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Ministerium für Inneres, Bauen und Sport
 

Peter Horstmann erhält Bundesverdienstmedaille

Christian Seel, Staatssekretär im Ministerium für Inneres, Bauen und Sport, hat am Freitag, 22. März 2019, die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Peter Horstmann überreicht. Horstmann bringt sich bereits seit mehreren Jahrzehnten, insbesondere in Saarbrücken, mit großem Engagement für den Malteser Hilfsdienst ein.

Staatssekretär Christian Seel überreichte Peter Horstmann die Bundesverdienstmedaille
Staatssekretär Christian Seel überreichte Peter Horstmann die Bundesverdienstmedaille

Christian Seel äußerte sich vor Ort: „Peter Horstmann hat sich in besonderem Maße für das Gemeinschaftsleben im Saarland stark gemacht und eingesetzt. Ich freue mich sehr, mit dieser Auszeichnung den Blick auf seine Verdienste beim Malteser Hilfsdienst zu lenken und habe großen Respekt vor seinen ehrenamtlichen Leistungen.“

1986 begann Horstmann sich in seinem Heimatort Nordhorn, in den er 2017 zurückkehrte, für den Malteser Hilfsdienst zu engagieren. Dies führte er während seiner Bundeswehr- und Studienzeit auch nach seinem Umzug ins Saarland fort.

Mit zahlreichen Initiativen, beispielsweise den Ausbildungslehrgängen für Ehrenamtliche zum Rettungssanitäter, Ausbildungsschulungen sowie der Förderung der Nachwuchsarbeit hat er sich in seinem Verband in Saarbrücken einen Namen gemacht. Aus den ersten Kursen entwickelte sich mit der Zeit ein regelmäßiges Angebot an Schulungen und Ausbildungen. Heute ist die Einrichtung der Malteser in Saarbrücken eine staatlich anerkannte Schulungseinrichtung, aus der regelmäßig ehren- aber auch hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rettungsdienst hervorgehen.

Darüber hinaus ließ Hauptmann sich zum Gruppenführer ausbilden, später zum Zug- und Verbandsführer und war ab 2007 organisatorischer Leiter des Rettungsdienstes in Saarbrücken.

Auch seiner Initiative ist es zu verdanken, dass die zunächst kleine Einheit in Saarbrücken erheblich angewachsen ist und heute viele Ereignisse sanitätsdienstlich betreut.

Unter seiner Federführung wurde die „Schnelle-Einsatz-Gruppe“ (SEG)-Rettung aufgebaut, die im Bedarfsfall von der Rettungsleitstelle des Landes alarmiert werden kann.

Neben seiner  langjährigen Aufgabe als Leiter der Einsatzkräfte war er mehr als 10 Jahre stellvertretender Stadtbeauftragter der Malteser Saarbrücken  und zeitweise auch Betäubungsmittelbeauftragter. Außerdem war er Fachberater der Notfallvorsorge auf Landesebene und hatten auch hier eine Ausbilderfunktion.

Sein Engagement blieb auch außerhalb der Stadtgrenzen nicht verborgen. So war er ehrenamtlich mit Führungsaufgaben im Sanitätsdienst oder in der Einsatzleitung an vielen Einsatzorten eingesetzt, beispielsweise beim Weltjugendtag in Köln, bei den Katholikentagen in Saarbrücken und Ulm, beim ökumenischen Kirchentag in München und bei der verhängnisvollen Loveparade in Duisburg im Jahre 2010.

Für seinen Einsatz beim Loveparade-Unglück in Duisburg wurde Horstmann mit dem Katastrophenschutz-Ehrenzeichen des Saarlandes in Gold ausgezeichnet und erhielt 2010 vom damaligen Bundespräsidenten im Schloss Bellevue eine Dankesurkunde.

 

Allgemeines zur Auszeichnung:

Der Bundesverdienstorden wurde 1951 vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gestiftet – zwei Jahre nachdem das Grundgesetz verkündet worden war, die ersten Wahlen zum Bundestag nach Kriegsende stattgefunden hatten und die erste Bundesregierung mit Konrad Adenauer an der Spitze gebildet worden war. Mit der Stiftung des Ordens schickte die junge Bundesrepublik sich an, politische und wirtschaftliche, soziale und geistige Leistungen sowie besondere Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland beziehungsweise um das Gemeinwohl zu ehren – also das Wirken ihrer Bürgerinnen und Bürger, die den Staat ausmachen, ins Rampenlicht zu rücken. Seit nunmehr mehr als 65 Jahren haben namhafte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur sowie zahllose Bürgerinnen und Bürger, die in ihrem direkten Umfeld ehrenamtlich wirkten, diese höchste Anerkennung erhalten, die unser Land verleihen kann. Die Verleihung des Verdienstordens macht deutlich, wie sehr die Leistungen der Bürgerinnen und Bürger geschätzt werden. Sie ist ein wichtiger Weg, den Blick auf Verdienste zu lenken, die für unser Gemeinwesen von größter Bedeutung sind.