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Ministerium für Bildung und Kultur
 

Bildungsfinanzbericht 2018: Das Saarland gibt erneut mehr Geld für Bildung aus und holt weiter auf

Pressemitteilung vom 13.12.2018 - 11:45 Uhr

Die öffentlichen Bildungsausgaben im Saarland betrugen in den öffentlichen Schulen 6.400 Euro pro Schülerin und Schüler gegenüber 6.200 Euro im Jahr 2014. Das ergibt der heute veröffentliche „Bildungsfinanzbericht 2018“, der sich mit den Daten im Haushaltsjahr 2015 befasst.

Dieser Anstieg von 200 Euro/pro Kopf in einem Jahr zeigt eine positive Entwicklung und ist ein Zuwachs um 3,23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese prozentuale Ausgabensteigerung wird nur von den Ländern Berlin (+4,71 Prozent), Bremen (+4,62 Prozent) Nordrhein-Westfalen (+4,69 Prozent) und Schleswig-Holstein (+6,9 Prozent) übertroffen.

Bildungsminister Ulrich Commerçon: „Das Saarland holt weiter auf: Wir haben die Bildungsausgaben innerhalb eines Jahres um 200 EUR pro Schülerin und Schüler erhöht. Das reicht aber noch nicht. Wir müssen auch weiterhin mehr in unsere Schulen investieren.“

Mit 6.400 Euro liegt das Saarland vor Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz. Bei den Allgemeinbildenden Schulen liegt das Saarland mit 7.300 Euro sogar gleichauf mit Baden-Württemberg und vor Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Rheinland-Pfalz.

„Unsere Ausgaben lassen sich nicht eins zu eins mit anderen Ländern vergleichen. Ein wesentlicher Grund: Im Saarland verdienen verbeamtete Lehrkräfte durchschnittlich weniger als in anderen Ländern, die Zahlen spiegeln also nur bedingt die Ausstattung der Schulen wieder“, betont Ulrich Commerçon. In der Relation von Schülerinnen und Schülern zu Lehrkräften liegt das Saarland über dem Bundesdurchschnitt: Bei den Grundschulen im bundesweiten Vergleich sogar an der Spitze.

„Wir haben unsere Grundschulen personell bundesweit am besten ausgestattet. Auch bei weiterführenden Schulen liegen wir im Mittelfeld. Damit unsere Lehrerinnen und Lehrer aber guten Unterricht machen können, brauchen sie Entlastung. Dazu investieren wir in den nächsten Jahren in multiprofessionelle Teams mit mehr Schulsozialarbeit, Erzieher_innen, Schulpsycholog_innen und anderen Professionen. Im Landeshaushalt sind für 2019 500.000 Euro und für 2020 zwei Millionen Euro für den Einstieg in den Aufbau des „Kollegiums der Zukunft“ vorgesehen. Dies kann nur der Beginn einer langfristigen Entwicklung sein, die wir in Gang setzen müssen, damit Schule besser gelingt und alle Kinder gute Bildungschancen haben.“