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Statistik
 

Inflationsrate steigt weiter an

Pressemitteilung vom 30.10.2018 - 10:00 Uhr
Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im Saarland weiter beschleunigt. Nach 2,5 Prozent im Vormonat erreichte die Inflationsrate im Oktober einen Wert von 2,6 Prozent. Hauptursache für die Entwicklung ist nach Angaben des Statistischen Landesamtes der rasante Anstieg von Heizöl- und Spritpreisen. Ohne Heizöl und Kraftstoffe errechnet sich ein durchschnittlicher Preisanstieg von lediglich 1,6 Prozent. Binnen Monatsfrist hat sich der Verbraucherpreisindex um 0,1 Prozent auf einen Wert von 112,0 (Basisjahr 2010 = 100) erhöht.

In den letzten 12 Monaten sind die Preise für Heizöl im Saarland um durchschnittlich 45,0 Prozent gestiegen. Damit wurde das durchschnittliche Preisniveau des Basisjahres 2010 um 27,9 überschritten. Allein binnen Monatsfrist kam es zu einer Verteuerung um durchschnittlich 5,2 Prozent. Auch an den Tankstellen lag das Preisniveau um 18,2 Prozent höher als vor einem Jahr. Demgegenüber bewegt sich das Preisniveau bei Haushaltsstrom noch knapp unterhalb
(- 0,6 %) und bei Gas nur knapp oberhalb (+ 0,6 %) des Vorjahreswertes.

Deutlich tiefer mussten auch die Urlauber ins Portemonnaie greifen: So lagen die Preise für Pauschalreisen jüngst um 7,1 Prozent höher als noch vor einem Jahr.

Bei Nahrungsmitteln betrug die jährliche Preissteigerungsrate 1,8 Prozent. Während die Gemüsepreise um 8,7 Prozent gestiegen sind, war Obst jüngst um durchschnittlich 1,4 Prozent günstiger als letztes Jahr. Uneinheitlich war die Preisgestaltung bei Milch: Frischmilch kostete im Oktober 2018 im Schnitt 3,2 Prozent mehr als vor einem Jahr, wohingegen H-Milch um 2,3 Prozent preiswerter angeboten wurde. Die Butterpreise sind binnen Jahresfrist zwar um 5,2 Prozent zurückgegangen, lagen damit aber immer noch um 85,5 Prozent über dem Niveau des Jahres 2010.

Unterdurchschnittlich haben sich die Wohnungsmieten entwickelt. Die Nettokaltmieten im Saarland sind im Lauf des Jahres um 1,0 Prozent gestiegen. Hierbei zeigt sich der stabilisierende Einfluss der Bestandsmieten. Die regional teils deutlich dynamischere Entwicklung bei den Neuvermietungen fällt bei der Gesamtbetrachtung nur wenig ins Gewicht.

Hinweis: Eine Inflationsrate (Veränderung des Verbraucherpreisindexes) von 0,3 Prozent bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein Verbraucher für einen unveränderten Warenkorb, der vor einem Jahr z. Bsp. 1.000 Euro gekostet hat, heute 3 Euro mehr ausgeben müsste. Dieser Warenkorb beinhaltet nahezu alle Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten gekauft werden. Neben Nahrungsmitteln und Getränken sind Wohnungsmieten ebenso enthalten wie Bekleidungsartikel, Urlaubsreisen oder Friseurdienstleistungen.

Preissteigerungen bei einer Reihe von Gütern stehen stets auch Preissenkungen bei anderen gegenüber. Die Preisentwicklung der einzelnen Güter wird bei der Ermittlung des Verbraucherpreisindexes entsprechend der jeweiligen Ausgabenanteile eines Durchschnittshaushaltes berücksichtigt.
Die Presseinformation enthält vorläufige Ergebnisse der Berechnungen zum saarländischen Verbraucherpreisindex. Endgültige Ergebnisse werden mit dem Statistischen Bericht MI2 im Internet veröffentlicht.