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Kreativwirtschaft
 

Kreativsonar: Wettbewerb spürt erneut herausragende Geschäftsideen auf

20.09.2017
Neun Gewinner-Ideen gingen in diesem Jahr aus dem Wettbewerb hervor. Sie wurden im Rahmen einer Feierstunde in der Saarbrücker Sparkasse ausgezeichnet. Foto: © MWAEV
Neun Gewinner-Ideen gingen in diesem Jahr aus dem Wettbewerb hervor. Sie wurden im Rahmen einer Feierstunde in der Saarbrücker Sparkasse ausgezeichnet. Foto: © MWAEV

Die Preisträger des Kreativsonar 2017 sind gefunden. Im Rahmen einer offiziellen Feierstunde in der Sparkasse Saarbrücken am Dienstag, 19. September, verlieh die rheinland-pfälzische Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt zusammen mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr die Auszeichnung. Neun Preisträger gingen in diesem Jahr aus dem gemeinsamen Wettbewerb von Saarland und Rheinland-Pfalz hervor.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger sagte im Vorfeld der Veranstaltung: „Ich bin fasziniert von den vielseitigen Projekten und Unternehmensideen, die unsere Kultur- und Kreativwirtschaft hervorbringt. Mit dem Wettbewerb ermutigen wir besonders die kreativen Köpfe, die noch am Anfang des Unternehmertums stehen, ihre Geschäftsidee weiter voranzutreiben und auszuarbeiten“, so die Ministerin. „Kreativsonar bietet eine großartige Gelegenheit, um das Netzwerk zwischen saarländischen und rheinland-pfälzischen Kreativen weiter auszubauen und zu festigen.“

Mehr als 30 Projekte wurden beim Kreativsonar eingereicht. Die neun Preisträger erhalten nun ein viermonatiges Coaching-Programm durch das Kreativzentrum Saar sowie das Business & Innovation Center (bic) in Kaiserslautern.

„Die Kreativwirtschaft ist eine wichtige Schnittstelle zu Kultur, Wirtschaft und Technologie und stellt eine wichtige Triebkraft für Innovationen und Wachstum dar. Das zeigen die neun Gewinner. Sie  haben hervorragende Unternehmensideen entwickelt und diese einzigartig umgesetzt“, sagte die rheinland-pfälzische Staatssekretärin Daniela Schmitt. 

Ausgelobt wurde das Kreativsonar bereits zum dritten Mal durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes und das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz. Für die Umsetzung ist das KuBa – Kulturzentrum am Euro Bahnhof e. V. mit dem Projekt Kreativzentrum Saar verantwortlich. Kooperationspartner ist das Business & Innovation Center Kaiserslautern GmbH (bic). Unterstützt wird der Wettbewerb außerdem von der Sparkasse Saarbrücken.

„Damit unterstreicht die Sparkasse Saarbrücken einmal mehr den Stellenwert einer starken Gründerszene für Innovation und Zukunftsfähigkeit in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Durch den Wettbewerb haben Jungunternehmer beste Chancen, mit ihren kreativen Produkten und Dienstleistungen aufzufallen. So fördert die Sparkasse Saarbrücken die Unternehmensgründerkultur und wird mithin ihrer volkswirtschaftlichen Verantwortung gerecht“, begründet Uwe Johmann, Mitglied des Vorstandes, das Engagement der größten saarländischen Sparkasse.

In der saarländischen Kultur- und Kreativwirtschaft mit ihren 2.300 Unternehmen und ca. 7.000 Arbeitsplätzen wird pro Jahr etwas mehr als 1 Milliarde Euro umgesetzt. Rund 27.000 Menschen sind in Rheinland-Pfalz in der Kultur- und Kreativwirtschaft in rund 10.000 Unternehmen beschäftigt bei einem Gesamtumsatz von 4,25 Milliarden Euro.


Die Kreativsonar-Gewinner:

Augenblick Mal
Bettina Manuela Lange, Koblenz, Rheinland-Pfalz
Augenblick Mal ist ein Schreibatelier, das alltägliche Geschichten und außergewöhnliche Erzählungen festhält.
Augenblick Mal – das bedeutet für die Autorin Bettina Manuela Lange Innehalten, Nachdenken und einen Moment hinschauen. In ihrem Schreibatelier verfasst sie unter anderem Biografien von einzelnen Personen und Familien oder berichtet aus dem Leben von Persönlichkeiten, wie Firmengründern und Sportlern. In themenbezogenen Projekten zusammengefasst, entstehen so aus persönlichen Geschichten einzelner Akteure, kleine Gesellschaftsstudien. Die Beiträge werden in Form von persönlichen Interviews aufgenommen, gestaltet und durch Fotos komplettiert. Für jedes Projekt entsteht ein eigener Online-Blog, der die Erzählungen nicht nur zugänglich macht, sondern die Besucher auch zum Austausch einlädt. Nach Abschluss eines jeden Projektes sollen außerdem ein Buch sowie eine Ausstellung entstehen.

Eikuhdu
Rolf Kempf, Sarah Kempf, Philipp Jochum, Saarbrücken, Saarland
Eikuhdu ist eine Online-Plattform, die Hersteller und Verbraucher regionaler Lebensmittel zusammenbringt.
Die Vorteile der regionalen und saisonalen Ernährung sind umfangreich: Der direkte Bezug verkürzt umweltbelastende Transportwege und spart Verpackung. Der Kunde profitiert von frischen Produkten, der Bauer vor Ort wiederum spart sich kostenintensive Zwischenhändler. Um Angebot und Nachfrage regionaler Lebensmittel zu unterstützen, bietet Eikuhdu eine Schnittstelle zwischen Konsumenten und Herstellern. Auf Eikuhdu findet der Kunde Lebensmittel, die regional, saisonal und direkt vermarktet werden und daher auch günstig sind. Darüber hinaus kann der Verbraucher in direkten Kontakt zum Erzeuger treten und sich über Herkunft, Qualität und Inhaltsstoffe der Produkte informieren. Die Hersteller wiederum werden so vom Endkunden wahrgenommen und in ihrer Marktposition gestärkt.

Chartflipper
Thorsten Ohler , Kaiserslautern, Rheinland-Pfalz
Der Chartflipper setzt abstrakte Inhalte in Visualisierungen um, die einem direkt ins Auge springen.
Chartflipper bringt Inhalte auf den Punkt – egal, ob Werbung, Wissen oder Technik. Diesen Punkt packt Thorsten Ohler, der Gründer von Chartflipper, anschließend mit einer Prise Humor in pointierte Visualisierungen. Durch diese comicartigen Bilder, Poster und Erklärvideos wird daraus dann ein „springender Punkt“ – einer, der die Zielgruppe emotional abholt und so direkt in deren Köpfe hüpft. Als Ingenieur mit langjähriger Trainer- und Moderationserfahrung erstellt der Chartflipper seine Poster auch live, um Vorträge zusammenzufassen und Workshops zu unterstützen. Wie man mit wenigen Strichen einen Zusammenhang an Flipchart, Moderationswand, Whiteboard und Co. sichtbar macht, gibt Thorsten Ohler deutschlandweit in Visualisierungstrainings über www.chartflipper.de weiter.

Ingenieurkunst
Michael Wedig, Saarbrücken, Saarland
Ingenieurkunst fertigt mechanische Objekte als dekorative Kunst
Ingenieurkunst entwickelt und fertigt mechanische Objekte sowie technische Skulpturen als Auftragsarbeit für Privat- oder Geschäftskunden an. Für Firmenkunden ist genau dies das Einzigartige an Ingenieurkunst: Als kreativer Maschinenbauingenieur bringt Michael Wedig zusätzlich zur künstlerischen Idee das technische Verständnis für die Alleinstellungsmerkmale der jeweiligen Firma mit in das Objekt ein und setzt diese mit einer technischen Skulptur in Szene. Darüber hinaus bietet Ingenieurkunst eine Kollektion von mechanischen Objekten, die als dekorative Kunst vermarktet wird. Diese Objekte können durch Auswahl von verschiedenen Materialien und Oberflächenbeschaffenheiten sowie durch eine persönliche Gravur individualisiert werden.

Easy-E-Learning Hypervideos
Uwe Stanzl, Oliver Kölsch, Otterstadt, Rheinland-Pfalz
Hypervideos von Easy-E-Learning sind interaktive Webvideos, die Inhalte multimedial vermitteln.
Internetplattformen wie YouTube bieten Webvideos zu nahezu jedem Thema an. Besonders Lernvideos und Tutorials für verschiedenste Bereiche werden hier hochgeladen und begeistert angenommen. Doch Videos sind lineare Kommunikationsstrukturen und müssen komplett rezipiert werden, um sicherzugehen, dass keine relevanten Informationen verpasst werden. Hypervideos von Easy-E-Learning bieten eine intuitive und plattformübergreifende Möglichkeit, Bildungs- und Lerninhalte zu vermitteln. Eingebettet in das Video, bieten sie interaktive Navigations- und Suchmöglichkeiten. Multifunktional einsetzbare Hyperlinks können direkt auf den Videoinhalten platziert werden, um den Nutzer zu weiterführenden Inhalten zu leiten. Darüber hinaus helfen integrierte Test- und Quizszenarien, das gerade Gelernte zu üben und zu vertiefen.

MusiCards
Peter Rullmann, Saarbrücken, Saarland
Als Sammelkarten bieten MusiCards eine haptische Ergänzung zu digitaler Musik.
Die fortschreitende Digitalisierung hat dazu geführt, dass Musik zunehmend seltener von CDs oder Schallplatten abgespielt wird. Streaming-Dienstleister wie Spotify bieten den direkten Zugang zu Millionen von Titeln. Das ist ein willkommener Fortschritt, gleichzeitig geht jedoch auch etwas verloren: Die Haptik. Eine Schallplatte in der Hand stimuliert jedoch die Sinne und eine Plattensammlung lädt zum genüsslichen Stöbern ein. MusiCards kompensiert dieses Defizit. Das Sammelkartensystem zeigt das Plattencover, den Namen und enthält einen Funk-Chip. Mit einem Smartphone wird der Chip gelesen und das entsprechende Album abgespielt. Die Karten kann man in Ordnern sammeln, an die Wand hängen oder einfach neben der Musikanlage rumliegen lassen.

Paramee
Philipp Paulus, Marie Bastian, Clara Stieglmeier, Trier, Rheinland-Pfalz
Paramee ist ein nachhaltiges Modelabel, das 3D-gedruckte Taschen aus recycelten Materialien fertigt.
Die Modebranche und insbesondere der Fast-Fashion Sektor stehen wegen der erheblichen Umweltschäden, die von der Industrie verursacht werden, immer wieder in der Kritik. Zwar entwickelten sich in jüngster Vergangenheit zahlreiche Mode-Unternehmen, die nachhaltig agieren, jedoch wird fairtrade hergestellte Mode oft mit einem biederen Öko-Image assoziiert. Mit der Entwicklung einer nachhaltigen, 3D-gedruckten Rucksack-, Taschen- und Accessoire-Linie zeigt „paramee“, ein junges, angehendes Start-Up aus Trier, dass Mode nachhaltig, aber gleichzeitig auch modern und innovativ sein kann. Den Grundstein der Geschäftsidee bilden dabei die einzigartigen Design- und Produktionsmöglichkeiten des 3D-Drucks, welche das Unternehmen mit einem Recycling-System kombiniert.

Peter Porsani
Thomas Nils Bastuck , Tholey, Saarland
Peter Porsani ist ein Koch, der seine Erlebnisse in Büchern verarbeitet.
Der gelernte Koch Thomas Nils Bastuck ist seit 2008 als Mietkoch in Privathausalten unterwegs. Die vielen Reisen und unterschiedlichen Erlebnisse inspirierten ihn im Jahr 2013 dazu, seinen Erlebnisbericht ,,Private Dancer - Mein Leben als mobiler Koch‘‘ unter seinem Synonym Peter Porsani zu veröffentlichen. Das Buch wurde mehr als 6.000 Mal verkauft. Seitdem erschienen zwei weitere Bücher; die fiktive Horror-Komödie "Tischlein deck dich" sowie das Buch ,,Enigmatisch", eine Sammlung von Kurzgeschichten verschiedener Genres, die ein Rätsel enthalten. Enigmatisch schaffte es beim Kindle Storyteller 2016 Award auf Platz 7 von 1200. Zuletzt erschien eine illustrierte Neuauflage seines ersten Buches unter seinem Klarnamen.

Planik
Hadi Hajdarevic, Harun Hajdarevic, Andrej Ils, Wladimir Goneker, Alexander Riesling, Edin Jahic, Pirmasens, Rheinland-Pfalz
Planik ist eine Online-Plattform zur Vereinfachung der Planungsphase beim Hausbau.
Der Baukostenrechner Planik verpackt alle für den Hausbau relevanten Daten und Faktoren in eine mathematische Formel, die den Hausbau erheblich erleichtert. Durch wenige Klicks kann der Kunde mit Planik sein Traumhaus planen und alle erforderlichen Materialien bis hin zu den ausführenden Bauunternehmen bestimmen. Als Endprodukt erhält der Bauherr eine zusammengefasste Mappe mit allen relevanten Daten für die Planung und Finanzierung des Hausbaus. Für Architekten und Bauunternehmen bietet Planik ein eigenes Anmeldeportal. Durch dieses Anmeldeportal kann verfolgt werden, wie oft sich ein Kunde für das jeweilige Produkt entschieden hat. Die Partner haben außerdem die Möglichkeit, ihre eigene Werbung verstärkt durch punktuelle Sponsoring-Aktionen einzusetzen. www.planik.de