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Statistik
 

Anerkennung von Berufsabschlüssen aus dem Ausland um 14,5 Prozent gestiegen

Pressemitteilung vom 29.09.2017 - 14:15 Uhr

Nach Mitteilung des Statistischen Amtes Saarland wurden im Laufe des Jahres 2016 saarlandweit 276 im Ausland erworbene berufliche Abschlüsse als vollständig oder eingeschränkt gleichwertig zu einer in Deutschland erworbenen Qualifikation anerkannt.

Dies waren 35 Fälle bzw. 14,5 Prozent mehr als im Vorjahr. 242 Anträge wurden 2016 als vollständig, 34 Anträge als eingeschränkt gleichwertig beschieden. Darunter fallen vor allem Bescheide mit Auflage einer Ausgleichsmaßnahme sowie Bescheide der teilweisen Gleichwertigkeit. Negativ beschieden wurden 36 Anträge.

Die Angaben entstammen der amtlichen Statistik auf Grundlage von § 17 des Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes (BQFG) und § 17 des Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes Saarland (BQFG-SL). Dort ist die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse geregelt, deren Referenzberufe in Deutschland dem Bundesrecht bzw. dem Landesrecht unterliegen. Insgesamt bearbeiteten während des Jahres 2016 die zuständigen Stellen 412 Anerkennungsverfahren, darunter 377 Neufälle. Das waren 20,1 Prozent mehr bearbeitete Anerkennungsverfahren als im Jahr 2015 (343). Zu 92 dieser laufenden Anträge war Ende 2016 noch keine Entscheidung gefallen.

Die Anträge wurden von 244 Männern und 168 Frauen gestellt.

Die mit großem Abstand meisten Anerkennungsverfahren betrafen wie in den Vorjahren medizinische Gesundheitsberufe. Aus dieser Berufsgruppe stammten allein 177 der im Jahr 2016 bearbeiteten Verfahren. Zweitwichtigste Gruppe waren die Ingenieurberufe (101).

Die meisten Anerkennungsverfahren (239) bezogen sich auf Abschlüsse, die in einem asiatischen Land erworben wurden, darunter 142 in Syrien. Weitere 82 Verfahren hatten Abschlüsse aus einem EU-Staat und 76 aus dem übrigen europäischen Ausland zum Gegenstand.