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Boden und Altlasten

 

Dauerbeobachtung

Persistente Schadstoffe reichern sich im Boden an. Die Pedosphäre kann anthropogene Einwirkungen langfristig dokumentieren. Monitoringprogramme zur Erfassung der Veränderung von Bodenzuständen und Bodenfunktionen sind damit ein wichtiges Instrument der Umweltüberwachung. Mit ihrer Hilfe können zukünftige Entwicklungen im Stoffhaushalt der Böden prognostiziert und damit rechtzeitig Strategien und Maßnahmen zum Schutz des Bodens eingeleitet werden.

Wie sich Böden im Laufe der Jahre verändern...

BDF Königsbruch

Veränderungen der Bodenqualität vollziehen sich häufig schleichend, unbemerkt und sind meist irreversibel. Gefährdungen und Beeinträchtigungen der Bodenfunktionen müssen daher rechtzeitig erkannt und in ihrer Entwicklung verfolgt werden. Zu diesem Zweck wurden im Saarland 11 Bodendauerbeobachtungsflächen (BDF) eingerichtet, die Bestandteil eines bundesweiten Meßnetzes sind. Sie bilden einen repräsentativen Querschnitt bezogen auf die Böden, Nutzungsstruktur und naturräumlichen Einheiten des Landes. Das Überwachungsprogramm dient u.a. folgenden Zielen:
  • Erfassung des Ist-Zustandes der Böden 
  • Langfristige Ermittlung von Bodenveränderungen infolge standort-, belastungs- und nutzungsspezifischer Einflüsse 
  • Festlegung von Versuchsflächen zur Entwicklung von Auswertungsmodellen (z.B. Austragsgefährdung von Schwermetallen aus dem   Boden ins Grundwasser) 
  • Einrichtung von Eichstandorten und Referenz- und Standardflächen für regionale Belastungen.
  • Beobachtung der Auswirkungen des Klimawandels

Lage der BDF im Saarland

Zur bodenkundlichen Analytik gehören bodenphysikalische und -chemische Parameter sowie die Untersuchung auf organische und anorganische Schadstoffe. Das Probenmaterial der BDF wird in einer Cryo-Probenbank zersetzungsfrei gelagert. Konzeption und Ergebnisse der Erstuntersuchungen des BDF-Programms sind in einer Publikation des LUA dargestellt.

Probenbank

Neben der Cryo-Probenbank werden Bodenproben aus der bodenkundlichen Landesaufnahme, dem Schwermetallbelastungskataster und aus weiteren Projekten in einer Bodenprobenbank aufbewahrt. Gesetzlich begründet ist die Bodenprobenbank in § 9 des Saarländischen Bodenschutzgesetzes (SBodSchG; Amtsblatt des Saarlandes vom 31. Mai 2002, S. 990-996) sowie in § 2 Abs. 2 Nr. 3 und § 21 Abs. 4 des Bundes-Bodenschutzgesetzes (BBodSchG; Bundesgesetzblatt I S. 502 vom 17. März 1998, zuletzt geändert durch das Gesetz vom 9. September 2001; Bundesgesetzblatt I, S. 2331).


Kontakt

Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz
Fachbereich 3.2 - Schutzgebiete und Boden
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