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Interreg Großregion
 

Die ersten Interreg-V-Projekte sind genehmigt

03.08.2016
Ziel der Robotix Academy ist es, durch Qualifizierungsmaßnahmen für die Mitarbeiter kleiner und mittlerer Unternehmen einen schnellen Technologietransfer im Bereich der Robotisierung der Produktion zu ermöglichen. Photo: robotix.academy/
Ziel der Robotix Academy ist es, durch Qualifizierungsmaßnahmen für die Mitarbeiter kleiner und mittlerer Unternehmen einen schnellen Technologietransfer im Bereich der Robotisierung der Produktion zu ermöglichen. Photo: robotix.academy/

Der Lenkungsausschuss des Programms Interreg V A Großregion hat in seiner ersten Sitzung am 13.7.2016 den Startschuss für die ersten Projekte in der neuen Förderperiode gegeben. Knapp 36 Mio. Euro EU-Mittel wurden für 15 Projekte aus den Bereichen Arbeitsmarkt, Tourismus und Kultur, Umweltschutz und Forschung bewilligt. Somit sind 27 Prozent der Programmmittel bereits gebunden. 3 Mio. Euro kommen saarländischen Projektträgern zugute, die an 9 Projekten beteiligt sind.

Das Wirtschaftsministerium engagiert sich nach wie vor für die grenzüberschreitende  Kooperation in  der Großregion. So stellt es komplementär zur EU-Förderung 1 Mio. Euro für saarländische Partner bereit, die an drei strategischen Projekten für das Saarland und für die Großregion beteiligt sind. Diese sind:

  • Fachstelle für grenzüberschreitende Ausbildung / FAGA
    Unter der Federführung des saarländischen Vereins VAUS (Verbundausbildung Untere Saar) und in Kooperation mit  dem saarländischen Ministerium für Bildung und Kultur, dem Lothringer „GIP Formation tout au long de la vie“  sowie dem Eurodistrict Saar Moselle bietet die Fachstelle  jungen Menschen aus dem Saarland, Lothringen und aus Rheinland-Pfalz ein sprachlich begleitetes Praktikum in Betrieben jeweils auf der anderen Seite der Grenze an. Durch interkulturelle und praktische Erfahrungen im Nachbarland erhöhen Jugendliche  ihre Beschäftigungsfähigkeit und erweitern ihre beruflichen Perspektiven in der Großregion.
    Gleichzeitig leistet das Projekt einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Großregion: Fachkräfte mit entsprechenden kulturellen und sprachlichen Kenntnissen können sich so leichter in Betrieben des Nachbarlandes bewerben.
    Das Projektvolumen beträgt bis Sommer 2021 rund 2,7 Mio. Euro. Allein das EU-Programm Interreg steuert 1,6 Mio. Euro bei. Aus Mitteln des Wirtschaftsministeriums kommen knapp 460.000 Euro hinzu.

  • Persephone
    Zusammen mit Forschungsinstituten und Landwirtschaftsbetrieben aus den Partnerregionen schlägt das Institut für Zukunftsenergiesysteme Izes vor, neue Verwertungsmöglichkeiten für Gärreste aus der Biogaserzeugung wie z.B. Düngemittel, Biomaterialien,  industriell interessante Grundstoffchemikalien zu untersuchen. Durch eine Diversifizierung  der Einkommen der Biolandwirte  soll die Biogaserzeugung – so wie auch andere erneuerbare Energieträger-  wirtschaftlich betrieben werden und neue Impulse für eine florierende, umweltfreundliche und innovative  Bioökonomie  in der Großregion  setzen. So soll sich die Großregion als Vorzeigeregion für erneuerbare Energien profilieren und Investoren gewinnen. 
    Das Projektvolumen beträgt rund 4 Mio. Euro. Die EU steuert bis Sommer 2019 knapp 2,5 Mio. Euro bei. Hinzu kommen 135.000 Euro aus Mitteln des Wirtschaftsministeriums.

  • Robotix Academy
    Robotisierung der Produktion ist eine Schlüsseltechnologie in permanenter Entwicklung. KMU verfügen oft nicht über das nötige Wissen, um solche innovativen Technologien einzusetzen. Deshalb plant das ZeMA (Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik) zusammen  mit Partneruniversitäten aus der Großregion den Aufbau einer interregionalen Kooperations- und Schulungsplattform zwischen Hochschulen und KMU. Die Robotix Academy der Großregion soll  u.a. ein geeignetes Qualifizierungsangebot für das Personal der KMU machen, damit Forschungsergebnisse an diese schneller übertragen werden. So sollen die Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der KMU der Großregion gesteigert werden.
    Durch die gemeinsame Nutzung von Equipment und die Bündelung der Forschungskompetenzen über die Grenzen hinweg sollen außerdem die Sichtbarkeit und die Attraktivität der Großregion als Industrie-4.0-Standort für Fachkräfte und Ingenieure erhöht werden. Somit wird ein erheblicher Beitrag zum wirtschaftlichen Wachstum und zur Fachkräftesicherungsstrategie geleistet.
    Für dieses ambitionierte Projekt (Gesamtbudget 7 Mio. Euro) stellt die EU bis Ende 2020 knapp 4,2 Mio. Euro zur Verfügung. Das Wirtschaftsministerium beteiligt sich mit 440.00 Euro an der Finanzierung.

Weitere Projekte mit saarländischer Beteiligung stehen Ende Oktober zur Entscheidung an. Eine Liste der ersten genehmigten Projekte finden Sie unter dem Navigationspunkt " Projekte INTERREG V (2014-2020)"

Der 2. Call des Programms startet am 5. Dezember 2016 und endet am 13. Januar 2017, 15 Uhr.

Unterstützung durch die Europäische Union