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Soziales
 

Das neue Pflegeberufegesetz

Stand: 24. September 2018

 

Im Juli 2017 wurde die Pflegeausbildung durch das neue Pflegeberufegesetz stark verändert. Die neue "generalistische Pflegeausbildung" ist eine dreijährige Fachkraftausbildung mit Unterricht an Pflegeschulen und praktischer Ausbildung bei einem Ausbildungsbetrieb und weiteren Einrichtungen aus unterschiedlichen Pflegebereichen. Ein Großteil der praktischen Ausbildung erfolgt beim sogenannten Träger der praktischen Ausbildung, mit dem der oder die Auszubildende einen Ausbildungsvertrag schließt. Die Azubis lernen in der praktischen Ausbildung die verschiedenen Versorgungsbereiche kennen. Die Pflegeausbildung schließt mit einer staatlichen Abschlussprüfung ab. Für die Auszubildenden ist die berufliche Pflegeausbildung im Saarland kostenlos und sie erhalten ein Ausbildungsgehalt.

Damit das Gesetz angewendet werden kann, hat der Bundesrat am 21. September 2018 die sogenannte Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung und die Pflegeberufe-Ausbildungsfinanzierungsverordnung verabschiedet. Auf dieser Grundlage müssen die Bundesländer ihre Regelungen daran anpassen.

Das komplette Gesetz finden Sie zum Nachlesen unter https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl117s2581.pdf#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl117s2581.pdf%27%5D__1533196424981

Die Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV) regelt u. a. die Einzelheiten zur Ausbildungsstruktur, zu den Ausbildungsinhalten, zu den Prüfungen und zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Die Pflegeberufe-Ausbildungsfinanzierungsverordnung ist die Verordnung über die Finanzierung der beruflichen Ausbildung in der Pflege sowie zur Durchführung statistischer Erhebungen.

 

Die Generalistische berufliche Ausbildung in der Pflege ab 1. Januar 2020
Die Generalistische berufliche Ausbildung in der Pflege ab 1. Januar 2020

 

Fragen und Antworten zur neuen Pflegeausbildung finden sie unter
https://www.pflegeausbildung.net/pflegeberufegesetz/faqs-zur-neuen-pflegeausbildung.html

 

Pflegeberufe-Ausbildungsfinanzierungsverordnung
Mit der Reform der Ausbildung in der Alten- und Krankenpflege werden die Krankenhäuser, Pflegeheime und ambulanten Pflegedienste verpflichtet, den Auszubildenden ein angemessenes Gehalt zu zahlen.

In jedem Bundesland muss zukünftig ein Ausgleichsfonds eingerichtet werden, über den die Pflegeausbildung finanziert werden wird. In diesen Fonds zahlen alle Krankenhäuser und alle Pflegeeinrichtungen ein. In geringerem Umfang zahlen die Länder und die soziale Pflegeversicherung und die private Pflegepflichtversicherung in den Fonds ein. Aus dem Fonds werden die Ausbildungskosten finanziert und entsprechende Mittel an die ausbildenden Krankenhäuser, Pflegeheime und ambulanten Pflegedienste ausgezahlt. Auch die Pflegeschulen erhalten Geld aus dem Fonds.


Pflegeberufegesetz Ausgleichfonds auf der Landesebene

 

 

Pflegeberufegesetz: Der aktuelle Stand im Saarland

Die neue Ausbildung startet zum 1. Januar 2020. Bis dahin muss im Saarland und den anderen Bundesländern Schritt für Schritt die neue Ausbildung gestaltet werden. Folgende Schritte sind aktuell im Saarland in Arbeit (Stand: 24. September 2018):

-       Gründung einer gemeinnützigen GmbH durch die saarländische Krankenhaus- und Pflegegesellschaft als zuständige Fondsbehörde ,
-       Gründung einer Interessensvertretung der Kranken- und Pflegeschulen (ab 1. Januar 2020 Pflegeschulen) als Partner für die anstehenden Budgetverhandlungen,
-       Informationsgespräche, z. B. bei der Schulleiterkonferenz der Krankenpflegeschulen, Information der Lehrkräfte auf Einladung des BLGS-Landesverbandes Saarland und des Landespflegerats Saarland, bei Treffen des Pflegepakts Saarland,
-       Vorbereitende Arbeiten zur Umsetzung der Bundesverordnungen zur Prüfung und Finanzierung der zukünftigen Pflegeberufe,
-       Vorbereitende Arbeiten für die Schaffung einer zweijährigen Pflegeassistenzausbildung im Saarland.

 

Einen kurzen Überblick zur generalistischen Ausbildung finden Sie unter
https://www.saarland.de/dokumente/res_soziales/Kurzueberblick_Generalisitk_2018-09-17.pdf


Kontakt

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
Martina Stabel-Franz
Referat D 2 Gesundheits- und Pflegefachberufe, Demografie, Pflegepakt
Franz-Josef-Röder-St. 23
66119 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-3229