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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Es tut sich was in Nonnweiler: Präsentation eines touristischen Gesamtkonzeptes

Pressemitteilung vom 12.12.2018 - 16:00 Uhr

Wie kann man die Gemeinde Nonnweiler mit seinen bestehenden touristischen Attraktionen weiterentwickeln? Wie schaffen wir einen Mehrwert sowohl für die Besucherinnen und Besucher der bereits bestehenden und neuen Attraktionen (CenterPark, Seezeitlodge, Bostalsee, Nationalparktor, etc.) als auch für die Bewohnerinnen und Bewohner im St. Wendeler Land? Wie gelingt es, den Peterberg darin einzubeziehen und attraktiver zu gestalten?

Mit diesen Fragen hat sich ein Gutachten der Profund Consult und Erlebniskontor GmbH befasst, das am Mittwoch, 12. Dezember, präsentiert wurde. Als Projektsteuerer für das Entwicklungskonzept hat die Gemeinde Nonnweiler die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) beauftragt. Darüber hinaus waren in die Erstellung des Konzeptes das Wirtschaftsministerium, der Landkreis St. Wendel, die Tourismus Zentrale Saarland und Gottfried Hares (Investor Seezeitlodge) eingebunden.

Die Gutachter fokussieren die Tourismusentwicklung in der Gemeinde Nonnweiler auf die Standorte Peterberg und Otzenhausen. Letzterer mit Themen wie „Kelten“ und „Nationalpark“. Die Themenschwerpunkte „Aktiv in der Natur“ und „Erlebnis“ sollen den Standort Peterberg interessanter gestalten. 

Staatssekretär Jürgen Barke: „Unser Wunsch ist es, Highlights in der Region zu schaffen und diese zu vernetzen.“ Das Gutachten liefere vor allem auch eine realistische Einschätzung der Möglichkeiten rund um den Peterberg, der dabei eine tragende Rolle habe, so Barke.

Zur Entwicklung des Peterbergs sind nach Auffassung der Gutachter zwei zentrale Elemente notwendig: Als Gegenpol zur Talstation wird die Erschließung und Entwicklung des Gipfels empfohlen. Hierzu ist ein Beförderungssystem notwendig, um die Besucher von der Talstation mit Aus- bzw. Einstiegsmöglichkeit in der Mitte des Berges bis zum Gipfel zu bringen. Rollstuhlfahrer sollen ebenso auf den Gipfel transportiert werden können wie Mountainbiker oder Erholungssuchende. Die grobe Kostenschätzung beträgt 3 Mio. Euro. Hier ist eine 70-prozentige Unterstützung aus dem Wirtschaftsministerium im Rahmen der touristischen Infrastrukturförderung möglich.

Das zweite Element ist die Etablierung einer Landmarke auf dem Peterberg. Hier könnte man sich z.B. einen Aussichtsturm mit Aktivelementen wie Rutsche oder Hängebrücke vorstellen, der bereits von weitem gut wahrgenommen werden kann. Die Kosten für die Landmarke werden auf rund 600.000 Euro geschätzt. Zudem ist die Errichtung einer attraktiven Gastronomie auf dem Berg vorgesehen.

Daneben sollen weitere Projekte am Hang und in der Talstation für einen Besucheransturm sorgen: Bikepark- und Mini-Bikepark, Summertubing, Traceboarding, Kindercarts, Trampolin, Barfusspfad, oder auch Adventure Golf sind Möglichkeiten, um den Peterberg als Erlebnis- und Aktivberg zu etablieren. All diese Projekte können nach jetzigem Planungsstand auch von privaten Investoren finanziert und betrieben werden und bei Erfüllung der Fördervoraussetzungen mit dem 20-prozentigen Fördersatz für Privatinvestitionen unterstützt werden.

Barke: „Die Ergebnisse des Entwicklungskonzepts mit dem Beförderungssystem, der Landmarke und den vielen anderen Projektideen sind vielversprechend. Das Wirtschaftsministerium wird den weiteren Prozess begleiten und die touristischen Infrastrukturen im Rahmen seiner Fördermöglichkeiten entsprechend unterstützen.“ Neben Bostalsee und Nationalparktor bestehe somit die berechtigte Chance, einen weiteren wichtigen Tourismusstandort im näheren Umfeld zu entwickeln so Barke weiter.

Das Wirtschaftsministerium hat für die kommenden Jahre einen jährlichen Zuschussbetrag aus EU- und Landesmitteln für den Tourismus von über 10 Mio. Euro. Allein für die touristische Infrastruktur werden ab dem kommenden Jahr 500.000 Euro und ab 2020 2 Mio. Euro zusätzliche Tourismusmittel aus dem Landeshaushalt zur Verfügung gestellt. Die gewerbliche Tourismusbranche unterstützt das MWAEV zusätzlich mit 500.000 Euro pro Jahr ab dem Jahr 2020.

Dr. Franz Josef Barth, Bürgermeister der Gemeinde Nonnweiler: „Das vorgelegte Konzept ist eine vielversprechende Zusammenstellung wirtschaftlich tragfähiger Maßnahmen zur touristischen Weiterentwicklung unserer Gemeinde. Besonders freut es mich, dass bei der Erstellung des Konzepts neben den beiden Fachbüros und der LEG die wichtigen lokalen Akteure aus der Privatwirtschaft, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, der Landkreis St. Wendel und die Gemeinde Nonnweiler mitgewirkt haben.“

Landrat Udo Recktenwald: „Das St. Wendeler Land gehört zu den touristischen Top-Regionen des Saarlandes und der Großregion. Eine Entwicklung, die vor 40 Jahren mit dem Bau des Bostalsees auf den Weg gebracht wurde. Eine Entwicklung, die nicht über Nacht eintrat, die stetige Qualitätssicherung und –fortschreibung, Kontinuität und Anpassung, Mut und Weitsicht erfordert. Das vorliegende Konzept für die Gemeinde Nonnweiler ist ein weiterer wichtiger Baustein unseres touristischen Gesamtkonzeptes für den gesamten Landkreis St. Wendel.“

Weitere geplante Projekte in der Gemeinde Nonnweiler:

In den kommenden Jahren wird das Eingangstor für den Nationalpark Hunsrück-Hochwald gebaut, das gleichzeitig als Besucherzentrum des Keltenparks in Otzenhausen dienen wird. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf 5 Mio. Euro. Das Projekt wird mit 70 Prozent der förderfähigen Investitionen von Wirtschaftsministerium und EU gefördert.

Auch in die weitere touristische Erschließung des Bostalsees investiert das Wirtschaftsministerium in den kommenden Jahren rund 500.000 Euro: Erweiterung des Tretbootstegs und des Vorplatzes auf der Bosener Seite, Sanierung des Stegs, Schaffung eines barrierefreien Seezugangs auf der Gonnesweiler Seite, qualitative Aufwertung und Sicherung der vom See abgewandten Seite der Staumauer und ein Besucherleitsystem.