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Statistik
 

Saarländische Inflationsrate liegt im September 2017 bei 1,6 Prozent

Pressemitteilung vom 28.09.2017 - 10:00 Uhr

Für den Monat September 2017 berechnet sich für das Saarland eine jährliche Inflationsrate von 1,6 Prozent. Im direkten Vormonatsvergleich ist der Verbraucherpreisindex nach Angaben des Statistischen Amtes Saarland unverändert auf einem Stand von 109,2 (Basisjahr 2010=100) geblieben.

Bei ihren täglichen Einkäufen spüren die saarländischen Verbraucherinnen und Verbraucher mittlerweile einen deutlichen Anstieg bei den Nahrungsmittelpreisen, die sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 3,1 Prozent verteuert haben. Extrem fiel der Preisanstieg bei Butter mit einem Plus von 70,4 Prozent aus. H-Milch kostet 35,0 Prozent und Frischmilch 27,8 Prozent mehr als im September 2016. Deutliche Verteuerungen gab es auch bei allen anderen Milchprodukten; die Spanne reicht hier von + 4,1 Prozent bei Joghurt bis hin zu +  35,3 Prozent bei Sahne. Fleisch und Fleischwaren sind um durchschnittlich 4,3 Prozent aufgeschlagen, an den Fischtheken wurde eine Verteuerung um durchschnittlich 3,4 Prozent gemessen. Kaum verändert haben sich insgesamt betrachtet die Obstpreise (+ 0,2 %). Erfreulich war die Entwicklung bei Gemüse, wo im Vorjahresvergleich ein Rückgang des Preisniveaus um 9,9 Prozent festgestellt wurde.

Bei der Haushaltsenergie sind unterschiedliche Preistendenzen zu beobachten. Während sich beim Heizöl der Preisanstieg verstärkt hat (+ 6,4 % gegenüber dem Vormonat und + 12,3 % gegenüber dem Vorjahr) liegen die Gaspreise um 5,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Spritpreise sind gegenüber dem Vormonat nur geringfügig um 1,1 Prozent und binnen Jahresfrist um 4,7 Prozent gestiegen.

Im Vergleich zum Vormonat August 2017 geht die Umstellung auf die Winterkollektion bei der Bekleidung mit einem Preisanstieg um durchschnittlich 4,3 Prozent einher. Dagegen konnten sich Pauschalreisende mit dem Übergang in die Nebensaison über einen Preisrückgang um 11,6 Prozent freuen.

Hinweis: Eine Inflationsrate (Veränderung des Verbraucherpreisindexes) von 0,3 Prozent bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein Verbraucher für einen unveränderten Warenkorb, der vor einem Jahr z. Bsp. 1.000 Euro gekostet hat, heute 3 Euro mehr ausgeben müsste. Dieser Warenkorb beinhaltet nahezu alle Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten gekauft werden. Neben Nahrungsmitteln und Getränken sind Wohnungsmieten ebenso enthalten wie Bekleidungsartikel, Urlaubsreisen oder Friseurdienstleistungen.
Preissteigerungen bei einer Reihe von Gütern stehen stets auch Preissenkungen bei anderen gegenüber. Die Preisentwicklung der einzelnen Güter wird bei der Ermittlung des Verbraucherpreisindexes entsprechend der jeweiligen Ausgabenanteile eines Durchschnittshaushaltes berücksichtigt.
Die Presseinformation enthält vorläufige Ergebnisse der Berechnungen zum saarländischen Verbraucherpreisindex. Endgültige Ergebnisse werden mit dem Statistischen Bericht MI2 im Internet veröffentlicht (www.statistik.saarland.de).