor dem Richtfest mit dem Neubau eines Praktikumsgebäudes für die Pharmazie. Der Rohbau wird noch in diesem Sommer abgeschlossen sein. Auf vier Ebenen entstehen hier neben einem Hörsaal für 100 Studierende zwei Laborebenen mit Arbeitsplätzen für das chemische und chemisch-biologische Praktikum.“ Die Baukosten liegen bei rund 18 Mio. Euro. Zum Wintersemester 2020/21 soll das neue Gebäude in Betrieb genommen werden. Nach Fertigstellung wird das bisherige, nicht mehr zeitgemäße Praktikumsgebäude frei und kann abgerissen werden, um ein neues Baufeld zu gewinnen.

Auf diesem Baufeld soll das neue Zentrum für Biophysik (ZBP) entstehen. Hier läuft derzeit ein Architektenwettbewerb. Die Ergebnisse werden im April ausgewertet und Anfang Mai der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Gesamtbaukosten werden derzeit auf rund 31 Mio. Euro geschätzt und im Jahre 2023 solle dann die Übergabe erfolgen.

Nach Umbau und Sanierung der Gebäude C41 und C42 soll als letzter Bauabschnitt das Hörsaalgebäude für die chemischen Institute C43 erneuert werden. Hier befinden sich neben drei Hörsälen ein Labor- und Messbereich die auf den technisch neuesten Stand gebracht werden. Es ist vorgesehen, in der zweiten Jahreshälfte mit den Bauarbeiten zu beginnen, abgeschlossen sollen die Maßnahmen voraussichtlich in 2021. Die Gesamtkosten werden sich hier auf rund 15,5 Mio. Euro belaufen.

Die alten Kasernengebäude A51 und A54 werden unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes energetisch ertüchtigt und altersbedingte Mängel beseitigt. Die Sanierungen sind für die Jahre 2020 bis 2022 vorgesehen.

Eine große Herausforderung stellt der Komplex der Geisteswissenschaften mit der Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes C52 dar. Das Ursprungsgebäude stammt aus dem Jahre 1964 und musste nach einem technischen Defekt im Jahr 2017 leergezogen werden. Hier steht eine Generalsanierung an. Daneben soll ein Neubau als separates Hörsaal- und Seminargebäude für die Geisteswissenschaften entstehen. Insgesamt sind für die beiden zusammenhängenden Maßnahmen Gesamtbaukosten von rd. 41 Mio. Euro vorgesehen. Die wesentlichen Planungen sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen werden und die dann aktualisierten Zahlen dem Landtag zum Beschluss vorgelegt werden. Es ist vorgesehen die Maßnahmen bis 2023 umzusetzen.

„Die Investitionsoffensive nimmt nun Fahrt auf, es liegen große Aufgaben vor uns, diese gehen wir allesamt an. In den nächsten Jahren werden wir über 100 Millionen Euro in die unterschiedlichen Bauprojekte investieren. An der Universität des Saarlandes wird nun mit den Sanierungen und der Errichtung neuer Gebäuden sowie mit weiteren Bauprojekten vieles angegangen und vorangetrieben“, so Klaus Bouillon.