Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Ministerium für Inneres, Bauen und Sport
 

Preisverleihung des Architektenwettbewerbs Neubau eines Forschungsgebäudes „Zentrum für Biophysik“

Am Montag, den 6. Mai, hat Bauminister Klaus Bouillon die Sieger des Architektenwettbewerbs in Saarbrücken ausgezeichnet. Im Oktober 2018 wurde hierzu ein europaweiter Architektenwettbewerb ausgeschrieben.

Bauminister Klaus Bouillon: „Der Wettbewerb hat aus einem starken Teilnehmerfeld viele gute Vorschläge geliefert, um dieses wichtige Projekt voranzubringen. In den vergangenen Jahren hat sich der Campus Saarbrücken durch eine Vielzahl baulicher Maßnahmen bereits erheblich verändert. Nun kommt ein weiterer bedeutender Bau hinzu, ein Forschungsgebäude für die Biophysik“. Land und Bund wollen bis 2023 hierfür 37 Mio. Euro auf dem Uni-Campus für Gebäude und Erstausstattung investieren.

Anfang Oktober 2018 wurde vom Saarland hierzu ein europaweiter Architektenwettbewerb ausgelobt. Von 50 ausgewählten Architekturbüros reichten 36 Architekten anonym ihre Vorschläge ein. In einem zweitägigen Preisgericht - besetzt mit Architekten, Vertretern der Universität und der Landesregierung - wurden die Arbeiten bewertet. In dem Verfahren beschloss die Jury unter dem Vorsitz des Stuttgarter Architekten Herrn Dipl.-Ing. Markus Hammes, fünf Preise und vier Ankäufe zu vergeben. Gleichzeitig wurde empfohlen, das erstplatzierte Büro mit der weiteren Bearbeitung zu beauftragen.

„Der erste Preis hat die Bedürfnisse der Nutzer an die Funktion und die Ansprüche an die Gestaltung sehr überzeugend verbunden“, so Bauminister Klaus Bouillon. „Das Zentrum für Biophysik ist ein wichtiges Projekt der Investitionsoffensive Saar und ein weiterer Baustein für die Entwicklung des Forschungsstandortes.“ Sieger ist das Architekturbüro Nova Michael Beck Architekten GmbH aus München. Es hat den Realisierungswettbewerb für den Neubau „Zentrum für Biophysik“ auf dem Campus der Universität des Saarlandes mit einem 1. Preis für sich entscheiden können.

Universitätspräsident Manfred Schmitt unterstreicht die Bedeutung des Forschungsbaus für die zukünftige Entwicklung des lebenswissenschaftlichen Schwerpunktes der Universität des Saarlandes: „Es ist ein großartiger Erfolg für den Campus Saarbrücken sowie für die Universität insgesamt, dass nunmehr der Grundstein für ein weiteres hochkarätiges Forschungsgebäude innerhalb des NanoBioMed-Schwerpunkts gelegt wurde. Das beauftragte Architekturbüro realisiert mit seinem Entwurf ein hochmodernes Gebäude, das die interdisziplinäre Forschung im Bereich der Biophysik signifikant stärken wird und gleichzeitig auch Raum lässt für die standortübergreifende Zusammenarbeit mit der Medizin.“

Die Preisträger sind:

1. Preis          Nova Michael Beck Architekten GmbH, München

2. Preis          Bodamer Faber Architekten BDA PartGmbB, Stuttgart

3. Preis          Schneider + Sendelbach Architektengesellschaft mbH, Braunschweig

4. Preis          Brechensbauer Weinhart + Partner Architekten mbB, München

5. Preis          ME DI UM Architekten Roloff Ruffing + Partner, Hamburg

Darüber hinaus wurden vier Ankäufe getätigt (alphabetischer Reihenfolge) an:

  • CBAG Beaumont Gergen Architekten PartGmbB Saarlouis
  • HerbstKunkler Architekten GmbH, Berlin
  • Schuster Architekten GmbH, Düsseldorf
  • Weinbrenner.Single.Arabzadeh, Architektenwerkgemeinschaft, Nürtingen

An den Architektenwettbewerb schließt sich nun noch ein europarechtlich erforderliches Vergabeverfahren (VGV) an. In diesem wird abschließend über die Beauftragung entschieden.

 

Zum Hintergrund:

Für die Universität des Saarlandes wird auf dem Campus Saarbrücken ein neues Forschungsgebäude, das „Zentrum für Biophysik“ errichtet. Dieses bündelt unterschiedliche Forschergruppen in den Fachbereichen Experimentelle und Theoretische Physik. Mit dem Neubau entsteht für etwa 200 Wissenschaftler in neun Arbeitsgruppen eine neue Arbeitsstätte auf dem Campus der Universität. Der Neubau wird den Forschungsschwerpunkt „NanoBioMed – Leben und Materie“ nachhaltig stärken. Er bündelt die bislang auf dem Campus verstreuten Gruppen unter einem Dach und bietet künftig optimale Möglichkeiten für die Zusammenarbeit der Forschungsprojekte in Theorie und Experiment. Das Raumprogramm sieht rd. 3.900 m²Nutzfläche vor. Für die Gesamtbaukosten in Höhe von 37 Mio. Euro hat der Bund eine 50%-ige Mitfinanzierung zugesagt.